Burka-Verbot: Das Profitieren durch den Fremdenhass?
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5 Ursachen für das Kopftuch
Von Cahit Kaya
Es ist nicht leicht an die wahren Ursachen des Kopftuchtragens zu gelangen, da die Antworten sehr unterschiedlich ausfallen. Um auf die Frage nicht einzugehen, oder die Thematik zu verwässern, wird laufend ein neuer Vorwand genannt. Um diese willkürliche Beantwortung zu umgehen, oder besser einschätzen zu können, werden nun die Ursachen des Tragens eines Kopftuches in fünf Kategorien eingeteilt dargestellt.
Ursache 1: Politische Gründe – Macht
Weibliche Vertreter der Islamverbände signalisieren mit dem Tragen des Kopftuches ihre Loyalität (zu den männlichen Islamvertretern) und zeigen den Willen politisch im Namen des Islams aktiv zu werden um diesen zu verbreiten. Eine streng gläubige Muslima mit Kopftuch in dieser Position sieht sich als "gute" Muslima, und erhebt dadurch den Anspruch auf eine höhere Stellung in der Umma (islamische Gemeinschaft), die sie über alle Frauen ohne Kopftuch stellt. Aus politischen Gründen sind diese streng gläubigen Frauen oft in NGOs tätig und versuchen Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben, um diese zugunsten des Islams zu beeinflussen und ihren persönlichen Machterhalt zu sichern.
Ursache 2: Religiöse Gründe – Abgrenzung
Frauen, die sich durch das Tragen des Kopftuches von den restlichen Muslimas abgrenzen, und ihre besondere Nähe zum Islam und Mohammeds Lehren optisch zeigen wollen. Laut Koran werden Menschen nicht nur in Ungläubige und Muslime, sondern auch in "gute" und "schlechte" Muslime eingeteilt. Diese Muslimas tun dies aus Prestigegründen innerhalb der islamischen Parallelgesellschaft. Kontakte zu Ungläubigen wären hinderlich (Sure 3, Vers 28: Kein Kontakt zu Ungläubigen erlaubt).
Ursache 3: Rassistische Gründe – Fanatismus
Die besonders Abgrenzung zu den Ungläubigen wird von fanatischen Muslimas durch das Kopftuch deutlich zum Ausdruck gebracht. Auch hier wird sich auf Mohammed und den Koran berufen, welcher eine Abgrenzung und Bekehrung der Ungläubigen zur "wahren Religion" fordert, da der Islam die gesamte Welt zu beherrschen hat. Nicht-Muslime werden nicht akzeptiert und aus rassistischen Motiven heraus als Ungläubige verurteilt und diffamiert (in islamischen Ländern auch verfolgt und ermordet, Sure 9, Vers 29/30).
Ursache 4: Familiäre Gründe – Zwang
Die patriarchalen und oft frauenfeindlichen Strukturen, in welchen der Islam entstand (um diese Traditionen zu dogmatisieren), neigen dazu die Frau an der kurzen Leine zu halten und in männliche Obhut zu übergeben. Der Frau wird unzureichender Verstand und Verdorbenheit zugeschrieben. Die Verdorbenheit, den Mann zu verführen und zu sexuellen Praktiken anzuregen, welch gegen die Keuschheitsgebote von Nichtverheirateten verstoßen würden. Sure 4, Vers 34 besagt: Die Frau, welche sich diesen Geschlechterrollen und dem Willen des Mannes widersetzt soll gezüchtigt werden (psychischer Druck; meist von den Müttern und Handgreiflichkeiten; Väter oder Brüder). Sich diesem Zwang zu widersetzen kann ebenso zur sozialen Isolierung (durch Verstossung) führen.
Ursache 5: Alibi – Freiheit durch Freiheitsverzicht
Das getragene Kopftuch täuscht hier die Akzeptanz der vorgegebenen Geschlechterrollen vor. Aus der Sicht des muslimischen Mannes, gibt eine Frau, die nach diesem Motiv handelt und ein Kopftuch trägt, vor, "moralisch" und züchtig zu leben. Diese Frauen haben vergleichsweise mehr Freiheiten, da sie nicht in Verdacht stehen Unzucht zu treiben. Die "freiwillige" Unterwerfung soll hier zu mehr Freiheiten verhelfen und den Erklärungsbedarf zu reduzieren. Im Ernstfall ist das Wort des Mannes mehr wert als jenes der Frau. Sure 2, Vers 282 besagt: Das Zeugnis eines Mannes ist so viel wert, wie das von zwei Frauen. Freiwillig ist hier lediglich die Unterwerfung. Der Koran (Sure 33, Vers 59) sagt auch, verschleierte Frauen haben nicht belästigt zu werden (von Muslimen).