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Artikel Auf Familientour durch Oberfranken – hier ist für jeden Urlaubsgeschmack et

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Auf Familientour durch Oberfranken – hier ist für jeden Urlaubsgeschmack et


Familienurlaub
ist nicht immer einfach – viele unterschiedliche Interessen wollen
unter einen Hut gebracht sein, und die Erwartungen an die gemeinsam
verbrachte Familienfreizeit sind hoch. Als Urlaubsziel bietet sich
daher eine Region an, die auf verhältnismäßig kleiner Fläche eine
Vielfalt an landschaftlichen, kulturellen und gastronomischen
Highlights bietet. Die Ferienregion Oberfranken bietet hier in jeder
Hinsicht ideale Voraussetzung, allen Familienmitgliedern gerecht zu
werden . Und nicht zuletzt machen die Menschen die Atmosphäre einer
Urlaubsregion aus – die Oberfranken sind ein ausgesprochen
feierfreudiger Menschenschlag – hier macht sogar eine Samba-Königin
Station.



Mutter
will im Urlaub Kultur, Vater sitzt gern mit einer Maß im Grünen,
Sohnemann träumt von Rittern
und die Tochter geht immer nur widerwillig mit, es sei denn, es passt
zufällig alles genau – willkommen in Oberfranken. Zunächst können
die Eltern beruhigt sein: Ihr Hunger nach schöngeistigen Genüssen
wird ebenso gestillt werden wie der nach einer herrlich deftigen
Brotzeit mit Dunkelbier.


Station
eins auf der Tour zum familiären Ferienfrieden könnte daher die
Veste Coburg werden: Auch Fränkische Krone genannt, überragt die
mittelalterliche Burganlage die Stadt Coburg
im bayerischen Grenzgebiet zu Thüringen. Sie ist eine der größten
und am besten erhaltenen Burganlagen Deutschlands. Die Burg mit ihren
imposanten Befestigungsanlagen thront hoch über dem Stadtzentrum.
Fallgatter, Eisentore und ein zehn Meter hohes Eingangsportal sind
von außen zu erkennen, im Inneren verbergen sich Laufgänge und
Pechgruben. In der fast 900-jährigen Geschichte der Burg ist es
Angreifern nie gelungen, die Befestigungsanlagen zu überwinden. Die
Kunstschätze der Coburger Herzöge, die zu den bedeutendsten kunst-
und kulturgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands gehören, umfassen
unter anderem Werke Lucas Cranachs des Älteren, der sich Anfang des
16. Jahrhunderts häufiger auf der Veste Coburg aufhielt, und von
Tilman Riemenschneider. Unsere kunstsinnige Mutter wird sich also in
die Schätze der herzöglichen Gemälde- und Skulpturensammlungen
vertiefen und auch das Kupferstichkabinett (u. a. mit Werken von
Cranach und Dürer) nicht auslassen. Besonders verzaubern wird sie
die Glassammlung mit ihren rund 2700 kostbaren Gläsern, von
venezianischen Gläsern in einer der umfangreichsten Sammlungen
außerhalb Venedigs, über bemaltes und geschnittenes Glas des Barock
und des Rokoko bis hin zu Glaskunstwerken des Jugendstil und Art
Deco.


Die
Veste versetzt schon durch ihr intaktes Äußeres Besucher in eine
andere Zeit – wer aber ganz in die mittelalterliche Welt der Ritter
und Spielleute eintauchen will, kann traditionell am ersten
Wochenende im Juli auf „Zeitreise“ in der Veste Coburg gehen. Im
vergangenen Jahr wurde z. B. unter dem Motto „Feuer und Stahl“ in
den Gebrauch mittelalterlicher Waffen eingeführt. Zahlreiche Gruppen
demonstieren mit viel Geschick und Wissen unterschiedliche Fechtstile
und ließen historische Kanonen donnern. Aber auch mittelalterliche
Musik, historische Tänze und ritterliche Gelage werden mit großem
Aufwand und Spaß an der Inszenierung zum Miterleben nachgestellt.


Wer
das zweite Juliwochenende in Coburg erwischt, kann sich auf etwas
ganz anderes gefasst machen – da wirft sich die oberfränkische
Schönheit ins knappe Sambaröckchen und lässt die Hüften
schwingen: Da steigt das 19. Internationale Samba-Festival in Coburg
vom 09. - 11. Juli 2010. Seit 1992 findet hier alljährlich an drei
Tagen im Juli das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens
statt. Rund 200.000 Besucher genießen das Spektakel in der
historischen Altstadtkulisse: Brasiliens beste Tänzerinnen und
Tänzer, knallig bunte Kostüme, viel Haut und heiße Rhythmen,
treibende Trommelschläge und Tänze verwandeln die Altstadt in ein
einziges brodelndes Fest. Es wird getanzt, gesungen und gefeiert -
auf historischen Plätzen, in verwinkelten Gassen, urigen Kneipen,
Cafés und Bars. Stargast in diesem Jahr: die "Rainha do
carnaval 2010", die Königin vom Carnaval in Rio de Janeiro,
Shayene Cesario!


Bier,
Braten und Brotzeit: Deftige Zwischenstopps in der Fränkischen
Schweiz


Das
Samba-Festival dürfte in unserer Urlaubs-Musterfamilie keinen kalt
gelassen haben. Zur Beruhigung des erholungsbedürftigen
Familienvaters soll aber eines noch einmal hervorgehoben werden:
Oberfranken, und hier besonders hervorzuheben die fränkische
Schweiz, ist die Gegend mit der höchsten Brauereidichte der Welt. In
vielen Orten findet man Brauereigasthäuser mit mehreren Biersorten,
meist dunkel, wenig herb und süffig. Die Bratenküche wird
hochgehalten und vielerorts bekommt man deftige Brotzeiten.


 


Dann
wird es allmählich Zeit, dem Nachwuchs Beine zu machen: In
Oberfranken bieten sowohl das Fichtelgebirge als auch die Fränkische
Schweiz ein Paradies für Wanderer. Die zahlreichen Burgen und
sprudelnde Quellen bieten entlang der gut markierten Wanderwege
spannende Etappenziele. Auch die zahlreichen Höhlen üben großen
Reiz aus: Die Teufelshöhle bei Pottenstein beginnt mit einer
gewaltigen Felsgrotte. Dahinter beginnt die eigentliche Höhle mit
Tropfsteinen, besonders beeindruckend ist der große „Barbarossadom“,
in dem eine Dorfkirche Platz fände. Es werden etwa 45-minütigen
Führungen durchgeführt. Die Binghöhle in Streitberg ist
Deutschlands größte Galerietropfsteinhöhle (Tel. +49 (0)9196
19433).


Weitere
Attraktionen bieten Kletterparks und Hochseilgärten, z. B. der
Kletterwald Pottenstein, Tel. +49 (0)9243 998965 oder der
Hochseilgarten in Hundsdorf , Tel. +49 (0)9245 9127.


Auch
eine Fahrt mit dem historischen Dampfzug (z. B. 16 Kilometer von
Ebermannstadt nach Behringersmühle, dfs.ebermannstadt.de) oder eine
Wildwasserfahrt auf der Wiesent (Boots- und Kajakverleih an der
Stempfermühle, Thomas Mehl, Gößweinstein, Tel.: +49 (0)170
7551943) machen kleinen und größeren Kindern Spaß.


 


Auf der
Rückfahrt könnte man unsere kulturbegeisterte Mutter noch einmal in
der Kulturstadt Bayreuth aussteigen lassen. Nicht nur zur
Festspielzeit auf dem Grünen Hügel bietet die Hauptstadt
Oberfrankens mit seinen Schlössern und Museen einzigartige
Kulturgenüsse. Besonders der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth
(1709 bis 1758), der ehrgeizigen und kunstsinnigen Lieblingsschwester
Friedrichs des Großen, sind das Stadtschloss, das Neue
Eremitage-Schloss mit Sonnentempel sowie das Markgräfliche Opernhaus
zu verdanken. Für Kinder spannend sind die lebensechten
Dinosaurier-Skulpturen im Urwelt-Museum Oberfranken. Informationen
zur Erdgeschichte Oberfrankens, insbesondere zur Geschichte des
Lebens (Paläontologie), zum Gesteinsuntergrund (Geologie) sowie zu
Mineralien (Mineralogie). Durch die Ausstellungen entsteht ein Bild
der wechselvollen und spannenden Entwicklung Oberfrankens in den
letzten 500 Millionen Jahren.


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Karpenko


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