Was geschieht, wenn Kassen pleitegehen
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Massagen, luna, wo bitte?
Mir mal Deine Stellen benennen. Evtl. kann ich Dir die Probleme rausmassieren...
Und Deine Feststellungen, zu dem, was mal war, sind eben nur Feststellungen hinsichtlich einer vergangenen Epoche. Ich hatte ja gesagt, die Zeit, wo der Westen als Schaufenster gegenüber dem Osten das bessere System vorweisen wollte oder musste, waren mit dem 03.10.1990 vorbei.
Nun konnte sich der Kapitalismus mit seiner Profitgier und seinem menschenfeindlichen Wesen wieder in gewohnter Form etablieren. Und das hat er getan. Nicht mehr und nicht weniger.
Man ist zur Tagesordnung übergegangen! Demokratie und "alle Macht geht vom Volke aus" sind Vergangenheit.
Man begeht noch ein paar Ablenkungsrituale, wie die heutige "Feierstunde" zum 17.Juni 1953 im Bundestag.
Mal krampfhaft versuchen rüberzubringen, dass man doch die Besseren sind oder waren.
Aber warten wir mal ab, was passiert, wenn hier irgendwann Zehntausende auf die Straße gehen und gegen Ausbeutung, Sozialabbau, Zwei-Klassen-Gesellschaft protestieren...
Massagen
MrMalwas
auch unser Gesundheitssystem war sehr sozial aufgestellt, bis noch vor ca 15-20 Jahren. Es war ein Vorzeigesystem in der ganzen Welt. Ich kann mich noch erinnern, wie entsetzt ich war, was man in Italien (habe in den Jahren 83-84 dort gelebt)alles selber zahlen mußte. Es gab weder kompl. Zahnersatz noch Brillen auf Rezept und schon gar keine Masagen mit Heißluft. Die Heißluft konnte man sich auch auf die Sauna anrechnen lassen.
Das Erkältungsbad als auch sämtliche Cremchen gingen ebenfalls auf Rezept. Nur es gab auch Dinge wie zB. Beitragsrückzahlungen wenn man die Kasse nicht nutzte.
Heute sind wir von dem allen weit entfernt bekommen keine Sauna auf Rezept und sogar notwendige Reha´s werden aus dubbiosen Gründen abgelehnt.
Ich behaupte sogar, das bereits jede 2. Kasse "verkappt" pleite ist. Wie erwähnt könnte man das System schnell reinigen, würde man Neuerungen nur zulassen und nicht auf altes bestehen, was einfach nicht mehr Zeitgemäß ist.
luna,
man kann es drehen, wie man will. Diese Form der sogenannten "Demokratie" ist in Deutschland schon einmal an den Baum gefahren worden. Nur gab es damals noch Kräfte, welche den "Demokraten" das Laufen gelernt haben. Die Kommunisten und die Nationalsozialisten. Nur sind beide keine ernstzunehmende Alternative für die Gegenwart. Zumindest nicht in der Form und mit den Programmen, mit denen sie vor 1933 aufgetreten sind. Und den Praktiken, welche die Nazis nach dem Machtantritt der Welt präsentiert haben. Mit den schlimmen Folgen für Europa und Deutschland.
Die Ex-DDR war ein Versuch, einen anderen Weg zu gehen. Zumindest nach dem Tod Stalins. Dieser Versuch ist gescheitert. Nicht zuletzt daran, dass "Die andere Seite" als Schaufenster des Westens kräftig nachgeholfen hat.
Nun ist dieses Schaufenster nicht mehr erforderlich und die derzeit Regierenden haben nicht begriffen, dass das "Zur-Tagesordnung-Übergehen" auch nur solange funktioniert, wie man das Volk durch Stillhalte-Futter einigermaßen ruhig halten und noch im bestimmten Umfang für dumm verkaufen kann.
Und darauf zu hoffen, das Lobbyisten etwas begreifen, ist wie in die Nordsee pinkeln und zu glauben, dass dadurch mehr Wasser wird.
Das DDR-Gesundheitswesen war sozialer ausgerichtet, als das, was wir jetzt erleben. Weil nicht auf Profit ausgerichtet! Und daran zweifeln kann nur, wer es nicht miterlebt hat, ideologisch auf Regenbogenpresse-Niveau liegt oder eben nur halsstarrig auf einer von Oben vorgegebenen Meinung beharrt.
Nüchtern,aus Sichtweise des Normalos war das DDR Gesundheitssystems das Bessere.Kein Leistungserbringer hatte ein Intresse unnötige Untersuchungen, Behandlungen
oder wirkungslose Medikamente zu verordnen. Finanziell hätte es ihm nichts gebracht. Unser jetziges System genau das Gegenteil. Es wird verordnet,überflüssige Operationen,Doppel und Dreifach Untersuchungen.Eigenverantwortung der Versicherten Null,da kann man nach Herzenzlust abkassieren,kein GK Versicherter sieht jemals eine Rechnung.die Leistungserbringer sie generieren sich selber immer neue Arbeitsplätze,wer es bezahlt ist ihnen im Grunde scheissegal.
Lunachen kann man da zustimmen,wer s komfortabler haben will, kann ja ne Zusatzversicherung abschliessen.
Mrmalwas
auch der letzte Lobbyist wird erkennen das was fehlläuft wenn immer wieder Milliarden Defizite in unserem Gesundheitssystem gemacht werden, ohne so wirklich zu wissen warum. Auch die beste Kasse taugt nichts mehr wenn sie pleite ist.
unilettore
auf den Marxismus kann ich auch verzichten. Dann nehme ich lieber den Weg ins Ausland den MrMalwas vorschlägt.
Es gibt nur einen Weg, der zivile Ungehorsam! Wir Deutsche haben uns schon viel zu lange, beziehungsweise immer auf die sogenannten "VOLKSVERTRETER?????" verlassen!
Es kann doch nicht angehen das nach wie vor, Kapitalisten und Lobbyisten in einer "DEMOKRATIE?????", wie die Unsere das Sagen haben!Was müssen wir Alle noch ertragen, bevor auch der Letzte es kapiert hat! Nach dem gescheiterten Sozialismus-Ost und dem Kapitalismus-West, sowie dem jetzigen gesamtdeutschen Gesellschafts-Experiment muß jetzt die nächste Stufe kommen...der Kommunismus,natürlich nur in der Urform von Marx und Engels! Der Verwirklichung ansich steht nur der Mensch sich selbst im Wege. Das Urproblem der Menschen ist nach wie vor Neid/Mißgunst/Reichtum der Einen und Armut der Anderen und vor Allem Raffgier,was uns das menschliche Zusammenleben erschwert!
hallo luna,
ich weiß nur, dass uns der Kapitalismus, mit Ausnahme weniger Jahre (etwa von 1990 bis 1997/8) nach der sogenannten Wende nichts Gutes gebracht hat.
Der Wohlstand hat sich auf ein paar Wenige konzentriert, Millionen haben die Zone wegen mangelnder Arbeitsplätze und Perspektivlosigkeit verlassen. Der soziale Abbau hat inzwischen auch den Westen erreicht.
Die Bildung ist restlos im Keller. Unsere Straßen sehen, bis auf wenige Ausnahmen, wieder aus wie zu DDR-Zeiten.
Die Behörden-Bonzokratie hat sich verselbständigt, ohne das man in irgendener Form gegen diese Diktatur ankommt.
Der Bürger ist Melkkuh geworden, und zwar auf allen Gebieten.
Umfassende Gesundheitsvorsorge können sich mehr und mehr nur die leisten, die es sich leisten können.
Die soziale Sicherheit ist im Keller.
Die staatliche Überwachung/Zensur hat fast wieder das Niveau einer Diktatur erreicht. Politische Korrektheit-früher "Klassenstandpunkt"- bestimmen die Meinungsbildung und -äußerung. Und darüber wird akribisch gewacht!
Das werden wir über kurz oder lang auch in desem Forum zu spüren bekommen. Denn Protest ist in diesem Land suspekt, zumal "wenn er die Massen ergreift".
Der einzige Vorteil gegenüber dem vergangenen Sozialismus: Man kann das Land verlassen und woanders sein Glück versuchen. Und millionen Hochqualifizierte machen davon Gebrauch!
Da gehen doch die Lobbyisten auf die Barrikaden. Und da die inzwischen über der Regierung stehen, brauchen wir ohne einen grundlegenden Systemwechsel auf keine Wunder zu hoffen.
Die Legislative als Vertreter des Souveräns muss in diesem Land wieder das Sagen bekommen. Egal wie. Nur dann kann und wird sich etwas ändern...
MrMalwas
ja es sollte zwischen Kapitalismus und Sozialismus noch etwas geben was uns gut tut. Nur was und wie?
Das Rezept wäre so einfach.
Eine gesetzliche Kasse, dadurch nur einen Verwaltungskopf der sowieso jeder Kasse 30% der Einnahmen kostet. Eine Kasse (verstaatlicht) wie in F und I wo ALLE einzahlen auch ALLE Selbstständigen. Das wäre mit einer Kopfpauschale für alle Mitglieder sehr günstig, und Selbstständige können sich zusätzlich privat versichern.
Genau so ist es, wenn die Menschen endlich mal richtig darüber nachdenken würden,dann wüßten sie das der Kapitalismus nicht die letzte Evolutionsstufe der Menschheit sein muß!
vor Jahren gings auch mit 3-4 Kassen. Die Öffnung des Marktes hat doch erst das Ende eingeläutet. Deutschland braucht keine 178 Kassen. bzw. 177....
Das System ist am Ende. Was sich vor 20 Jahren, als die Ex-DDR den Bach hinunterging, großkotzig und besser-(wessi)-wisserisch als "Das bessere und stabilere System" hinstellte, steht nun selbst vor dem wirtschaftlichen und damit politischen Zusammenbruch.
Es werden, wie auf Deutschlands Straßen, nur noch Löcher geflickt und Risse gekittet.
Faulender, sterbender und parasitärer Kapitalismus!
Man sollte den Tatsachen so langsam in´s Auge sehen.
Wer es "besser" weiß, und es wird welche in diesem Kreis geben, sollte mir den Beweis für das Überleben dieses maroden Systems bitte nicht schuldig bleiben!
Es bleibt nur zu hoffen,das dem Kollaps keine Krieg folgt, wie das in den vergangenen Jahrhunderten der Fall gewesen ist.
Ich denke es ist schon alles aus dem Ruder gelaufen und der "Zusammenbruch" des Systems wird nur verzögert
"Systemrelevante Kassen", warum war ich wenig erstaunt es zu lesen? Eine Frage stellt sich mir: Hat das Ganze System oder ist alles aus dem Ruder gelaufen?