Neubeginn der Beziehungen
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Jahre Geschichte, die durch Vorurteile, Hass und Leid geprägt war. Aus dem September Kirchenboten
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Kommentare zu Neubeginn der Beziehungen
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Das Neue Testament ist ein jüdisches Buch, deshalb ist es an der Zeit, sich der jüdischen Wurzeln zu besinnen. Das Neue Testament wurde von Juden, und zunächst für Juden geschrieben, handelt es doch überwiegend von Juden, richtet sich aber auch an Nichtjuden. Das Neue Testament wäre ohne das Alte Testament garnicht entstanden. Zwar ist es durchaus vertretbar, ein jüdisches Buch um der leichteren Zugänglichkeit willen einer nicht-jüdischen Leserschaft anzupassen, doch sollte das nicht auf Kosten des dem Text zugrundeliegenden jüdischen Denkens geschehen. Das Neue Testament zeugt zunächst einmal davon, das es ein Buch unter dem Titel ist: "Juden für Jesus"! Jesus war ein Jude. Jesus ist noch immer Jude, und die Schrift macht an keiner Stelle auch nur eine Andeutung, daß er nicht mehr Jude wäre. Seine zwölf Talmidim (Junger), waren Juden. Es waren Juden, die Nicht-Juden das Evangelium brachten - nicht andersherum.
Es gibt Menschen, die die christlichen Kirchen als Sekten bezeichnen?
Die Tinitätslehre oder das angesprochen Dogma hierzu, sind menschliche Konstruktionen, gab es auch schon vorher, in sogen. "heidnischen Religionen".
Nehmen wir einmal auch als Beispiel das Dogma von der reine Jungfrau Maria. Die syrische orthodxe Kirche sieht das so:
daß die heilige Maria, die Jungfrau, von ihrem Vater Joachim und ihrer Mutter Anna in der Erbsünde geboren wurde. ·
Dann wurde sie gereinigt durch das Herabkommen des Heiligen Geistes auf sie.
Das Wort Gottes wohnte in ihrem Leibe und wurde von ihr geboren.
Deshalb ist sie die Mutter Gottes" (Theotokos).
Anka und Wolfgang Bastian
Orthodoxe Katholische Gemeinde-CVLMI e.V.
Lauterbach/Bregana
Jurisdiktion: Msgr. Bischof +Karel van Osch
@stefandietrich
Haben die evangelischen Christen nicht das Dogma der Trinität in der Form des Glaubensbekenntnisses des 2. ökumenischen Konzils von Konstantinopel 381 n.Chr. anerkannt und so die Grundlage der Christen, die an den einen, dreieinigen Gott glauben, beibehalten? Es mag sein, daß Dogmen diskutiert werden, aber ich glaube nicht, daß die evangelischen Christen so weit gehen können, die Trinitätslehre zu negieren - sie wissen, daß sie dann nicht nur keine ev. Christen mehr wären.
Es gibt also zumindest ein ehernes Dogma der ev. Kirche.
Grundsätzlich gilt für alle christlichen Kirchen: Es muß einen Mechanismus geben, der festlegt, was zu glauben ist, damit klar ist, wer dazu gehört, damit klar ist, wer ein Renegat ist, wer also ausgestoßen gehört.
@stefdietrich
Lieber Stefan, auch Dich bitte ich, nicht davon auszugehen, daß es meine Absicht ist, Dir Deinen Glauben madig machen zu wollen.
Du schreibst: "Zum Begriff Dogma: Dogmen gibt es so nur in der röm.-kath. Kirche, die unwiderruflich festgesetzt sind. In der evangelischen Kirche wird in der Dogmatik lebendig diskutiert und reformiert."
Gibt es nicht auch Dogmen in der griechisch-orthodoxen Kirche, oder bei den arianisch ausgerichteten christlichen Kirchen?
In der evangelischen Kirche wird zwar diskutiert. Es wird nicht beliebig diskutiert. Die höchste Autorität ist nicht der Papst sondern die Offenbarung Gottes, die Bibel. Aber wie ist es, wenn eine Synode etwas beschlossen hat und dieses nach außen vertritt? Das ein Dogma.
Zunächst zu "DOGMA":
Ich schrieb:
"Die Trinität ist ein Dogma und beruhigt den Gläubigen, denn er weiß jetzt nach 381? was er, um selig zu sein, glauben muß."
Mir scheint, daß für Dich, Bernd, der Begriff des Dogma unproblematisch ist. Jedenfalls äußerst Du Dich nicht zu der Feststellung, daß die Trinitätslehre ein Dogma ist. Du gehst gleich zum Inhalt diese Dogmas über. Ok, aber das soll später kommen.
Ja.
Völlig richtig. Das habe ich gemeint. Das Christentum muss sich seiner Wurzeln bewusst sein. Man kann das Christentum nicht verstehen, ohne das Judentum zu kennen, weil das Urchristentum eine jüdische Messiasbewegung war. Dass das NT das AT abgelöst hat, wurde leider lang genug vertreten, ist aber in der Wirkung fatal (auch im Bezug auf das Judentum, aber auch im Bezug auf das Gottesbild, usw.). Es gibt tatsächlich auch Pfarrer, die am Schluss einer Predigt immer wieder die 'christologische Kurve' beschreiten müssen - auch dann, wenn sie einen Text aus dem AT auslegen. Das ist sehr schade. AT und NT bilden eine Einheit. Beide Teile der Bibel sind nicht zu gewichten, sondern als Einheit in der Vielfalt zu vertreten.
Ich hoffe, dass ich mich nun unmissverständlich ausgdrückt habe.
@stefandietrich
Zitat: "Dennoch ist das Christentum eine eigenständige Religion mit vielen Stärken.".
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Wirklich?
Wenn Sie das so vehement behaupten, dann vertreten Sie eigentlich die so genannte "Ersatztheologie", die davon ausgeht, dass das so genannte NT das so genannte AT abgelöst hat.
Habe ich Sie falsch verstanden?
Wenn sie aber davon ausgehen, dass das Christentum sich immer seines Ursprungs in der Synagoge bewusst sein sollte und diese Verbindungen aufrecht erhalten muss, dann sind wir uns einig.
Martin Luther hat 1543 über seine vollständige Bibelübersetzung geschrieben: "Die ganze und vollständige heilige Schrift" - also AT und NT zusammen gesehen.
Aber das wissen Sie ja....
Wenn sie das negieren würden, müssten Sie Petrus, Jakobus und Johannes ausschließen...
Warum sind wir so kleingläubig, wenn wir doch Gott sonst alles Gute und Schöpferische zutrauen?
Und weiter heißt es, dass Jesus Christus das Alpha und Omega der Schöpfung ist - der Anfang und das Ende.
Und Jesus Christus war von Anfang an in Gott (Bibel): Problem, was die Trinitätslehre betrifft?
Das heißt doch - vom Glauben her erfasst - dass Jesus Christus mit Gott eins ist und immer war - von der Ewigkeit her (Historisch-Kritische Exegese hin oder her).
Wenn Jesus Christus nach seiner Auferstehung den Jüngern im Johannes-Evangelium sagt, dass er ihnen seine Frieden lässt und seinen schenkt und hinzufügt, dass der Tröster kommt, dann ist damit der Heilige Geist gemeint, der in Jerusalem (44 n. Chr.) alle Gläubigen erfasst hat.
Gott begegnet uns als Herrscher der Welt und Schützer Israels, und als Mensch, wenn er in Jesus Christus unser Elend annimmt und am Kreuz durchleidet und als Heiliger Geist, der uns bis zur Auferstehung begleitet.
Das ist Trinität - halbwegs erklärt.
Hier die Bibelstelle, die du sicher kennst - aber auch für die Leser; Johannes 1,1 ff::
Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott.
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Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort...
Was für ein gewaltiger Satz:
Wenn wir überhaupt einen Ansatz finden können, um dies zu begreifen, dann müssen wir davon ausgehen, dass Gott, das Wort und die Gemeinschaft Gottes mit eben diesem Wort eine Einheit bilden.
Anders ist das nicht zu verstehen.
Warum sollte also Gott nicht alleine (!) durch sein Wort Leben geschaffen haben - also ganz simpel gesagt, die Evolution in Gang gesetzt haben?
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Gott durch sein Wort alles (!) in Gang gesetzt hat - den Lauf der Gestirne ebenso wie die Jungfrauengeburt und die Auferstehung von den Toten.
Wenn Gott Gestirne in Gang setzen kann, warum dann nicht die Auferstehung von den Toten?
Vorletzter Nachtrag:
Die Schwäche der christlichen Theologie liegt also in ihrer (exegetischen) Angreifbarkeit - weniger in der hermeneutischen, weil diese den Verkündigungscharakter in den Vordergrund stellt und auf persönliche Glaubensbeziehung begründet ist.
Mein vorläufiges Fazit als Christ:
Man muss herausstellen (nicht sollte - das ist zu schwach), wie in den vielen Predigten des Pietismus als Antwort auf die eingeschlafenen und gesättigten Gnesio-Lutheraner des 17. Jahrhunderts - dass die persönliche Beziehung zu dem biblischen Gott in dem Menschen Jesus Christus und im Heiligen Geist Erlösung bringt.
Nicht nur, weil es einfach sein könnte für manche Schäfchen - sondern weil es Nahrung ist für den Geist, wie in Johannes 1,1 ff.:
...Darauf gehe ich im letzten Absatz ein...
Mein Nachtrag an dich, lieber IKIVNEWS,
in der islamischen Apologetenszene gibt es eine weit verbreitete irrige Ansicht, obwohl sie selbst keinen eigenen Jota zur islamischen Apologetik beigetragen haben:
Sie argumentieren, dass die christliche "historisch-kritische Exegese" der Evangelien ihnen (!) Recht gebe, wenn sie sagen: "Die christlichen Theologen exegetisieren um die Wahrheit und die Evangelien herum, weil sie nicht wissen, was die Wahrheit ist".
Darin liegt das Hauptproblem: Ich habe als Theologe selbst mit der "Historisch-kritischen Exegese" zu tun gehabt und weiß, dass diese Form der Bibelwissenschaft etliche Risiken beinhaltet - z.B. die der Angreifbarkeit seitens der Biblizisten und Muslime.
Die Stärke der Muslime und ihrer juristischen Interpreten liegt aber darin, dass sie die "Historisch-Kritische Exegese" als Sekundär-Beweismaterial benutzen - so nach dem Motto: "die Christen widersprechen sich selbst.
Lieber IVIKNEWS,
Zitat: Lieber Bernd, gehe bitte nicht davon aus, dass es meine Absicht ist, Dir Deinen Glauben madig machen zu wollen.
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Das habe ich nie angenommen und ich rechne es dir sehr hoch an, dass wir über diese theologischen Fragen in einen sachlichen Dialog treten können - auch dank deiner menschlichen Reife, die ich aus deinen Bemerkungen heraushöre.
Dennoch möchte ich noch einmal zu dem Begriff "Dogma" zurückkommen, den du dankenswerterweise aufgegriffen hast.
Wenn ich das Johannesevangelium 1,1 ff versuche, nicht nur geistlich sondern auch "logisch" zu durchdringen, wenn das überhaupt möglich ist, dann ergibt sich für mich eine christlich-jüdische Wahrheit, die schon von der Genesis her begründet ist.
Gott kann allein (!) durch sein Wort (physikalisches) Leben wecken.
Er schafft aus "Nichts" Leben und lässt Tote auferstehen, so wie er durch die unbefleckte Maria Leben in diese Welt kommen lässt - den Heiland.
...Nachtrag kommt....
IVEKNEWS: Ich begrüsse Deine Haltung Israel gegenüber. Aber leider sind Deine Meinungen über das Christentum von Vorurteilen und Klischees geprägt. Das ist schade.
Dass das Christentum seine Wurzeln im Judentum hat, dass Jesus Christus ein Jude war - wie die 'Urchristen' ebenfalls - ist unbestritten. Dennoch ist das Christentum eine eigenständige Religion mit vielen Stärken.
Die Diskussion zur Trinität finde ich ziemlich fragwürdig. Trinität ist weder Beruhigung noch eine Spaltung Gottes.
Zum Begriff Dogma: Dogmen gibt es so nur in der röm.-kath. Kirche, die unwiderruflich festgesetzt sind. In der evangelischen Kirche wird in der Dogmatik lebendig diskutiert und reformiert. Z.B.: Was ist Trinität? Woher kommt das Böse? Wer war Jesus Christus? Lebendiger Wandel!
Und etwas Letztes: Warum kritisiert jemand, der ausgetreten ist, die evangelische Kirche? Viel wichtiger wäre es, die Kirche von innen her zu reformieren und nicht gleich das Handtuch zu werfen. Das ist einfach nur bequem!
Vor einigen Jahrzehnten bin ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten.
"Wir Christen sollten nie vergessen, dass wir aus der Synagoge kommen." Das gefällt, es hört sich gut an, und ist auch nötig, um Geminsamkeit gegen die Bedrohung zu finden.
Aber das Kommen hat immer auch das Verlassen in sich.
Der Gott Israels war nie ein dreieiniger; Jesus, der vor der Zeit geboren wurde, war keine Hyposthase des Schöpfergottes der Juden.
Die Trinität ist ein Dogma und beruhigt den Gläubigen, denn er weiß jetzt nach 381? was er, um selig zu sein, glauben muß.
Lieber Bernd, gehe bitte nicht davon aus, daß es meine Absicht ist, Dir Deinen Glauben madig machen zu wollen.
Paulus hat im Römerbrief (11,18) gesagt: gesagt: "Nicht du (Christliche Gemeinde) trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.
Ein christlicher Theologe hat einmal gesagt: "Wir Christen sollten nie vergessen, dass wir aus der Synagoge kommen."
Dieser Ausspruch ist für mich die Basis meines Glaubens.
Vielleicht treffen wir uns da ...
@Iviknews
Der Gott der Christen ist nicht geteilt.
Der eine Gott wird nicht - wie immer wieder fälschlich angenommen - in drei Einzelpersonen aufgesplittet, sondern existiert in drei Wesenheiten, in denen sich der eine Gott manifestiert - als Weltenschöpfer, in Jesus Christus und im Geist.
Ich weiß, dass die Trinitätslehre nicht jedem "schmeckt", aber ich habe überhaupt keine Probleme damit, im JHWH der ganzen (!) Bibel diese Weseneinheit zu erkennen.
Da unterscheiden wir uns - aber ich kann mit diesem Unterschied sehr gut leben, und du wahrscheinlich auch.
Mögen beide zum Gott der Bibel beten - der Gott der Juden ist aber ein ungeteilter.
Entschuldigung - ich meinte, ja -sie beten zum selben Gott. Zum Gott der Bibel.
Juden und Christen beten nicht zum selben Gott wie die Muslime. So muss es heißen.
Ich auch.
Ich bezweifle, daß Juden und Christen zum selben Gott beten.