3.933

Rösler verteidigt Erhöhung der Ärztehonorare

x 15
 
 
Kein Bild verfügbar
 
  •  

    x 0
  •  

    x 0
  •  

    x 7
  •  

    x 2
  •  

    x 6

    Beitrag melden

    Eingestellt von
    Demokrat
    am 25.10.10in Politik via abendzeitung.de

    Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP) hat die Gesundheitsreform und die damit einhergehende Erhöhung der Ärztehonorare verteidigt. Er sagte im ARD-«Morgenmagazin»: «Wenn wir alle älter werden, müssen wir auch zum Arzt gehen, damit wir gesünder bleiben. Und dafür braucht es Geld.»

    Auf abendzeitung.de weiterlesen

    23 Kommentare

    Kommentare zu Rösler verteidigt Erhöhung der Ärztehonorare

     

    SosoSosoam 27.10.10via Abendzeitung


    @Demokrat, ich würde an Ihrer Stelle mich um eine Posten bei der Politik CDU/FDP bemühen. Bei Ihren guten Vorschlägen komen mir die Tränen. Willkommen dann im Merkel/Westerwellegetriebe.

    frankundfreifrankundfreiam 25.10.10via Abendzeitung


    bald hilft nur noch gesund beten. den rösslers bubi rauchten die pillendreher in der pfeife, dabei ist er doch selber eine.

    lunapiena41lunapiena41am 25.10.10


    Also Honnylein, ich muß dir widersprechen. Ich würde mich nicht von Dübelchen im KH spazieren fahren lassen. So einer bringt es fertig und knallt dich mit dem Bett oder dem Rollstuhl schnurstracks an die Wand....und das vielleicht kurz nach einer OP.

    HonnyleinHonnyleinam 25.10.10


    Na ja , Herr Zero ich war zum erstenmal wirklich ernsthaft erkrankt. In der Uni Klinik Lübeck. Was mir da als erstens aufgefallen ist an Einsparmöglichkeiten? Da fahren muskelbepackte Feuerwehrleute,sicherlich auch gut ausgebildet (verbeamtet?)und auch entsprechend gut bezahlt, Patienten von der einen Untersuchungsstation zur Anderen. Eigentlich eine Aufgabe,die man eigentlich Leuten wir Herrn Dübel durchaus zumuten könnte. Ja mein Bild von den Ärzten ,es hat sich relavietiert.Die Damen und Herren,sie stehen tatsächlich meistens unter Stress. Wobei ich aber trotzdem meine, Kassenärzte da gibt es zu viele,ein grosser Anteil hat nur die Kohle im Auge(meine Frau privatversichert,sie kennt sich da mit jahrelangen Falschbehandlungen aus). Wobei mir auch noch einfällt, Tante Hilde auf dem Lande lebend,sie fährt doch gerne mal am Wochenende gerne mal so 40,50 km in ein bestimmtes Lokal um dort Schwarzwälder Kirsch und Mokka zu geniessen. Wenn sie dann aber mal 15-20 km zum nächsten Arzt fahren muss,ist Weltuntergang angesagt . Die lebe gute alte DDR. Da ist dann die die Gemeindeschwester mit ihrem Trabbi losgedüst,hat den Puls gefühlt, Blutzucker und Blutdruck gemessen ,Urin und Blutproben mitgenommen,Trost gespendet. Die Werte sie wurden dann einem Arzt übermittelt,der dann weiter entschieden hat. Na,ja das war sozialistisch,deswegen hat es ja ja auch nicht getaugt,weil mit sowas natürlich nicht die dicke Kohle zu machen ist.

    karlweberkarlweberam 25.10.10


    Wieder einmal Röslers Geschwätz von den Älteren, deren Arztbesuche Geld kosten. Natürlich, aber auch nicht mehr als diejenigen, die sich beim Joggen oder beim Bodybuilding kräftig verrenkt haben. Viel Geld kosten Ältere erst in ihren letzten Lebenswochen. Aber auch das rechtfertigt eine Krankenkassenreform nicht, die sich vor allem darauf beschränkt, permanent die Beiträge zu erhöhen. Das ist zu primitiv. Ob Ältere durch häufige Arztbesuche gesund bleiben oder gesünder werden, kann im übrigen durchaus bestritten werden. Was die alte Leier vom angeblich kostenspieligen medizinischen Fortschritt angeht (eine Dauerfloskel der Kanzlerin): Dieser Fortschritt spart auch Kosten. Und kann auch gegenüber herkömmlichen Methoden lebensrettend sein. Falls dies bei unseren "Gesundheitspolitikern " und kurpfuschenden "Reformern" noch erwünscht ist.

    zero1000zero1000am 25.10.10


    Honnylein - wieder auferstanden? Freu mich, Dich zu lesen. Mit dem Faust hast Du Goethe aber eine Formulierung gegeben die er so nicht vorgesehen hatte, als er den 2. Kundschafter sagen ließ: Und auf vorgeschriebnen Bahnen Zieht die Menge durch die Flur; Den entrollten Lügenfahnen Folgen alle. – Schafsnatur!

    zero1000zero1000am 25.10.10


    Demokrat - der EMS-A wie auch der EMS-CH sind alles andere als aufgebohrte Intelligenztests. Da geht es in Bio wie auch in Chemie etc. recht gut zur Sache. Wer zB in Stöchiomtrie Defizite hatte - ich habe das im Studium gehasst wie die Pest - Diplomprüfung - Schwerpunkt Stöchiometrie - ich könnte den Prof. heute noch würgen - der hat schlechte Karten. In Bio reicht es nicht, Mendeln zu können, das darf man nicht abgewählt haben zugunsten von Englisch o.a. Ich gebe Dir ja Recht - was in Kliniken passiert, ist teilweise unter aller Kritik. Hier ist Personalbedarf en gros. Nur kann das Rösler kaum ändern. Und hier sind wir beim Grundproblem! Unsere Gesundheitsminister sind Reformminister, jedes Mal in Neuauflage. Das Ministerium müsste Ministerium für Dauerreform heißen. Egal wer drankommt, er wird auf die alte eine neue Reform setzen - wobei Reform schon der richtige Begriff ist - re=zurück und formatio: Gestaltung, ggf. Wiederherstellung. Unser Gesundheitssystem ist nicht zu reformieren, es ist wie bei der versuchten Kernsanierung eines alten Gebäudes - meist hilft nur noch Abreißen und Neubauen. Dazu habe ich schon einiges gesagt.

    HonnyleinHonnyleinam 25.10.10


    Das Problem bei den Ärzten scheint wohl darin zu bestehen,man kennt immer noch einen Kollegen,so wie bei den Bänkern,es gibt immer noch einen der mehr verdient als,wie man selbst. Da ist der der Neidkomplex der immer dem Prekaritat unterstellt wird,nicht allzu weit. Ärzte, ständig steigt ihre Anzahl wir haben sie im Übermass,sie sind nur nicht richtig verteilt.Ausserdem als Arzt ist es ein leichtes sich die Kundschaft neu zu generieren.. Kassenärzte sie siedeln sich dort an,wo mit einem vermehrten Auftreten von Privatpatienten zurechnen ist und somit auch die Kasse besser klingelt. Her Herr von der Mafia er bedient natürlich gerne das Vorurteil,es gibt so wenig davon und sind generell unterbezahlt. Wie heisst es da so schön im Faust? Und auf vorgeschriebenen Bahnen zieht die Menge durch die Flur den entrollten Lügenfahnen folgen alle Schafe der Natur Blök, Blök.

    DemokratDemokratam 25.10.10via Abendzeitung


    Achja, die Diskussion um den NC war so lange müßig, wie wir trotzdem genug Ärzte hatten, das wird sich in den nächsten Jahren dramatisch ändern, bzw. hat sich schon dramatisch geändert. Und dass das System seine eigenen Auswahlkriterien selbst ad absurdum führt, beweist sich z.B. bei den Stichworten Einklagen bzw. Losverfahren.

    DemokratDemokratam 25.10.10via Abendzeitung


    @ zero1000. Zunächst einmal finde ich gut, dass Sie wenigstens auf sachlicher Ebene argumentieren, das ist in diesem Forum leider nicht der Regelfall. Zum Thema: Natürlich operiert ein Chirurg nicht besser, wenn er mehr Geld bekommt, soll er auch nicht, man sollte dieses Geld nehmen, und ihm einen Kollegen mehr damit bezahlen. Kennen Sie die Studie dieses Sonderhefts des Spiegel, wie viele Minuten ein Arzt in Deutschland durchschnittlich auf der Visite bei einem Patienten verbringt? 3,14 Minuten, das ist ein Drittel von dem vergleichbaren Wert der 80er Jahre. Oder versetzen Sie sich in die Lage eines Assitenzarztes. Die arbeiten von 7 bis 8 Uhr abends, weil sie so viele Patienten zu betreuen haben. Nebenher müssen sie aber auch noch lernen und forschen, um ihren Facharzt zu machen. Irgendwann will man ja auch noch leben oder sehe ich das falsch? Was den Test in Österreich anbelangt, sehen Sie das falsch: Dort werden allgemeine Dinge abgefragt, so z.B. räumliches Denken, Gedächtnisaufgaben, Konzentrationsaufgaben etc.

    zero1000zero1000am 25.10.10


    Wann schafft es webnews eigentlich, Formatierungen zuzulassen. Die Texte sind ja grausam zu lesen.

    zero1000zero1000am 25.10.10


    5. Ich teile die Auffassung nicht, dass es nur noch wenig ambitionierte Ärzte oder gute gibt. Sie sind in der Überzahl. Nur ist vielen Ärzten gemeinsam: Sie führen ihre Praxen nicht nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, sie sind lieber in München als in Pähl.

    zero1000zero1000am 25.10.10


    Demokrat - 1. die Zulasungsbeschränkungen sind nicht grundgesetzwidrig. Siehe hierzu auch Bundesverfassungsgericht vom 18. Juli 1972 (BVerfGE 33, 303), sog.Numerus Clausus Urteil. 2. Es ist nicht sinnhaltig, Extremfälle zu verallgemeinern. Sicher gibt es Engpässe in Kliniken, sicher gibt es hier viele Gründe für Verbesserungen. Das ist aber keine Frage der Bezahlung. Um in Deiner Argumentation gegenüber silberruecken zu bleiben: Ein Chirurg, der €1000,00 mehr bekommt, operiert besser, als wenn er sie nicht hätte; seine Überlastung durch 80Std. die Woche wird reduziert durch €1000,00 mehr??!! 3. Die Argumentation, dass auch der ein guter Augenarzt werden kann (oder Gesundheitsminister), der in der Analysis den isolierten Punkt nie berechnen konnte, mag stimmen. Nur ist diese Diskussion müßig und wird geführt, seit dem Tag, als der NC eingeführt wurde. Und soviele "Blut-Nicht-Sehen-Könnende" gibt es wohl nicht. 4. Auswahlkriterien sind ganz einfach notwenig. Es hat sich herausgestellt, dass der Notenschnitt im Abi schon eine Aussagekraft hat. Der ASTA hat 2009 ermittelt, dass Einserabiturienten das Studium besser und vor allem abschließen, als schlechtere. Ob Austria hier beispielgebend ist, lasse ich dahin gestellt sein. Es werden sog. medizinrelevante Fächer geprüft: Biologie, Chemie, Physik und Mathematik und seit neuestem auch, von Belgien übernommen, Sozialkompetenz (Uni Graz). Dann fang mal an, Analysis zu wiederholen oder den Fresnel´schen Spiegelversuch. Ähnliches gibt es auch in der Schweiz. EMS-Austria, EMS-CH. Böse Zungen, bersonders der - auch erfolgreichen - Absolventen - halten es für einen verschlechterten NC. Der Vorteil - man kann ihn öfter wiederholen.

    UnfairUnfairam 25.10.10via Abendzeitung


    Der Druck der von Hausärzten auf die Krankenkassen gemacht wird, wird von Rösler noch unterstützt. Mit seiner Bemerkung: Wenn wir alle älter werden, müssen wir auch zum Arzt gehen - liegt er meiner Meinung nach falsch. Es wird so getan, als wenn junge Leute die Krankenkassen nicht in Anspruch nehmen. Kein Mensch geht erst im Alter zum Arzt um gesünder zu bleiben. Die Angebote für Wellnesskuren, Bonusprogramme u. Urlaubsanwendungen über Kassen werden überwiegend von junge Leute angenommen. Das kostet massiv viel Geld. Man tut so, als wenn die Krankenkassen nur für alte Leute aufkommen müsste. Das Gesundheitssystem bekommt eine sehr starke Schieflage durch Rösler.

    PhantaduPhantaduam 25.10.10


    Aber von Berufung kann man sehr wohl satt werden. Es gibt sehr wohl ambitionierte Ärzte, die auch davon leben können. Leider sind die selten geworden.

    ArbeitnehmerArbeitnehmeram 25.10.10via Abendzeitung


    Irgendwie höre ich nur immer "Erhöhungen". Mein Gehalt ging seit zwei Jahren nicht nach oben.

    Ein MünchnerEin Münchneram 25.10.10via Abendzeitung


    Nach meinem Eindruck haben wir genug Ärzte oder eher zu viele. Es mangelt aber an wirklich guten. Das mußte ich in den letzten beiden Jahren erfahren. Das Kernproblem liegt aber nicht bei den Ärzten. Es liegt in der Art und Weise, wie das Geld im Gesundheitssystem verteilt wird. Es wird viel zu viel bezahlt für Leistungen, die nicht nötig sind oder nur notwendig wurden, weil davor Pfusch gebaut wurde. Wenn die Leistungen einmal richtig bezahlt würden und nicht zweimal knausrig, ginge es allen besser. Vor allem den Patienten!

    DemokratDemokratam 25.10.10via Abendzeitung


    @ den Rest: Das Auswahlverfahren ist insofern grundgesetzwidrig, als in selbigem das Verwirklichungsrecht als Grundrecht steht, d.h. jeder kann das studieren, was er will. Dies ist im Falle Medizin nicht möglich, wenn man sich mit einem Abitur von über 3,0 bewirbt. Da bleibt dann nur der Weg ins Ausland, wenn sich das die Eltern nicht leisten können, ist der Traum recht früh ausgeträumt. @zero1000 Wir haben genug Ärzte, das ist ja hochinteressant. Wie würden Sie das sehen, wenn Sie als Assistenzarzt die Wochenendvisite am Samstag machen und dort dann zwei Stationen á 45 Patienten zu sehen haben? Wünschen Sie sich da nicht wenigstens einen Kollegen, der dann die zweite Station macht? Oder wenn in der Ambulanz die Leute teilweise 3 Stunden auf einen Asssistenzarzt warten und dann noch einmal 2 auf den Oberarzt? @ Phantadu: Mag sein, dass die Berufung viel zählt, aber von der kann man nicht herunterbeißen. @ Silberruecken: Wenn ich in der Schule in Analysis über die Kurvendiskussion nie hinauskam, kann ich trotzdem ein guter Augenarzt werden. Und ich muss nicht 15 Punkte bei der Interpretation eines romantischen Gedichts haben, um ein sehr guter Chirurg zu werden. Des Weiteren brauche ich auch keine Fremdsprachen, um in meinem Landkreis trotzdem ein vertrauenswürdiger und kompetenter Hausarzt zu werden. Was man bräuchte, wären fachspezifische Auswahlverfahren, wie es z.B. Österreich vormacht. Wie viele Einser-Abiturienten gibt es wohl, die Medizin studieren, "weil man das halt macht, wenn man 1,0 hat" und dann bereits im ersten Semester bei Anatomie feststellen, dass sie kein Blut sehen können? Diese Leute blockieren dann Stduienplätze für all diejenigen, die vielleicht 2,4 oder 2,8 haben, aber hervorragende Ärzte geworden wären. Da liegt doch die Ungerechtigkeit.

    PhantaduPhantaduam 25.10.10


    So-ist-es, Silberrücken.

    SilberrueckenSilberrueckenam 25.10.10


    Hi Demo, wenn Du mal unser Bildungssystem anschaust und Dir überlegst, dass ein Medizinstudent möglicherweise mit einer 2,8 und ohne Auswahlverfahren zum Studium kommt, kannst Du Dir ausrechnen, was dieser später in der Praxis bringt. Ein Arzt, er gerade noch so die Kurve bekommen hat, schätze mal mit einer lockeren 4 oder einer leichten 5, den kannst Du in den Skat drücken. In der DDR gab es das Auswahlverfahren bereits bei der Bewerbung für die EOS (heute Gymnasium). Wenn nicht mindstens eine 1,0 bis 1,4 auf dem Zeugnis stand, hattest Du keine Chance. Meine Tochter hatte eine 1,6. Das hatte noch für ein Studium als MTA gereicht. Bei Vorlage ihrer Noten meinte der Arbeitgeber, ein Prof. in einem KHS im Wedding, die Noten sind doch getürkt. Er meinte, wenn sie echt wären, hätte meine Tochter zumindestens studieren müssen. Daran sieht man doch, und die überfüllten Hörsäle an den Unis zeigen das anschaulich, das wir falsche Leitlinien für den akademischen Nachwuchs haben. Die Hörsäle für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und technisches Ingenieurwesen sind weit weniger überbelegt. Dafür sind Lehramtsanwärter, Sozialarbeiter, Kunstrichtungen, Juristische Ausbildungsweg, Betriebswirte und ähnliche Studienrichtungen überbelegt. Klar, hier kann man lernen, bei den MINT-Fächern muss man denken. Und dann kommt noch die Drängelei in Kliniken, wissenschaftliche Institute und ähnliches Unterkommen. Oder wer will den Facharzt für Allgemeinmedizin oder ähnlicher Fachrichtungen werden. Mit Geld allein macht man nicht alles.


    Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden

    Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren