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STUTGART 21: Verwirrung durch den Schlichter - FOCUS Online

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STUTGART 21: Verwirrung durch den Schlichter - FOCUS Online
 
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    Die Friedensgespräche über Stuttgart 21 treten auf der Stelle. Gegner und Befürworter diskutieren über Minuten im Fahrplan. Da verliert selbst Schlichter Geißler mitunter den Überblick. Von FOCUS-Redakteur Hartmut Kistenfeger

    Stundenlang bekriegen sich beide Parteien über einen Fahrplan, der noch nicht existiert. Welche Züge werden wann im Jahr 2020 am Stuttgarter Hauptbahnhof ankommen und abfahren? Mittendrin sitzt Polit-Urgestein Heiner Geißler. Mehrmals versteht er offenbar nicht, worüber die beiden Parteien streiten.

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    5 Kommentare

    Kommentare zu STUTGART 21: Verwirrung durch den Schlichter - FOCUS Online

     

    karlweberkarlweberam 31.10.10


    Schwabenteufel Sicher werden Rentner selten von Paris nach Bratislava fahren. Aber Züge haben die Eigenschaft, dass auf der Gesamtstrecke an Bahnhöfen aus-und zugestiegen werden kann. Wer also zum Beispiel von Stuttgart Hauptbahnhof nach Ulm fahren muss, was im Berufsleben häufig vorkommen kann, der wird dafür künftig gerade 28 Minuten brauchen. Wer vom Flughafen Stuttgart nach Ulm fahren muss (diese Stadt hat keinen Flughafen), der wird dafür nur 24 Minuten brauchen. Wer alle Zeit der Welt hat, der kann auch mit 95 Minuten zufrieden sein. Ihm kommt es ja nicht darauf an. Zu den Kosten: Da sowieso wegen neuer Sicherheitsbestimmungen hohe Investitionen auch für die alte Strecke nötig würden, berücksichtigen dies natürlich Leute, die nicht nur demonstrieren, sondern auch rechnen können. Die Neubaukosten müssen für einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren umgerechnet werden. Auch das können Leute, die nicht nur demonstrieren können. Der Sozialetat allein der Stadt Stuttgart wird in diesem Zeitraum ein Vielfaches davon betragen. Die Neubaustrecke dagegen bringt Vorteile für den gesamten Großraum und für die Verbindungen von und zu anderen Städten in BW. Damit auch für die Wirtschaftskraft des Bundeslandes. Wovon die Finanzierung der Renten ( Rein-Raus-Prinzip) und vieler Sozialleistungen abhängt. Wer genügend Zeit dafür hat, der kann selbstverständlich zum Demonstrieren laufen. Gegen einen neuen Bahnhof; wenn es sein muss und dem Selbstwertgefühl dienlich ist, sogar gegen einen Ast. Auf dem man selber sitzt. Und dort sein Anti-Plakat in die Kamera hält. Besonders tolle Bilder ergeben sich dabei nicht.

    Schwabenteufel1Schwabenteufel1am 30.10.10


    Meister Karl Weber,bei diesem Umbau,für heute geschätzte 5 Milliarden,also am Ende sicher das doppelte,wie üblich,handelt es sich um eine Zeitersparnis von etwa 15 Minuten,wie viel Leute fahren täglich von Paris nach Bratislava ????

    karlweberkarlweberam 30.10.10


    Man sollte Einsicht mit den Schwierigkeiten haben, die Heiner Geißler mit dem Begreifen schwieriger Thematik beim Stuttgarter Bahnhof hat. Er ist halt schon ein sehr alter Herr. Dazu kommt ein ambitionierter Zukunftsplan. Ich wünsche ihm , dass er die neue Strecke zwischen Stuttgart und Ulm als Teil einer schnellen Verbindung zwischen Paris und Bratislava einmal als Fahrgast nach 2020 erproben kann. Die Fahrt wird sehr schnell gehen. Das ist zu bemerken und damit auch zu begreifen. Wie alle Rentner, die sich demonstrierend und agitierend gegen ein Zukunftsprojekt wenden, dessen eigentliche Ziel-und Nutzergruppe sie nicht sind. Sie würden dann unter viel Jüngeren im Zug sitzen, an die vor allem bei dieses Projekt gedacht ist und die es auch brauchen. Und deren Zukunft in jeder Hinsicht nicht durch Rentner blockiert werden darf. Da wächst ein gesellschaftliches Problem heran, dass einer besonnenen Regulierung bedarf. Deshalb wird diese Strecke auch gebaut werden und sie wird auch mit Zustimmung der Grünen gebaut werden, sobald der Landtags-Wahlkampf in BW vorbei sein wird - mit welchem Ergebnis auch immer. Vernunft und Realitätssinn haben die verläßliche Eigenschaft, sich durch dickste Bretter vor Köpfen jeden Alters zu fressen. Wenn nicht in allen Fällen, so aber mehrheitlich. Das reicht völlig aus. Für noch verbleibenden Unmut sind ja Internet-Foren da.

    karlweberkarlweberam 30.10.10


    "Die Hochschule für Verkehrswesen in Dresden" und deren Absoventen: Als Nutzer der früheren Reichsbahn: Deren Bedienstete - mit oder SED-Parteibuch , mit oder ohne Diplom - mögen getan haben, was sie konnten. Aber sie konnten wohl nicht viel. Das war ein verrotteter Laden. Auf einer Bahnreise von Nürnberg bis Kaliningrad habe ich diese DDR- Form des Verkehrswesens als die miserabelste Bahn- unter allen auf der langen Strecke erlebt. Die am stärksten muffelnde mit dem muffligsten Personal im damals besonders grauen und tristen Teil Europas. Mit oder ohne Parteibuch. Aber ein geübter Ostalgiker sieht das natürlich anders, Silberruecken. Welches Diplom hast Du eigentlich erworben?

    SilberrueckenSilberrueckenam 30.10.10


    Wenn ich mir den Leipziger Sackbahnhof anschaue, stelle ich fest, es funktioniert. Wenn man die Deutsche Reichsbahn und die Bundesbahn als in sich geschlossene Systeme nicht zerschlagen hätte, würde die gesamte Transportlogistik auch in Stuttgart immer noch funktionieren. Nur weil Flaschen und Nichtskönner aus dem Daimlerkonzern, in Sichtweite des Stuttgarter Bahnhofes auf die Chefsessel der DB-AG gehievt wurden, sollen jetzt die Aufwendungen wieder rein kommen. Bei der DR der DDR wurde keiner in eine Spitzenposition eingesetzt, der nicht wenigstens ein Diplom-Studium an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden absolviert hatte. Aber in der heutigen Bundesrepublik spielen Parteibücher und Seilschaften zwischen Politik und Wirtschaft die dominierende Rolle. Siehe Roland Koch. Nur die SPD hat doch gar keinen Grund sich aufzuregen, ihr Genosse der Bosse tapst doch in die gleiche Richtung. Wie sagt das Sprichwort, gleiche Brüder, gleiche Kappen. Und wie war das mit Herrn Tiefensee, Clement und den Spezls in Bayern?


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