EU will Arbeitnehmern an den Kragen – »Flexicurity« geplant

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EU will Arbeitnehmern an den Kragen – »Flexicurity« geplant

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»Flexicurity« heißt das neue Unwort. Es hat gute Chancen »Hartz IV«, »Agenda 2010« und »Kopfpauschale« zu beerben.

Die EU plant die Einschränkung der Arbeitnehmer-Rechte. In Ausführung des hierzulande weitgehend unbekannten »Grünbuchs Arbeitsrecht« der Europäischen Kommission soll der Generalangriff auf Arbeitnehmerstandards erfolgen.

Der ...

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15 Kommentare

Kommentare zu EU will Arbeitnehmern an den Kragen – »Flexicurity« geplant

 

ottikleinottikleinam 27.09.07


Meine Frau sollte nach Holland zur arbeit,bei 2 Kinder(7 und 10 Jahre)und ich Schwerbeschädigt.Da wurde nicht gefragt ob nicht doch eine Arbeit hier günstiger ist.Und das noch mit einem Stundenlohn der gerade zum dort leben gereicht hätte ohne Renten-Krankenversicherung usw.

ottikleinottikleinam 26.09.07


sind.Werden doch schon jetzt unterschiede gemacht.Meine Familie ist Hartz4,ich durch Unfall- BU Rentner,meine Frau geringverdiener.Meine Tochter bekam mit 14 Jahre ihren Hartzantrag zum Ausfüllen,trotzdem sie noch 2 Jahre Schule gehen darf.(9 und 10 Klasse),eine Freundin von ihr(die Eltern stehen ein bißchen höher da)bekam diesen Antrag nicht.Das alles hängt mit solchen Reformen irgendwie zusammen.Wenn der Arbeitgeberverband da zustimmt und sagt das ist die richtige Richtung muß bei allen die arbeitengehen die Alarmglocken läuten.Den großen Manager interessiert doch nicht das kleine Volk,sehen es doch auch nicht durch die Euroaugen.Seit dieser vereinnahmung der DDR wurde es doch von Jahr zu Jahr schlechter für die Arbeitnehmer.

ottikleinottikleinam 26.09.07


Hat Stoiber seinen Job bei der EU angefangen?Scherz beiseite.Bis jetzt war jede Reform ein Schlag gegen die Armen(Hartz4,Geringverdiener usw.)Wir haben jetzt schon das Modernen Sklaventum,bei einer lockerung des Kündigenschutzgesetz wird es noch mehr Arbeitslose geben.Das ist eine Spirale ohne Ende aber nur für die Kapitalisten und Politiker zum nutzen,nicht für die Arbeitnehmer,die büßen mit mehr Armut.Jetzt schon sterben mehr Menschen auf Arbeit,weil sie sich mit einer ernsten Erkrankung nicht mehr zum Arzt getrauen oder weil aus Spargründen die Sicherheit nicht mehr eingehalten wird.Und lieber limbo es steht auch geschrieben das es nur die Arbeitnehmer trifft und der Arbeitgeber wird durch ein anderen Vertrag oder Gesetz geschützt.Also doch nur das dumme Volk.Rede mal mit Hartz4 Empfänger die Unschuldig dort reingeraten sind.Da wirst du ganz schnell merken wie die Stimmung ist.Jedes 5.Kind unter der Armutsgrenze,dann sind es ein paar mehr,bis auf die wenigen die durch Eltern reich

ottikleinottikleinam 26.09.07


Die Franzosen werden es uns vormachen.Ich bin auch für ein Generalstreik.

BombaBombaam 26.09.07


Zitat: " Für sie bedeutet Arbeitslosigkeit nicht schlicht und einfach ihren Job zu verlieren, sondern einen Teil ihrer Identität aufzugeben."

Für viele bedeutet es sich am Rande der Existenz zu bewegen! Wenn deine Aussage zutreffen sollte, dann wäre es ein Verstoß gegen die Freiheitsrechte des Menschen! Wer seine Identität aufgeben muss, weil er keine Arbeit mehr hat, kann ja wohl nicht als freier Mensch bezeichnet werden!

Sprich mal mit ein paar Leuten darüber die sich jahrelang den Buckel krumm gemacht haben und dann mt 50 gekündigt wurden weil Sie Ihre Leistung nicht mehr erbringen konnten! Setz dir aber vorher einen Helm auf!
Ich kenne mindestens 4 direkte Beispiele für das Zerstören von kompletten Lebensplanungen nur durch Hartz4!

limbolimboam 26.09.07


Schwarze Schafe gibt es überall - warum sollen wir sie uns zum Vorbild nehmen? Meiner Meinung nach ist der Kündigungsschutz in Deutschland zu streng. Und nur weil etwas 40 Jahre lang funktioniert, muss es auch nicht die nächsten 40 Jahre funktionieren! Menschen, Länder, Kulturen und Systeme sollte nicht starr, sondern flexibel sein. Sich weiterentwickeln und den Gegebenheiten anpassen können. Ich denke, dass in Deutschland ein Umdenken statt finden muss. Ein Wertewandel. Der Streit um den Kündigungsschutz ist nur so stark, weil viele Menschen sich über ihre Arbeit definieren. Für sie bedeutet Arbeitslosigkeit nicht schlicht und einfach ihren Job zu verlieren, sondern einen Teil ihrer Identität aufzugeben. Und diese Einstellung ist nicht zukunftsfähig! So schwer die Umstellung auch ist, denke ich, dass sie wichtig ist. Man sollte einen Jobverlust nicht als Niederlage oder Ruin, sondern als eine Chance sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Und das Zitat der ATTAC ist Propaganda!

BombaBombaam 26.09.07


Ich kenne Geschäftsführer, die würden lieber 200 Leute auf die Strasse setzen, als auf Ihren großen Firmenwagen mit Chauffeur und dem "Firmen" Landhaus auf Malle zu verzichten! Kündigungsschutz ist eines der wenigen wirklich sinnvollen Dinge, die der deutsche Arbeitsmarkt noch zu bieten hat!

Es wäre für den Arbeitsmarkt und die Sozialsicherung eine Katastrophe, wenn sich kurzzeit Arbeit und Massenentlassungen auf einen Haufen erreignen würden!

Wären unsere Arbeitgeber in diesem Land nicht so gierig und könnte man darauf vertrauen das eine Lockerung nicht gleich ein Ausschlachten bis auf den letzten Tropfen Arbeiterblut zur Folge hätte, wäre ich gerne bei dir, die eine oder andere Änderung vorzunehmen, aber nicht unter diesen Vorraussetzungen die in Deutschland momentan herrschen!

BombaBombaam 26.09.07


Das größte Problem in Deutschland sind unfähige Chefs die meinen sie könnten mit Ihrem Personal wie Sklavenhändler umgehen!
Kaum selbstständig mutieren diese Leute zu "super" Geschäftsleuten und kalkulieren mit Geld das Ihnen nicht gehört! Normalerweise müsste jeder Geschäftsführer mindestens einen Dipl.-Betriebswirt in der Tasche haben, um das Personal vor grob falschen Entscheidungen zu schützen.
Viele "Unternehmer" wissen nicht einmal über die grundlegensten wirtschaftlichen Dinge bescheid!
Der Mittelstand muss sich nicht aufregen das er zugrunde geht, wenn sich die meisten Chefs wie "Global Player" fühlen und sich mit den großen messen wollen!
Weiterhin sollte die soziale Komponente federführend sein! Wie kann man z.b. 20 Leute rausschmeißen um Geld einzusparen und sich im gleichen Atmenzug einen neuen 500`er Daimler kaufen? Ich habe durch meine Tätigkeit genug Einblicke in die dunklen Ecken des Mittelstandes mir braucht da niemand was zu erzählen!

BombaBombaam 26.09.07


Wenn ein großer Betrieb pleite geht, ist der Hauptgrund das schlechte Wirtschaften der Geschäftsleitung. Warum sollen das dann die Arbeitnehmer ausbaden was die Chefs verbockt haben? Für den Mittelstand und kleinere Unternehmen verstehe ich schon wenn einige Leute fordern den Kündigungsschutz zu lockern. Das große Problem daran ist das wenn ein Gesetz nur leicht gelockert wird, unsere tollen Unternehmer das auch gleich bis ins allerletzte Ausnutzen! Gibt man den kleinen Finger, wird die ganze Hand abgerissen!
Abgesehen davon hat das ganze doch über 40 Jahre funktioniert!
Globalisierung? Das heißt doch eigentlich nur, das durch gelockerten Kündigungsschutz hier die Werke noch einfacher geschlossen werden können um im Ausland produzieren zu lassen!
Ich persönlich meine das der Kündigungsschutz so wie er ist bleiben sollte! Jeder Unternehmer der keine Ahnung hat von dem was er tut, hat selber schuld! Nicht bezahlte Rechnungen? Das muss man kalkulieren!

limbolimboam 26.09.07


Und dir würde es helfen erst genau zu lesen und dann zu antworten

Ich habe nicht von der Abschaffung sondern LOCKERUNG des Kündigungsschutzes gesprochen! Außerdem wenn der Betrieb morgen Pleite geht, weil er seine Kosten nicht einsparen konnte, da alle Beschäftigten zwar nicht mehr tragbar waren, aber nicht gekündigt werden durften, da die Abfindungen in unermäßliche Höhen steigen würden und auch die Kündigungsfristen bis zu einem halben Jahr eingehalten werden müssten, steht der liebe Arbeitnehmer genauso unerwartet auf der Straße ohne Job und Geld, jedoch mit dem Gefühl, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, da es bei uns ja den Kündigungsschutz gibt. Was nutzt ihm dieser Kündigungsschutz???

Es würde meiner Meinung nicht schaden, die Gesetze zu reformieren. Außerdem finde ich dein Beispiel genauso schwachsinnig. Auch Arbeitgeber haben Familie und Kinder! Es sind nicht immer die großen Konzerne, die unter den Gesetzen leiden-auch viele kleinere Unternehmer müssen damit kämpfen.

BombaBombaam 26.09.07


Flexibel? Wenn du nicht weißt ob du morgen noch Arbeit hast?
Was ist daran flexibel?

Und was soll dieser schwachsinnige Vergleich? Was nützen dem Arbeitgeber Millionen auf dem Konto, wenn er demnächst an einen Baum aufgehängt wird?

Ein Arbeitnehmer der sich jahrelange den Buckel krumm gemacht hat, damit sein Chef in Saus und Braus leben kann, soll also innerhalb von Tagen auf die Straße gesetzt werden, wenn er seine Leistung nicht mehr erbringen kann? Meinst du das?

Ein Familienvater der vielleicht weiter als bis zum nächsten Tag schauen möchte um seiner Familie das überleben zu sichern, wird von Heute auf Morgen gefeuert?

Wie willst du denn beim Erwerb von Eigentum der Bank erklären das du einen sicheren Arbeitsplatz hast, wenn es keinen Kündigungsschutz mehr gibt?

Bitte ersteinmal nachdenken und dann schreiben!!!

limbolimboam 26.09.07


Ich verstehe die ganze Aufregung gar nicht! In dem Artikel gibt es keine konkreten Informationen darüber, was genau und in welchem Ausmass geplant wird. Es soll vorerst nur eine Diskussion eröffnet werden, die das Ziel verfolgt, EUweit Standards in der Arbeitsmarktpolitik durchzubringen. Was ist schlecht daran???
Und auch die Vorschläge, die nur kurz angerissen werden, erscheinen mir nicht so negativ wie dargestellt. Hier ist zum Beispiel das Modell etwas besser erläutert, wie es auch in Österreich Anwendung findet:
LINK

Und ich finde eine Lockerung des Kündigungsschutzes durchaus als sinnvoll! Es muss endlich ein Umdenken stattfindet. Man kann sich nicht gegn alles absichern! Was nützt mir ein sicherer Arbeitsplatz, wenn ich morgen überfahren werde??? Das ist jetzt absichtlich zugespitz formuliert, doch finde ich unsere Arbeitgesetze zu starr und eine Reform, wie sie dort vorgeschlagen wird, finde ich gut!

FirehawkFirehawkam 26.09.07


Wie flexibel muss ein Arbeitnehmer von Heute oder Morgen sein? Bis es Zirkusreif ist? Ja werden wir ein Volk von Wanderarbeiter, aber ohne mich. Sind die 3 Lehrjahre die für ein Beruf nötig sind, sind sie nun für die Katz?. Wenn ich den eben gelesenen Bericht richtig deute, heißt dass auch, weg mit dem Kündigungsschutz? Wie soll man dann sich seine finazielle Zukunft sichern wenn man schon Heute keine sichere Arbeit hat oder einen Unterbezahlten Job? Ich freue micht darauf, wenn ich mit einem Blechnapf bei der Karitas anklopfe. - Die Schlange der Bedürftigen wird sehr lang werden.

GoodRatsGoodRatsam 26.09.07


Ganz meiner Meinung. Wenn die EU das durchdrücken will muss es einen Generalstreik in Europa geben.

BombaBombaam 26.09.07


Ich glaube die Zeit ist gekommen, wo der Bürger wieder auf die Straße gehen muss! Sonst wird das nichts mehr mit diesem Land!


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