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Bahn rät von Bahn-Reisen ab

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Bahn rät von Bahn-Reisen ab
 
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    Eingestellt vonam 20.12.10in Politik via berlinonline.de

    Ganz Deutschland ächzt unter einer Schneelast mit eisigen Temperaturen von minus 10 Grad und mehr. Selbst die Bahn kapituliert und riet am vierten Advent – normalerweise einer der verkehrsreichsten Tage im Jahr - von Zugreisen ab.

    Um Schäden an den Zügen zu vermeiden, wurden viele ICE-Züge auf Tempo 200 oder 160 gedrosselt. Das führte zu Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden. Außerdem fielen etliche Züge ganz aus.

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    6 Kommentare

    Kommentare zu Bahn rät von Bahn-Reisen ab

     

    MrMalwasMrMalwasam 21.12.10


    Ich stand im Winter 1962/63 als Heizer auf der Dampflok. P8, G 12, Reko G 12 und Br 44. Damals war die Bahn noch staatlich und funktionierte als Ganzes unter der Führung hochqualifizierter Eisenbahner. Zu einem nicht unerheblichen Teil aus Leuten, die "Unten" angefangen, sich hochgarbeitet haben. Und wussten, wovon sie sprachen! Der Dienst war zwar hart. Wenn wir aber nach einer Schicht im Bw ankamen und danach noch einen Kaffee im Pausenraum mit anderen Personalen tranken, war jeder stolz, dass er es mit seinem "Bock" wieder einmal geschafft hatte. Trotz Schnee, Eis und z.T beschissener Kohle... Und die Winter, die wir mit den Dampflokomotiven zu bewältigen hatten, waren nicht wesentlich anders, als die jetzigen. Übrigens zero: Die 01 519 steht auseinandergerupft in Meiningen. Wurde von einem Verein zur "Vo...e" gefahren und kann momentan mangels "Masse" nicht mehr aufgebaut werden. Habe noch niemals in meiner Ex-Eisenbahnerzeit einen so verkotzten Stehkessel mit dutzenden gerissenen und notdürtfig vernagelten Stehbolzen gesehen. Das denen der Kessel nicht um die Ohren geflogen ist-da hatte der Herrgott nicht nur die Daumen sondern auch noch die großen Zehen dazwischen...

    RenePrueferRenePrueferam 20.12.10


    Siehste zero, deshalb fahren wir Kahn und wenn das nicht mehr gehr Schlitten und Schlittschuhe.

    kalmarkalmaram 20.12.10


    In den 50ern musste ich 9 Jahre lang jeden Tag mit dem Zug zur Schule fahren und die Winter waren diesem sehr ähnlich. Das war die gute alte Dampflok-Zeit. Verspätungen von 5 Minuten wurden mit einer Entschuldigung per Lautsprecher angesagt. Diese Züge waren noch Arbeitspferde und keine Kutschentraber, die weder Hitze noch Kälte aushalten. Was helfen uns die schnellsten und schicksten Züge der Welt, wenn sie nur im Herbst oder Frühling zuverlässig verkehren?

    zero1000zero1000am 20.12.10


    MrMalwas - "die Bahn fährt" - war eine gute Werbung - jedoch zu Zeiten, als noch die 01519 vor sich hinstampfte oder unser geliebter carrus sexualis. Schon mit der Einführung der Dieselloks war das vorbei. Die heutigen Hochgeschwindigkeitszüge sind für ein solches Wetter nicht ausgelegt. Da ist es egal, wer an der Spitze sitzt oder steht. Gilt übrigens für Autos auch, wobei hier allerdings der Fahrer meist verantwortlich ist.

    volkergvolkergam 20.12.10


    Dem ist nichts hinzuzufügen MM, die Bahner sind schon lange keine Bahner mehr. Hochgeschwindigkeit automatisiert = mehr Risiko, mehr Technik, die selbst diese normale Winterwetterlage nicht ab kann. Das ist Lobbyistenschwachsinn im Atomzeitalter. Doch hier gehet es wie immer nur um Geld. Soll dieser Winter 1 Jahr dauern, dann ist die Bahn eh pleite. In den 60ern - wurden zu solchen Zeiten Gleisanlagen per Hand von Eis und Schnee befreit, da hatte die Bahn aber noch Leute.

    MrMalwasMrMalwasam 20.12.10


    Es gab mal Zeiten, da fuhr die Bahn auch bei extremen Mistwetter. Aber da war die Bahn noch eine Bahn und wurde von Leuten geführt, die aus der Materie kamen. Nicht von Parteibuch gesponserten Günstlingen aus "Wer weiß woher"- z.B. aus der Druckmaschinen-Branche. Kein Wunder, wenn nicht mehr die Dienstleistung, sondern die Aussicht auf einen möglichen Börsengang das Handeln bestimmt...


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