Ausnahmezustand - Chaos in Tunis - Ben Ali flüchtet nach Saudi-Arabien -
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Der ehemalige tunesische Präsident Ben Ali ist mit seiner Familie in Saudi-Arabien gelandet. In Tunesien herrscht der Ausnahmezustand.
Zunächst soll er versucht haben, bei der ehemaligen tunesischen Kolonialmacht Frankreich unterzukommen. Das Land lehne eine Einreise ab, sagte ein hochrangiger französischer Regierungsvertreter.Auf morgenpost.de weiterlesen
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Kommentare zu Ausnahmezustand - Chaos in Tunis - Ben Ali flüchtet nach Saudi-Arabien -
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zero, sortiere mir mal bitte den danibandit ein. Der ist ja noch schlimmer, als wir hier alle zusammen...
Die neuesten Meldungen bestätigen es: Der Mob tobt sich aus. Die Touristen flüchten. 2011 wird die Touristikbranche am Boden liegen. Wenigstens die Beratungskanzlei " Allwissend- Klugsch-Eisser " sieht noch Chancen. Das beruhigt ungemein.
"Das ist eine recht dumme Strategie." - na - eher der Kommentar! Hier geht es nicht um Demokratie und hat mit Demokratisierung überhaupt nichts zu tun! Hier geht es um Hunger, um soziale Ungerechtigkeit, um Armut, um Arbeitslosigkeit, um eine Polizei-Militär-Diktatur, um Korruption. Ob Ghannouchi in der Lage ist, sein wird, ob er der richtige Mann dafür, als Vasalle von Ali, wird sich zeigen - ich bin nicht davon überzeugt. Leider hat die Opposition auch nur schwache Vertreter. Es steht zu befürchten, dass sich ein Militärputsch anschließt. Hierin liegt die Gefahr, besonders, wenn marodierende Banden die Situation ausnutzen und das Chaos noch weiter treiben. Allerdings ist die Intelligenzschicht in Tunesien wesentlich ausgeprägter als zB. in Algerien. Denn hier hat Ali einiges getan. Dass der promovierte Ingenieur Kartoffeln verkauft, ist eines der Probleme. Diese Intelligenzschicht kann, so Ghannouchi und die Vertreter der Opposition sinnhaltig agieren, tatsächlich zu einer Änderung der Zustände in Tunesien führen und einen Militärputsch verhindern. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sich der Westen, insonderheit die EU, aus dem ganzen raushält. Da Tunesien an Europa äußerst stark gebunden ist, 80% der Ausfuhren gehen nach Europa, 75% der Importe kommen aus Europa, muss dies jetzt stabilisiert werden. Tunesien hat wenig Ressourcen, anders wie Algerien. Es muss also auf dem, was dem Land Wohlstand bringen könnte, aufgebaut werden. Und dies ist u.a. der Tourismus und die Textilbranche. Mit einer vernünftigen Politik also ist Tunesien wieder aufzubauen. Und zwar ohne einen Ali - denn nur dann kann es gesunden und zu einem - wie mir ein tunesischer Germanistik-Professor mal sagte - Kleinod im Maghreb werden.
Tja, lieber kw, das ist eben der berühmt-berüchtigte Demokratie-Export. Entweder mit Waffen von Außen herein, so wie im Irak und in Afghanistan. Oder von Innen heraus mit dem schönen "Schaufenster" der westlichen "Wertegemeinschaft". Wie im Ostblock und der Ex-DDR. Funktioniert zunächst ein paar Jahre, bis die Menschen merken, dass sie vom Regen unter Umgehung der Traufe geradewegs in einer Scheißgrube angekommen sind.
Die Tunesier können sich ja die Köpfe einschlagen, brandstiften, plündern, möglichst das ganze Land in Schutt und Asche legen, die Tourismusbranche ruinieren und dieses Treiben dann "Demokratisierung" nennen. Um sich dann darüber wundern, daß es ihnen ohne Ben Ali noch schlechter geht und es noch mehr Arbeitslose gibt. Das ist eine recht dumme Strategie.