DEUTSCHLAND: Kinderarmut deutlich höher │ SchweizMagazin
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11.04.2011, 14:48 - Als arm werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, wenn sie von Hartz IV leben und jünger sind als 15 Jahre. Davon sind in hohem Maße die Städte und Landkreise in den ostdeutschen Bundesländern betroffen, heißt es in einer Analyse der Bertelsmann Stiftung.
Hartz IV als Maß von Armut zu nehmen schließt aber Kinder aus, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen. Die Gruppe von jungen Menschen, die in vergleichbar schwierigen Verhältnissen leben, ist deutlich größer. "Das ist schwer zu beziffern", sagt die Projektmanagerin bei der Bertelsmann-Stiftung.Auf schweizmagazin.ch weiterlesen
2 KommentareÄhnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Ostdeutsche Bundesländer, Kinderarmut, Hartz IV , Deutschland, Bertelsmann-Stiftung, Armutsgrenze
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Ja, es ist immer wieder recht erfrischend, das Geschwafel zu hören bzw. zu lesen, wenn's um's Thema Armut in Deutschland geht. Von besserer Bildung liest man dann, von Sozialschmarotzern und davon, dass es Arbeit genug gibt, man nur flexibel sein muss usw.. Dabei qwird völlig außer Acht gelassen, dass dieser auf Profit, auf immer mehr Effizienz und "Wirtschaftlichkeit" ausgerichtete Wirtschaftssystem diese Armut schafft, indem es immer mehr Menschen freisetzt, von der Arbeit ausklammert, im Sinne des Systems "unnützt" macht. Derzeit sind das in Deutschland ca. 3,5 Millionen, die einfach nicht gebraucht werden, weil für sie, zumindest auf dem 1.Arbeitsmarkt, einfach keine Arbeit vorhanden ist. Und diesen hilft weder bessere Bildung, noch mehr Flexibilität oder der Wille zum Arbeiten. Wie heisst es so schön:"Fass mal einem nackten Mann in die Tasche!". In diesem Fall ist der "nackte Mann" der Arbeitsmarkt, der einfach nicht mehr hergibt, trotz "Aufschwung". Und dieses defizit an Arbeitsplätzen schafft Armut. Dem könnte entgegengesteuert werden. Indem der 2.Arbeitsmarkt dafür einspringt, was der 1. nicht schafft. In Zeiten knapper Kassen und Sparzwängen hat dieser aber keine Chance. Und so kann man weiter debattieren und sinnieren, das Problem Armut aber bleibt und wird größer. Fragt sich nur, wie lange die Gesellschaft dieses Problem verkraftet?!
Komm mir noch mal einer mit Chancengleichheit!