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Ärzte müssen bald alle Krebsfälle melden

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Ärzte müssen bald alle Krebsfälle melden
 
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    Die schwarz-gelbe Koalition hat sich mit der SPD auf eine Meldepflicht für Ärzte an das Krebsregister geeinigt.

    Im Sozialausschuss des Landtages in Niedersachsen hat die SPD am Donnerstag einen entsprechenden Antrag von CDU und FDP unterstützt. Die mit einer Meldepflicht gewonnenen Daten seien bei der Ursachenforschung für Krebserkrankungen eine große Hilfe, hieß es aus der SPD-Fraktion.

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    14 Kommentare

    Kommentare zu Ärzte müssen bald alle Krebsfälle melden

     

    PhantaduPhantaduam 16.04.11


    Nö... keine Gefahr... hab mir ein Antikrokospray aufgetragen... riecht fantastisch, zieht nur iebevolle Menschen an, ist wasserfest, macht aus Schrumpelschorf wunderschön zarte Babyhaut und hat sogar UV-Schutz! Desweiteren vertreibt es auch Mücken, Zecken und jede Menge Geld...

    Schwabenteufel1Schwabenteufel1am 16.04.11


    Du bist ja heute wieder eine ganz lustige welche,Phanta,pass auf,gleich kommt das Krokodil und schnappt dich

    PhantaduPhantaduam 16.04.11


    Ach was! Dem Westerwelli tät die Erfahrung der Geburt auch nicht schaden... Dann würde er vielleicht doch etwas mehr ganzheitlich denken und nicht immer nur an Steuernsenken, sondern auch an die Senkwehen denken... denn die tun einem Teil der Gesellschaft furchtbar weh! Solange man solche Erfahrungen nicht selber macht, und obendrein noch überheblich ist, sollte mann sowieso nicht steuern! Ui, was für ein Wortspiel... hihi...

    zero1000zero1000am 16.04.11


    Nun bürde die Bürde des Gebährens dem Westerwilli nicht auch noch auf! Frauen wurden tatsächlich nicht immer gezählt, sondern nur hochgerechnet und das ist doch hoch anzurechnen.

    PhantaduPhantaduam 16.04.11


    "Im Gegensatz zu früher werden heute auch Frauen gezählt." Hä? Versteh ich nicht... zumindest bei der Letzten wurde auch ich befragt... Wunder über Wunder... naja, soll ja mehr Kerle geben, die Kinder gebären... zumindest aber gibt es jede Menge, die keine Eier in der Hose haben...

    zero1000zero1000am 16.04.11


    Phantadu - mit Ausnahme der Volkszählung bin ich Deiner Meinung. Aber die Volkszählung war immer und wird es immer sein - schon bei Kaiser Augustus - der Grund für den Aufschrei der Bevölkerung. Nur warum aufgejault wird - das weiß keiner so richtig zu sagen! LINK

    PhantaduPhantaduam 16.04.11


    Wieder gilt es Kosten-Nutzen abzuwägen. Datenschutz müsste gewahrt bleiben. Aber was nützt eine statistische Auswertung, wenn sie nicht auf Fakten beruht. Wollen wir den Ursachen von Krebs auf den Grund gehen oder wollen wir alles schleifen lassen, wegen einem Datenschutz, den es dank Banken und Behördenzwang eh nicht mehr gibt? Der Erkrankte erscheint doch als solcher sowieso an verschiedenen Stellen. Hier geht es darum, der Menschheit weiter zu helfen, indem man endlich relevante Ursachenforschung betreibt und nicht weiter nur sich wissenschaftlich ständig widersprechende Behauptungen aufstellt, sodass eh nichts geschieht... Wir sind sowieso alle erfasst, und Missbrauch ist angesichts der Anfälligkeit von Software so oder so möglich. Wieso soll man ausgerechnet dann, wenn es sogar mal nützlich sein könnte, plötzlich an einem Datenschutz hängen, der sowieso nicht mehr existiert? Wenn man dagegen angehen will, dann sollten wir gänzlich auf elektronische Datenerfassung verzichten... denn Hacker wird es immer geben und Missbrauch findet immer statt, wo Menschen Profit sehen. Ich bin eher gegen einen Streik bei der Volkszählung, die uns ins Haus steht. Wer sich da weigert, soll bestraft werden... Weigern sich aber fast alle, wird das vielleicht doch anders aussehen... Aber bei der Ursachenforschung von Krebs mit Datenschutz anfangen, ist doch fast schon gemein gegenüber denen, die man damit möglicherweise vor einem derartigen Schicksal bewahren könnte.

    nansynansyam 16.04.11


    zero - Was ist denn dagegen zu sagen, wenn Ärzte bei den Patienten die Einwilligung einholen, ob sie möchten, das ihre Daten weitergegeben werden? In wie weit die Daten in einem Register anonym erfasst werden, darüber läßt sich trefflich streiten. Das DKFZ schreibt darüber z.B.: "Um Doppelzählungen auszuschließen, müssen die behandelnden Ärzte, Zahnärzte oder Krankenhäuser zunächst auch personenbezogene Daten des jeweiligen Patienten melden. Namen, Adressen und andere persönliche Angaben werden dann aber schnellstmöglich von den krankheitsbezogenen Daten getrennt und verschlüsselt..." und weiter "Nur wenn zusätzliche Angaben benötigt werden, muss unter Umständen der Name eines Patienten entschlüsselt werden, zum Beispiel um sie oder ihn um die Teilnahme an einer gezielten Befragung zu bitten." Wenn man dann noch Aussagen wie diese liest: "Für die medizinische Forschung sind anonymisierte Daten in vielen Fällen jedoch wenig hilfreich. Um den Krankheitsverlauf eines Patienten verfolgen und um ihm erforschte Heilbehandlungen zugute kommen lassen und seine Reaktion auf die Behandlung beurteilen zu können, muss der Patient identifizierbar bleiben." Kritisches Nachdenken über diese Aussagen ist ausdrücklich erlaubt. Bei einem öffentlichen Aufruf zur Asse an die Betroffenen hat das Gesundheitsamt Wolfenbüttel beispielsweise festgestellt: "Etwa 80 Prozent aller Betroffenen haben bisher den Fragebogen zurückgeschickt". Man sieht, es geht auch auf freiwilliger Basis. Warum also wieder mit Zwang? Es ist wohl etwas billig, denjenigen Gleichgültigkeit und quasi Sabotage der Forschung vorzuwerfen, die ihre Daten bei ihrem Arzt sicher aufgehoben haben wollen. Aber natürlich kann man so besser auf die Tränendrüse drücken. Es gibt ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung und es muss erlaubt sein, als Patient Nein zu sagen. Da kann ich der FDP nur zustimmen.

    zero1000zero1000am 16.04.11


    Was ist denn dagegen zu sagen, wenn Ärzte Krebserkrankungen melden, ohne den Namen des Patienten zu nennen, so wie es namentliche und nicht-namentliche Meldepflicht bei anderen Krankheiten nach dem IfSG gibt. Wo entstehen einem Patienten Nachteile, wenn Erkrankungen wie Krebs in einem Register anonym erfasst werden. Bei Asse wollen es alle haben, weil damit schön Politik gemacht werden kann. Bei Mamma-Ca zB. - bitte nicht - das hat ja die Allgemeinheit nicht zu interessieren. Soll doch alles so bleiben wie es ist. Halt traurig für die Betroffenen und die Angehörigen. Dass man aber der Grundlagenforschung damit einen Riegel vorschiebt, macht nichts. Dies gilt nicht nur Krebs. Dies gilt zB auch für Pseudo-Krupp - da gibt es auch Eltern, die sich wehren gegen eine Weitergabe der Daten. Macht auch nichts - sollen halt husten!

    nansynansyam 16.04.11


    @zero - Ja, wenn die FDP sich denn durchsetzt. Richtig ist, dass nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit der Bundestag bereits 2009 ein Gesetz mit weitreichenden Folgen für die Patienten und Bürger in Deutschland verabschiedet hat. Ganz abgesehen davon gibt es Unterschiede in den einzelnen Ländern: Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen haben eine Meldepflicht des Arztes ohne Widerspruchsrecht des Patienten. Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben dagegen haben eine Meldepflicht des Arztes mit Widerspruchsrecht des Patienten. Die Frage ist doch, ob die Bürger mit ihren Daten zwangsweise für die Forschung der Kliniken und der Pharmaindustrie zu Verfügung stehen müssen? Von der Politik ganz zu schweigen, die sollte für die Bürger da sein, und nicht umgekehrt. Es wird ja wohl auch Leute geben, die aus allerlei Gründen ihre Daten nicht unbedingt in anderen Händen wissen wollen. Und wie wird es dann unter Umständen weitergehen? Folgt dann irgendwann ein Register mit Meldepflicht für Übergewichtige?

    zero1000zero1000am 16.04.11


    RP - das wird ja getan.

    RenePrueferRenePrueferam 16.04.11


    Es ist schon sehr bemerkenswert, wie sich die Politik hier profilieren möchte. Statt Krebskranke zu registrieren, um damit angebliche "Ursachenforschung" betreiben zu können, sollte man als aller ersten Schritt dort handeln, wo eindeutig krebserregende Stoffe in den verschiedensten Formen im Umlauf sind. Kinderspielzeug bis hin zu Trinkflaschen sind da ein gutes Beispiel. Was nützt einem krebskranken Kind wenn man den Eltern sagen kann, dass es an der Trinkflasche lag, obwohl man es vorher schon hätte wissen müssen. Verlogene Politiker machen die Sache so sicher nicht besser.

    zero1000zero1000am 16.04.11


    Also das mit dem Kamm und so ist doch etwas übertrieben. Einmal ist das ganze schon etwas älter. LINK . Dann haben wir schon ein Krebregistergesetz. Weiterhin ist es in vielen Bundesländern schon längst üblich. Man mag ja die FDP nicht mögen, nur sollte man sachlich bleiben: "Bei den Beratungen über das Gesetz wird insbesondere die FDP auf ein Widerspruchsrecht für die Patienten pochen." Dazu kommt, dass die FDP nun mal mit an der Regierung ist. Man kann natürlich allem etwas Negatives abgewinnen - wenn man denn will.

    nansynansyam 16.04.11


    Grund für diese Meldepflicht sollen die gewonnenen Daten sein, die bei der Ursachenforschung für Krebserkrankungen eine große Hilfe sind. An sich finde ich Ursachenforschung ok. Aber Meldepflicht ? Niemand soll sich dem entziehen können? Und hier geht es nicht um den klassischen Fall einer ansteckenden Seuche. Für aussagekräftige Analysen von Krebshäufungen reichten die freiwilligen Daten nicht aus (?). Nähere Begründung nicht nötig. Wann werden diese Herrschaften endlich begreifen, dass die Bürger keine beliebige Verfügungsmasse für ihre politischen Ambitionen oder gar für die Forschung der Pharmaindustrie sind? Mir schwillt schon wieder der Kamm. Und die FDP ist auch wieder dabei.


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