Artikel Soziale Arbeit, Postdemokratie, Globalisierung im Zuge der europäischen E

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Soziale Arbeit, Postdemokratie, Globalisierung im Zuge der europäischen E
 
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    Soziale Arbeit, Postdemokratie, Globalisierung

    im Zuge der europäischen Entwicklung

    oder: ist der Nationalstaat ein Anachronismus

    www.internet-magazin-les-art.eu Rubrik: Politik + Gesellschaft

    Redaktionsbeitrag „les Art“

    In seinem Beitrag „Soziale Arbeit zwischen Postdemokratie und Globalisierung“ schreibt Erich Coch, dessen Beitrag wir hiermit als Auszug gerne einfügen, in kurzer prägnanter Form und auf den Kern kommend, die Veränderungen, die wir nun nach gut 60 Jahren europäischer Einigungsentwicklung erleben.

    Die Europabewegung unter Führung und wesentlicher Mitbegründer nach 1945, John Monet, der dann auch die C.I.F.E, Nizza ins Leben rief, die bis heute große europäische Bildungsarbeit in ganz Europa leistet, wie auch die MFE (Movemente Federalisti European), Turin/Italien, unter ihrem großen, verstorbenen Mentor Prof. Mario Albertini, Uni Pavia wie seine Nachfolger, z.B. Prof. Sergio Pistone, Uni Turin, Dr. Francesco Rossolillo, verstorben, Max Wratschgo, EFB Österreich und lange Jahre Leiter der Europaburg Neumarkt, Prof. Claus Schöndube , als Journalist und Europapabst bekannt und viele Andere, die die europäische Entwicklung in der europäischen APO (Außerparlamentarischen Opposition), die sie einst darstellte, die Europaidee und die Umsetzung hin zur europäischen Entwicklung, den Grenzöffnungen wie dem bekannten bordeauxfarbenen Europapaß, mit auf den Weg brachten.

    Diese Europabewegung, die aus den Universitäten nach dem Kriege wie den Widerstandsbewegung im Kriege, ihre Wurzeln fand und ihr großer Wortführer der bekannte Politiker Alterio Spinelli, Italien war, was dann auch in dem Europamanifest von Manifest von Ventoten einmündete wie der „föderalistischen Charta“ der Europabewegung, die im Hintergrund der Entwicklung so viel Einfluß nahm, hat diese Dinge, die heute nun für Jedermann erlebbar sind, vorweg genommen.
    Denn diese Denker und Analytiker haben genau erkannt, der Nationalstaat aus den z.B. von Erich Coch hier beschriebenen Gründen, ist in der Wandlung im Kleid der alten Nationalstaatlichkeit und seiner Begründung überholt und deshalb als „Anachronismus“ beschreiben.

    Das läßt sich an so einfachen Tatsachen speziell auf Europa bezogen dahingehend bemessen und am Beispiel des deutschen Reiches belegen, wo die Eisenbahn die Entfernungen im Reich derart revolutionär verkürzte, das sich ein erlebbares Nationalbewusstsein, wie eine wirtschaftliche Verbindung im Reich herstellte, die eben wesentlich zur Bildung des modernen Nationalstaates, beitrug.

    Vergleichen wir diese Entwicklung, so stellen wir fest, wir sind heute innerhalb kürzester Zeit von München nach Mailand, von Hamburg nach Paris, von Frankfurt nach Madrid usw., usf. Gehen wir in die andere Himmelsrichtung, so wären wir von Berlin nach Warschau heute in so kurzer Zeit, daß ein erneuter Krieg zwischen Polen und Deutschland wegen der okkupierten deutschen Ostgebiete, heute gar nicht mehr denkbar wäre. Denn Zeit, Aufmarsch wie Zielplanung sind derart verkürzt und für Jedermann zerstörerisch, daß die Logik allein, jegliche Kriegshandlungen in Europa heute untereinander, ausschließen. Der Raum für derartige Kriegshandlungen ist eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Und das Erleben der Menschen und das Zusammenwachsen eben genau dieser von Erich Coch beschriebenen und lange wirkenden Entwicklung, macht ein derartiges Szenario auch völlig undenkbar.
    Die offenen Grenzen in Europa wie der Euro selbst, der eben auch ein Spiegel dieser Entwicklung erlebbar darstellt, ist Dokument dieser Entwicklung. Die Verunsicherung nun der sonstigen Globalisierung liegt jedoch an anderen Gründen. Denn die europäische Entwicklung der Veränderung der Nationalstaaten und von Wirtschaftsräumen, geht einen ähnlichen Weg, wie Europa, wenn auch der politische Mantel derzeit meist noch fehlt.

    Deshalb ist ja Europa auch so anziehend und Vorbild für die Welt für Krisenregionen z.B. in Nahost, die sich diesen Entwicklungen auch nicht mehr verschließen können und im Kleid einer politischen Änderung, vergleichbar der europäischen Entwicklung, sehr wohl einen Ausgleich unter den wechselnden Interessen aus Notwendigkeit und Einsicht in die Zeit, ergeben könnte.

    Der Nationalstaat bekommt heute also eine andere Bedeutung und Rolle, speziell in Europa, als noch vor 1945. Denn der Nationalstaat in Europa vor 1945 ist schlicht gescheitert. Die Ergebnisse sind bekannt. Dennoch wird es keine Auflösung von Nationen geben und der Nationalstaat, wenn auch in geänderter Form mit geänderter Bedeutung, wird Europa nach Jahrzehnte dominieren. Die Gefahr, das Europa er vor Dummheit zerbricht und in alte Nationalstaatlichkeiten und Egoismen, die wiederum wie Prof. Peter Glotz es in seinem letzten Werk so trefflich beschrieb, in neue Blöcke zerfällt, wäre eine fast tödliche Entwicklung, weil dann in Europa unter Europäern, Krieg wieder zu einer Option wird. Das gilt es zu vermeiden.

    Helmut Schmidt sagte vor Tagen bei Beckmann und auch schon vorher „Deutschland kann und darf keine Sonderrolle mehr spielen. Deutschland ist mit Europa existentiell verwoben und alle Bestrebungen laufen auf Europa zu. Wir sind von neun Grenzen umgeben und unsere Politik hat dieses als Maßstab zu nehmen und wir können nur noch in Europa Politik betreiben“

    D. h. aber dann auch, die internationalen Versuche, internationale Politik zu betreiben inkl. des Sitzes im Weltsicherheitsrat, sind faktisch falsch. Und genau auch an dieser Stelle zeigt sich, die klassische Nationalpolitik, wie sie derzeit wieder von der BRD aus welchen Gründen auch immer, wieder betreiben wird ist falsch. Die BRD sollte und kann nur noch ihre nationale Rolle in Europa finden und darauf muß Sie ihr handeln politisch abstellen. Die wirtschaftliche Komponente ist dabei eine andere, die sich auch anders lösen läßt.

    Und an diesen Grundsätzlichkeiten läßt sich auch schon die geänderte Rolle des Nationalstaates ablesen. Denn diese Grundsatzprobleme betreffen alle europäischen Staaten. Da dieses aber irgendwie nicht in die Köpfe von allen Lenkern der europäischen Staaten zu passen scheint, haben wir heute auch die Diskrepanz in Europa zwischen den national aufgestellten europäischen Einrichtungen und den Nationalregierungen und ihren Parlamenten, die diese Zusammenhänge auch nicht zu begreifen scheinen. Was wiederum den Niedergang der Stimmungslage pro Europa, in den Völkern zur Folge hat.
    Verstärkt wird dieser Zwiespalt noch durch die Tatsache, daß die deutsche Frage offen ist und die BRD, wie in ganz Europa außer in der BRD selbst bekannt, die BRD ohne staatliche Legitimation ihre Fortsetzung erfährt und nach wie vor ein Nachkriegsgebilde unter Nachkriegsbedingungen darstellt, die nicht aufgelöst sind. Und das macht Deutschland und Europa auch so fragil.

    Diese Fragen jedoch, scheinen mit den Verkrustungen der Politoligarchie (Zitat Carl Japsers, Philosoph), nicht mehr lösbar. Denn im Zuge der Wiederherstellung des „vereinigten Deutschen Wirtschaftsgebietes“ auch wenn es nur noch aus dem Rumpfbestand des Reiches besteht, wurde auf Betreiben von Helmut Kohl, ein „kalter Staatsstreich“ beschlossen, der bis heute seiner Beendigung und strafrechtlichen Verfolgung, bedarf.

    Werden diese Umstände erst einmal alltagstauglich, und die Wahrheit wird Ihren Weg finden, so ist die Zukunft Deutschlands wie Europas auf Messers Schneide. Sollte die Bereinigung der BRD z.B. im Stile von Lybien erfolgen, so wird es tief greifende Veränderungen in und für Europa geben, die überhaupt noch nicht absehbar sind.

    Deshalb plädieren wir von „les Art“ ja auch ständig für die demokratische, rechtstaatliche Lösung dieser Fragen, also als Umwandlungsprozeß aus Einsicht und Notwendigkeit, um Ideologie und andere Veränderungen neutral zu halten und nur die Verfassungsfrage zu behandeln, die eben die deutsche Frage lösen kann, eine Kernsanierung herbeiführen soll, wie Europa reformieren hilft. Letztendlich wird die Lösung der deutschen Frage auch für Europa ein Gewinn sein, da noch viele Probleme, die ungelöst aus der Vergangenheit herüberwinken und nach wie vor eine Gefährdung für Deutschland wie für Europa hergeben könnten, der Lösung zugeführt werden können. Und Europa als notwendiges Friedens-, Sicherheits- wie Wirtschaftsgebilde von Gleichen unter Gleichen, die Zukunft der Menschen, sichern hilft.

    Auszug: Verfasst von Erhard Coch am Di, 2011-05-03 20:19.

    http://pressemitteilung.ws/node/281645

    Soziale Arbeit zwischen Postdemokratie und Globalisierung

    Aufgrund der späteren Betrachtung der aktuellen Herausforderungen der Demokratie, sowie den vorhandenen Interferenzen mit der Theorie der Postdemokratie, geht es im Folgenden um die ‘postnationale Konstellation’ in der Demokratietheorie.
    ‘Der Territorialstaat, die Nation und eine in nationalen Grenzen konstituierte Volkswirtschaft haben damals eine historische Konstellation gebildet, in der der demokratische Prozeß eine mehr oder weniger überzeugende institutionelle Gestalt annehmen konnte. Auch die Idee, daß eine demokratisch verfasste Gesellschaft mit einem ihrer Teile reflexiv auf sich als ganze einwirken kann, ist bisher nur im Rahmen des Nationalstaats zum Zuge gekommen. Diese Konstellation wird heute durch Entwicklungen in Frage gestellt, die inzwischen unter dem Namen ‘Globalisierung’ breite Aufmerksamkeit finden’.

    Dem vorangegangenen Zitat zufolge, sind die aktuellen Veränderungen auf die Globalisierung zurückzuführen. Die hiermit einhergehende Denationalisierung führt zu einer bereits beschriebenen Verlagerung von nationalstaatlichen Kompetenzen hin zu inter- und supranationalen Organisationen.

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