ANTI-TERRORKAMPF: Ministerin Schröder lehnt gezielte Tötung nicht ab
Tweet
x 0
x 0
x 11
x 3
x 32
05.05.2011, 22:46 - Der Tod von Osama bin Laden hat die Diskussion entfacht, welche Mittel ein Rechtsstaat ergreifen darf, um einen Massenmörder unschädlich zu machen. Ministerin Kristina Schröder schließt gezielte Tötungen nicht grundsätzlich aus.
„Man kann nicht sagen, dass so was nicht Mittel sein darf“, sagte Schröder bei der Aufzeichnung eines Phoenix-„Kamingesprächs“, das am Sonntag ausgestrahlt wird. Die Alternative seien ungezielte Tötungen, bei denen es häufig auch zivile Opfer zu beklagen gebe, so Schröder.Auf focus.de weiterlesen
24 KommentareÄhnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Tötung, Politik, Osama Bin Laden, Kristina Schröder, Familienministerin, anti-terrorkampf
Kommentare zu ANTI-TERRORKAMPF: Ministerin Schröder lehnt gezielte Tötung nicht ab
Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden
Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren
Also Leute, Schießen um jeden Preis? Man arbeitet noch heute ganz intensiv die Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze auf. Obwohl die damalige DDR ein souveräner Staat und international anerkannt war. Jeder, der diese von der Siegermacht UdSSR diktierte Grenze illegal überwinden wollte, musste mit dem Schlimmsten rechnen. Todesschüsse/gezieltes Töten sind m.E. immer grenzwertig. Und das gilt, so denke ich, für jedes System. Wird so eine Verfahrensweise zur Norm, dann muss sich auch z.B. niemand mehr über eine Debatte bezüglich des gezieltem Abschusses eines gekidnapten Passagierflugzeuges auch über bewohntem Territorium aufregen. Sitzt der Colt erst einmal locker, dann wird das zu einer Spirale. Und man kann den Todesschuss dann so ziemlich mit Allem rechtfertigen. Ich denke, dass gerade dieser Akt OBL die Welle der Gewalt nicht aufhalten wird. Das Gegenteil wird eintreten, so sicher, wie das Amen in der Kirche...
Phantadu - merkst Du nicht, wie das gemeint war?
zero, ich stellte dir eine Frage in Bezug auf das Völkerrecht, das zwar Töten erlaubt, aber nur diejenigen, die für die Scheiße gar nicht verantwortlich sind. Das verstehe ich nicht. Ich habe aber nicht gesagt, dass ich solche Tötungen richtig finde. Und wenn du unten gelesen hättest, wüsstest du, dass und warum ich für Rechtsverfahren bin.
Tust mir ja irgendwie schon etwas leid, ali. Muss doch mächtig wehttun, so derart schief gewickelt zu sein...
Noch einen kleinen Nachtrag für zero. Ich finde es absolute Spitze, wenn sich mal jemand zur Heldenverehrung des 20.Juli äußert, Danke. Bisher hatte ich gedacht, der Widerstand kam nur aus dem Bereich ostpreusischer Rittergutsbesitzer und schlesischer Grubeninhaber. Ansonsten gab es nach der Lesart in der alten BRD keinen Widerstand gegen den Faschismus. Zum Zeitpunkt des Staffenbergschen Aktes hatten in Plötzensee schon hunderte Male das Fallbeil die Köpfe von Widerstandskämpfern getrennt. Auch von der Weißen Rose, der Roten Kapelle und vieler nicht bekannt gewordener Widerstandskämpfer gegen die Nazis. Nochmals vielen Dank für diesen Beitrag.
Hallo Frau Schröder, dass sie etwas an der Großhirnrinde haben, war uns schon in ihren ersten Handlungen als nachgerückte Familienministerin klar. Das sie sich über Sachen auslassen, von denen sie eine Ahnung haben, wie die Sau vom Stabhochsprung, ist verständlich, besonders, wenn ihnen ihre BK eine Steilvorlage serviert. Hoffentlich würden sie es auch noch verständlich finden, wenn ein durchgeknallter Weltverbesserer sie selbst auf diese Weise zu FJS auf die Wolke 7 zum Mannasaufen schicken würde. Sie brauchen sich doch nicht so anzustrengen und ihrer Chefin bis zu den Schulterblättern in den verlängerten Rückenbereich nach der LWS zu kriechen. Ihre Äußerung prädestiniert sie auf jeden Fall als Mitglied einer christlichen Partei, die vor lauter Reinheit und Menschlichkeit sich selbst ekelt. Ich weis nicht, ob sie auch mal erwachsen werden, wünsche es ihnen aber nicht, weil dann die Erkenntniss kommen würde, ....mein Gott, was habe ich früher immer für einen Mist verzapft.
Die Welt von Dummheit befreien? Da lehn dich mal nicht so weit aus dem Fenster, Chuck. Könnte jemand wörtlich nehmen und du wachst morgen früh mit 'nem Halbzöller Stahlmantelgeschoss im Kopf auf.
"Dead men don't bite." (Captn. John Flint)
alli. klar! opportunismus - da kennst du dich aus. dein permanenter interessenholocaust an allen und jedem hatte ja tatsächlich mal nen aufregungswert. inzwischen isses doch recht langweilig. was du so alles killen willst für ne zweite hand voll dollars ... gehts deinen nachbarn gut? eigentlich ist ja hopfen und malz verloren ... na ja, dennoch: da du mit sicherheit zu feige bist, wem auch immer gegenüberzutreten, der zumindest ähnlich ausgerüstet ist, ähnlich "bewaffnet" .... ein rat: stells dir einfach mal vor, denk drüber nach(versuchs halt) ... ich bin mir sicher, dass das drehhirn das du anderen unterstellst, bei dir zur zentrifuge wird. schwätzer und protagonisten von gewalt und dummheit, deiner coleur, sind bekanntermaßen die widerlichsten feiglinge.
Phantadu - upps - "....wenigstens gleich gezielte Angriffe auf die Despoten und Massenmörder zu starten..." Na das ist ja mal eine Aussage. Hast Du mit So-ist-es telefoniert?
Je mehr wir unsere eigenen rechtsstaatlichen Prinzipien aushöhlen, wie es uns gefällt, desto mehr werden wir selbst als Unrechtsstaaten empfunden. Aber so unter uns: Ich habe moralisch das Prinzip nie nachvollziehen können, dass Bauern geopfert werden, damit Könige gerettet werden. Wenn ich im Schachspiel die Möglichkeit habe, einen König direkt matt zu setzen, vertue ich meine Zeit doch nicht damit, erst mal genüsslich die Kleinen zu schlagen... Wäre es in unserer kriegsgeilen Welt nicht ein Akt der Fairness, wenigstens gleich gezielte Angriffe auf die Despoten und Massenmörder zu starten, anstatt da ewige Kriege zu führen, die alle ins Unglück stürzen....? Das Völkerrecht versteh ich nicht!
Phantadu - ich tue mir schwer, dies völkerrechtlich oder staatsrechtlich eindeutig zu beurteilen. Mal abgesehen von der Diskussion um ein ordentliches Verfahren gegen OBL. Dazu habe ich meine Meinung nun schon mehrmals gesagt. Die grundsätzliche Frage lautet doch: Ist gezieltes Töten eines Massenmörders rechtlich begründbar oder nicht. Und es muss sich anschließen: Ist das Bombardieren eines Privathauses, in dem man diesen Massenmörder gesichert weiß, mit der Folge seines Todes, rechtlich begründbar oder nicht? Was wäre gewesen, wenn Gaddafi auch getötet worden wäre, wie sein Sohn? Da hätte man wohl höchstens lamentiert, dass die UN-Resolution das nicht vorsah.
zero, die Frage wird offen bleiben, was für uns alle in Zukunft verheerender ist: Ein anständiges Rechtsverfahren oder der offensichtliche Rechtsbruch...
Verdikt - auch mal wieder an Bord! Du meinst sicher den Fall Daschner. Es gibt noch einen aus Schwerin -2004. Schröder hat sich wohl alle Optionen offengelassen und keine eindeutige Aussage getroffen. Was Deine Forderung nach Emotionslosigkeit anbetrifft, da kannst Du lange warten, selbst mit der sachlichen Auseinandersetzung hast Du wenig Chancen auf Erfolg. Besonders geht es um ein so liebenswertes Hascherl wie OBL. Da werden Forderungen nach einem Prozess gestellt, ohne zu überlegen, was das bedeutet hätte, angefangen von der Überführung, weiter über die Unterbringung, die prozessuale Gestaltung - und welche Bedrohungen dann hätten auftauchen können. Und auch abgesehen von der Frage der zu ladenden Zeugen, wie Bush und Taliban- und al-Khaida-Mitglieder und und und.
verdikt, das Problem ist, dass diese Regierung mit solchen Aussagen unseren Rechtsstaat aushöhlt. Es sollen jetzt sogar auch Aussagen bzw. Geständnisse, die unter Folter (natürlich nur im Ausland) gemacht wurden, anerkannt werden. Nach ein paar Stunden Folter gesteht so gut wie jeder alles. Ich möchte weder einen Willkürstaat noch die von oben gesteuerte Verrohung unserer Gesellschaft. Ein Rechtsverfahren - auch im Fall von Osama - hätte der westlichen Welt gut zu Gesicht gestanden. Wenn wir auch nicht besser sind, müssen wir uns wirklich nicht wundern, wenn die Fanatiker auf beiden Seite immer mehr Zulauf bekommen.
Wie war das mit dem Polizisten, der den Verdächtigen bedroht hat, weil es um erin Kind ging? Da waren doch alle dafür!! Schröder - man mag sie auch nicht lieben - was hat sie denn gesagt? Wieso ist diese Aussage eine Gefahr für unseren Rechtsstaat? Ein sachlicher, emotionsloser Umgang mit diesem Problem wäre sicher angebrachter!
Politiker/innen die wie Familienministerin Frau Schröder, einfach mal so... spontan be- und verurteilen, sind eine Gefahr für unseren Rechtsstaat und als Volksvertreter/innen fehl am Platz.
Nachdem jetzt auch unter Folter errungene Geständnisse vor Gericht anerkannt werden sollen, muss man leider davon ausgehen, dass wir wieder Tür und Tor für Menschenrechtsverletzungen geöffnet haben...
Da fällt mir noch was Seltsames ein: Wie ist das mit Scharfschützen?
Ist das wirklich so eiinfach? Selbst namhafte Juristen tun sich schwer bzgl. der Beurteilung der Rechtsstaatlichkeit und Rechtmäßigkeit der gezielten Tötung von Terroristen. Ordnet man dies unter Tyrannenmord ein oder Monarchomachen, wird es staatstheoretisch noch komplizierter. In Vindiciae contra tyrannis (1579) ist recht gut beschrieben, was dafür spricht. Wir sollten - so keiner mehr die Meinung der Rechtmäßigkeit eines gezielten Tötens vertreten darf, sei es OBL oder Gaddafi und und und, bitte auch die jährliche Verherrlichung eines Stauffenberg, die trauerspielgleiche Begehung des 20.Juli untersagen. Hier kommt nämlich überall die verwerfliche Akzeptanz dieses gezielten Tötens zum Ausdruck, mit der gleichfalls negativen Freude - sprich Enttäuschung vermischt mit demokratischer Trauer, dass das nicht geklappt hat.