Israels Sorgen über Entwicklungen in Ägypten und Syrien
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Der arabische Frühling, wie die derzeitige Umbruchsstimmung in den arabischen Ländern derzeit gern genannt wird, ist in Fahrt gekommen, hat aber bisher noch nicht wirklich das gebracht, was sich der Westen und Israel erhofft hatten.
Der ägyptische Präsident Mubarak wurde vertrieben, die Menschen sind nun frei, doch ist die bisher erzielte Freiheit auch wirklich das, was erreicht werden sollte? IAuf sarsura-syrien.de weiterlesen
11 KommentareÄhnliche Beiträge aus den Themenbereichen: syrien, Palästinenser, Israel, Grenzen, Außenminister, Ägypten
Kommentare zu Israels Sorgen über Entwicklungen in Ägypten und Syrien
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Hier mein Vorschlag wie die Einstaatenlösung umgesetzt werden kann: LINK
@zero1000 - Zynismus oder Sarkasmus sind i.d.R. nicht unbedingt Garanten für eine rationale Diskussion. - Mein Anliegen war, darauf hinzuweisen, daß die Araber seit der von den UN gewollten Staatsgründung Israels fast immer nur Krieg gegen Israel im Sinn hatten, obwohl sie doch mit dem real existierenden Palli-Staat "Jordanien" bereits den Löwenanteil des Mandatsgebiets bekommen haben.
Gute Beiträge, zero. Sachkenntnis-alle Achtung! Nur meine Frage: Wer schürt hier die Brände in diesen Staaten? Ich befürchte, dass hier, wie auch anderswo auf der Welt, der CIA seine Pfoten im Spiel hat...
Israel sitzt seit jeher zwischen Gefahrenquellen. Nur Asche überdeckte die Glut. Die Umbruchstimmung der arabischen Länder entfacht nun diese Glut mehr und mehr zu einem gefährlichen Feuer, dass alle bisherigen Bemühungen um Frieden zwischen Israel und Palästina zu ersticken droht. Feuer das sich mit jeder Demostration vergrößert und u. a. mehr und mehr mutig einen völlig unabhängigen palästinensischen Staat fordert. Verstehe schon, dass Israel über diese Entwicklung besorgt ist.
Na - wenn der Grund der Probleme darin liegt, dass die arabischen Staaten Israel nicht anerkennen - scheinst Du die Jahre seit 1949 wohl fernab der Kenntnis aller Vorgänge in einer schalldichten Dunkelkammer gelebt zu haben zu haben!
Diese angeblichen Volksaufstände kann man nicht über einen Kamm scheren, sie haben in jedem Land andere Ursachen. Daß Israel die Entwicklungen mit Sorge sieht, ist doch logisch. Der Sturm von 1000 verhetzten Menschen über eine (von den österreichischen UN-Truppen gesicherte!!!) Grenze auf den Golanhöhen ist ja erst der Anfang. - Das Grundproblem ist die Weigerung der arabischen Staaten, Israel anzuerkennen und Frieden zu schließen. Daran ändert sich auch durch die sogenannten Volksaufstände nichts.
Lazy79, wir sind hier völlig einer Meinung. Ein Teil meines Lebens spielt sich im arabischen Raum ab, sei es Afghanistan, Tunesien, Ägypten, Algerien, auch Syrien und vor dem Ärger auch Libyen, hier allerdings nur bei einem von mir geliebten Tuaregstamm. Ich sehe die Demonstrationen in diesen Ländern im Moment so, dass ein Teil der Demonstrantionen tatsächlich aus der Not der Bevölkerung geboren ist, dass aber der überwiegende Teil der Demoteilnehmer, gesteuert und gezielt, unter diese Demonstranten gemischt wurde und wird, um das ganze eskalieren zu lassen. Ich war vor kurzem in Marokko - vor Marrakesch, auch hier wird demonstriert - nur hier geht es richtig lieb zu. Vielleicht auch, weil der König in vorauseilender Angst Verfassungsänderungen und Änderungen im Sozialsystem in Angriff genommen hat. Vielleicht aber auch - ohne bösartig sein zu wollen - oder doch - weil es sich der Westen nicht leisten kann, dass Nordafrika brennt vom Nil bis zum Atlantischen Ozean, schon heute erkennend, dass man sich mit Libyen nicht nur zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, sondern nur noch mit den Fußzehen am Sims festhält. In Algerien hat man geprobt, Tunesien war die Generalprobe und Ägypten die Uraufführung. Beflügelt von dem "Erfolg" wandte man sich dann Libyen zu - etwas später Syrien - und siehe da - die Folgeaufführung wurden zum Flop.
Hi zero1000 stimm ich dir durchaus zu, schätze ich. die lage in syrien ist aber (war selbst vor einigen tagen noch dort..) alles andere als "so" wie sie bei welt, fokus, ard & co dargestellt wird. weshalb ich auch zweifel an den anderen berichterstattungen hege. bin deutscher.. hab mit syrien also nicht viel "am Hut" - um nur mal irgendwelche sachen vorzubeuen. Dies bedeutet nicht, dass nicht jeder todesfall absolut tragisch ist, aber es gibt nicht nur friedliebende blumenkinder unter den dortigen 2000 bis 3000 demonstraten (zusammengefasst..) - und viel weniger als oft berichtet wurde. hab u.a. selbst erlebt wie manche sender von demos in aleppo berichtet haben und ich mich zeitgleich am angeblichen platz der großen demo aufgehalten habe.. es war nur ein "normaler" freitag in aleppo - keine demo. durch kumpels an der uni in aleppo, latakia und damaskus konnt ich auch immer wieder erfahren, wie die lage eigentlich aussieht. deraa bzw. daraa, wie man will, ist eine andre sache aber es liegt gewiss nicht nur an der not des volkes, dass dort und anderswo zu demos aufgestachelt wurde und diese natürlich auch stattfunden - aber nicht ganz so wie es viele youtube videos und artikel, basierend auf reuters, al jazeera (etc) suggerieren.. keine ahnung - man wird mir eh nicht glauben befürchte ich ;) liebe grüße
Ironie mal beiseite. Mit al-Arabi hat nicht nur WW nicht gerechnet. Er hat sicher auch nicht damit gerechnet, dass sich die Stimmung in Ägypten derart stark gegen Israel wenden wird, selbst wenn dies mit rationalem politischem Verstand als wahrscheinliche Option hätte durchdacht werden müssen. Im Rahmen illusionärer und vor allem idiotischer Hoffnungen, in arabischen Staaten westliches Demokratiebedürfnis sprießen zu sehen, ist bei wohl fast allen Politikern das Denken abhanden gekommen - noch unterstützt durch die Unkenntnis arabischen Wesens und Denkens. Dies ist auch zu erkennen in der hochgradigen Hilflosigkeit westlicher Staaten bezogen auf die Vorgänge in Tunesien, Algerien und Ägypten und Syrien etc. Ganz zu schweigen von dem Rasierklingenritt in Libyen. Die durch Blindheit geprägten Handlungen würden vollends zur Groteske ausarten, wenn auch noch Marokko anfangen würde, seinem König richtig in den Hintern zu treten.
lol.. gute Ironie.. mir scheint angesichts eigener eindrücke und erlebnisse.. Herr Westerwelle hat keine Ahnung von der Situation in manchen Ländern oder lügt bewusst.
Ich kann nicht nachvollziehen, wovor die Israelis Angst haben. Unser Außen-Guido hat den Aufbruch der arabischen Staaten in Richtung "westliche" Demokratien ausdrücklich begrüßt. Und der muss es ja schließlich wissen...