Marokko: König stellt einige Verfassungsänderungen in TV-Ansprache vor
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Im Februar gingen die Menschen in Marokko auf die Straße, um nach Reformen zu verlangen. Es kam zu einigen Zusammenstößen und Auseinandersetzungen mit den Sicherheitsbehörden.
Der König Muhammad VI reagierte auf diese Demonstrationen und kündigte eine umfassende Verfassungsänderung an, ...Auf sarsura-syrien.de weiterlesen
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Mohammed Ben Al-Hassan ist beim Volk - trotz aller Kritik, die an ihm geübt wird - sehr beliebt, hat er doch die Politik seines Vaters schon kurz nach der Thronbesteigung in gemäßigtere Bahnen gelenkt. Seine jetzigen Verfassungsvorschläge sind für Marokko ein Riesenschritt, den die Bevölkerung mit Sicherheit nicht überblickt. Dass die Opposition mit nichts zufrieden ist, wird verständlich, wenn man sich anschaut, welche Kräfte hier wirken. Dies sind insbesondere die islamischen Fundamentalisten, die schon 2004 gegen Mudawana protestierten. Sie waren auch 2002 völlig von der Rolle, als Mohammed VI. Salma Bennani heiratete und auch noch zur Prinzessin Lalla Salma machte. Man sollte jetzt diese Verfassungsreform dem Volk nahebringen und es einbeziehen in einen Fortschritt, der in Nordafrika seinesgleichen sucht. Denn eines kann als sicher gelten: Wird dieser Vorstoß Mohammeds torpediert, wird Marokko um Jahre zurückgeworfen und - so wie ich Mohammed VI kenne, wird er seinen Vater noch übertreffen, was die Polizeistaatlichkeit anbelangt. Dann hört der Spaß auch auf für die islamischen Fundamentalisten.