"Ich bin kein 'billiger Abrechner'
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Im Streit um die Aufarbeitung des Stasi-Unrechts hat der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, deutliche Kritik an der brandenburgischen Landesregierung und Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) geübt.
Der Bundesbeautragte für die Stasi-Unterlagen Jahn wehrt sich gegen Vorwürfe aus Potsdam, statt Aufklärung billige Abrechnung zu betreiben.Auf t-online.de weiterlesen
18 KommentareKommentare zu "Ich bin kein 'billiger Abrechner'
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Der Abrechner im Interview LINK
Unterm Hut ist nichts, wie jeder erkennen kann. Ich meine das Ding, was zu kurz zum Stehen ist.
Jetzt verstehe ich erstmal den Hinweis mit der Attrappe mit Hut. Meinst du damit das Ding, was unter dem Hut steckt, rot-Tunte?
Peppone, wenn man die Akten der "Spitzenpolitiker" der BRD veröffentlicht hätte, hätte es nach dem Mauerfall eine zweite Revolution gegeben! Übrigens, Frau Bundeskanzlerin hat Ihre Akten auch "entfernen" lassen. Sie wollte sicher vermeiden, dass die Bundesbürger sie mit Mitleid erschlagen, wenn sie lesen müssen, wie frau merkel von der Stasi über Jahrzehnte gequält worden ist. Man ist diese Frau tapfer!
Es gibt im benannten Buch auch einige interessante Hinweis darauf, welche Akten der Gauck-Birthler-Jahn-Behörde zugänglich gemacht wurden, welche auf wessen Anweisung vernichtet wurden und warum die einstigen Gegner der Einrichtung dieser Behörde, gemeint sind die aus den alten Bundesländern, plötzlich dieser nicht mehr im Wege standen.
peppone, Rote Tunte, beide Zustimmung. Nagel auf den Kopf genagelt. Diestel hatte sinngemäß u.A. auch noch gesagt: "Ein Mörder kommt nach 15 Jahren frei und nach 20 Jahren darf ihn Niemand mehr ungestraft einen Mörder nennen. Und hier werden Menschen über mehr als 2 Jahrzehnte verfolgt und ausgegrenzt..."
1000 Punkte wenn ich könnte. Auf der einen Seite hat die Stasi Vorwürfe erfunden und Geschehnisse konstruiert um "Regimegegner" gefügig zu machen, so die "Geschichtsaufarbeiter" und auf der anderen Seite sind die Aufzeichnungen und Berichte der Stasimitarbeiter die einzige Wahrheit im Universum! Komisch oder?
Zitat Dr.P.-M. Diestel aus "Diestel - Aus dem Leben eines Taugenichts?" "Es hat - mit Verlaub- manchmal den Anschein, als hätte man an die Ostdeutschen kleine Schwerter verteilt, mit denen sie sich nunin einer Arena zur Unterghaltung von Westdeutschen einen Schaukampf liefern. Einen Kampf, der übrigens in der Regel im Osten keinen Gewinner hat und der zumeist einem Westler mehr zu einem Job im Osten verhilft, einen störenden Ost-Politiker mehr demontiert oder zumindest ins Abseits befördert und der so wunderbar von den wirklichen Problemen im Land ablenkt. Ich will mal ganz zynisch sagen: manchmal kommt mir die Gauck-Birthler-Behörde wie einen ABM-Firma für Westler vor, für die sich bürgerbewegte Ostdeutsche in verstaubten Stasi-Aktenregalen die Finger schmutzig machen. Mit seriöser Geschichtsaufarbeitung hat das nichts zu tun. Dieser Irrglaube an den Wahrheitsgehalt der Stasi-Akten ist aberwitzig:Auf der einen Seite weiß doch jeder, dass Geheimdienstler professionelle Lügner sind, und auf der anderen Seite werden diese Leute dann nachträglich zur Wahrheit erhoben, wenn es politisch opportun ist"
zero, ich bin ja auch Ossi. Und es ist vernünftig, begangenes Unrecht in der DDR zu bestrafen. Wer will hier wem was aufrechnen? Im Westen wurden Nazirichter "umerzogen" und vertraten fortan den Rechtsstaat. Dieses ewige hin- und her, dient meiner Meinung nach nur, um von derzeit bestehenden Problemen abzulenken. Ich habe meine Stasiakte auch gesehen, war erstaunt und habe den Inhalt für mich als erledigt abgehakt. Wie will man ein Land "einigen" wenn man einen Teil davon immer noch verfolgt und ausgrenzt? An welchem Pranger stehen eigentlich die 20000 IM, die als Bundesbürger, ohne Not, für die Stasi "gearbeitet" haben? Sie konnten sich frei gegen eine Mitarbeit bei der Stasi aussprechen, viele der Stasi- IM im Osten nicht.
Nun ja, zero, es geht auch nicht um billige Vergleiche. Nur, wenn man Teile der Bevölkerung eines ehemals souveränen Staates über Jahre verfolgt und ausgrenzt, sollte man doch zunächst vor der eigenen Tür kehren. Zumal wir in der Ex-DDR, und das hatte ich auch schon einmal gesagt, uns das Sowjetsystem nicht aussuchen konnten. Wir hatten nämlich einen Krieg verloren. Die EX-BRD möglicherweise nicht. Zumindest hat man manchmal so den Eindruck. Und "das Recht des Stärkeren", So_ist_es? Ich dachte immer, das was wir jetzt haben, nennt sich eine "Demokratie"?
Nun ist ja das eine nicht mit dem anderen zu vergleichen - also NS-Nachbereitung und STASI-Aufarbeitung. Ich habe es hier schon mehrmals gesagt: Ich möchte die Aufbereiter bitten, einmal das umgekehrte Szenario durchzuspielen - die DDR übernimmt die BRD. Diese gar nicht mal unsinnige Spiel würde zu neuen Einsichten führen. Ich möchte nicht wissen, was die Wessis dazu sagen würden, DDR-Gestze übergestülpt zu bekommen - nur ein Beispiel. Die DDR war ein anerkannter, souveräner Staat. Diese Souveränität wurde durch den Einmarsch u.a., der HMI ad absurdum geführt. Die Präambel des GG bekam jeder um die Ohren gefleddert, ob er wollte oder nicht. Ich frage nochmal: Welches Recht haben wir, HEUTE noch einen Staat, das heißt die Bewohner dieses Staates zu verfolgen, nur weil sie einer anderen Gesetzgebung gefolgt sind, als die Hochwessis?
Und welche sollte das sein?
Peppone, guter Artikel! Schau dir mal die Atrappe mit Hut an, der freut sich auf der "richtigen" Seite zu stehen, der ist lustig!
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Na pass mal auf, So_ist_es, das Du in Ruhe alt werden kannst. Bis jetzt sind keiner Gesellschaftsordnung die Bäume in den Himmel gewachsen. Das haben die vergangenen 100 Jahre gerade hier in Deutschland gezeigt. Und auch die jetzige ist nicht für die Ewigkeit gebaut. Da kannst Du beruhigt Gift darauf nehmen...
Nur, das Problem SR ist, dass man in der BRD fleißig das alte Rote Feindbild erhalten hat und es gepflegt wird. Inzwischen selbst von Leuten aus der GRÜNEN Truppe, die früher mal den Kommunisten zugetan waren. Die sind ja nun an den Schaltstellend er Macht angekommen. Und da lebt es sich gut. Und die können auch mit einem Jahn gut leben. Der tut Denen nichts, weil der seine Stasi hat. Und wenn ich mir einige Kommentare hier in webnews in das Gedächtnis zurückrufe, wenn es um "Die Roten" ging, dann hätten mit Sicherheit einige der Herrschaften kein Problem damit, auch wieder mal Frauen und Kinder abzuknallen, wenn denn nachgewiesen wäre, dass sie die "Bälger oder Weiber" von Bolschewiken wären.
Es wäre sicher nicht schlecht für die sogenannte Deutsche Einheit, wenn man beide deutsche Staaten hinsichtlich ihrer Praktiken, ihrer IM/Verdeckte ermittler/Informanten/anonymen Anzeiger gleichermaßen intensiv beleuchten würde, wie man es mit der Ex-DDR und der dort tätigen Stasi macht. Es wäre sicher auch nicht von Schaden gewesen, wenn der Herr Jahn und Andere sich die Sendung "Als der Staat rot sah", vor ca 8 Wochen auf BR Alpha gesendet, angesehen hätte. Wie in der Ex-BRD bis in die 60-er Jahre hinein Kommunisten verfolgt und durch ehemalige Nazi-Richter (oft gebrachtes Beispiel: Lüneburg) eingelocht wurden. Nur, weil sie eben weiterhin Kommunisten waren und sich nicht umdrehen ließen. Man hat die Haftbedingungen gezeigt. Vergleichbar mit Höhenschönhausen ( was so oft angeführt wird). Und man hatte die alten Leute interviewt. Viele von Denen saßen bei den Nazis bereits Jahre im Zuchthaus und wurden in der BRD wieder eingelocht. Durch die gleichen Herrschaften, die sie unter Hitler schon verhörten,verfolgten, einsperrten. Und keiner von den Opfern dieser Justiz hat je eine Mark Entschädigung gesehen. Von Rahbilitation ganz zu schweigen.Und wie läuft es denn heute in der Anschiss-Republik Deutschland? "Beobachten Sie mal fleißig Ihren Nachbarn. Ob der nicht etwa ein Terrorist, ein Extremist (links oder rechts-eher rechts), ein Islamist, ein Schwarzarbeiter, ein Steuerhinterzieher, ein Schwarzbauer, ein Zoll-Verstößling, ein Schwarzhörer oder-seher usw. ist. Dann zeigen Sie ihn bitte an. Anonym natürlich..." Und wie hat man alte Nazis in der BRD behandelt? Sie kamen ohnennennenswerte Probleme in allen Ämtern Behörden, im Staatsdienst (Gehlen, Filbinger, Globke, ehemal. Richter und Staatsanwälte, Polizisten, Gestapo-Leute) unter und bezogen, wie es sich gehört, nach dem Ausscheiden ihre Pensionen...
Herr Jahn hat vollkommen Recht. Er ist kein billiger Abrechner. Er ist im Gegenteil ein sehr teurer Abrechner. Möchte nicht wissen, wie seine Planstelle als Bundesbeamter bezahlt wird und die Altersversorgung geregelt ist. Nach seiner Lesart müssten wir heute noch Abrechnung mit einer Vielzahl von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern und anderen Angehörigen von staatsnahen und staatstragenden Organisatione durchführen, und die müssten sich auch noch im Büßergewand Asche auf die Häupter streuen, denn mir sind keine Termine für eine Absolution bekannt geworden, wenn man nicht die Wiedereinstellung solcher Typen in Polizei, Bundeswehr und Staatsapparat als Absolution ansehen will. Im AA erhalten sogar noch Verstorbene aus dem Reichsaußenministerium von Rippentropp heute noch offizielle Nachrufe von den alten Kameraden. Warum setzen sie nicht auch hier den Hebel der moralischen Leuterung an, Hr. Jahn? Möglicherweise hätten sie es in den letzten 20 Jahren mal mit sinnvoller Arbeit versuchen sollen, statt sich mit selbsternannten Bürgerbewegten und Widerstandskämpfern in allen mölichen und unmöglichen Forschungsprojekten über die Jahre zu retten. Unfähig oder zu faul für eine sinnvolle Tätigkeit. Auch über sie wird die Zeit der Geschichte hinweg gehen.