Politische News
Am Bedarf vorbei gerechnet
Die Hartz-IV-Leistungen für Familien mit Kindern ermöglichen keine angemessene Teilhabe. Ausgerechnet der Bildungsbedarf - zum Beispiel Schulbücher oder Nachhilfe - wird vernachlässigt.Kinder kommen bei der Grundsicherung zu kurz.Kinder erhalten nur eine Teilmenge des knapp bemessenen Betrags für Erwachsene. Der so genannten Eckregelsatz spiegelt den monatlichen Mindestbedarf eines Alleinstehenden nach den Vorstellungen des Gesetzgebers wieder - derzeit 347 Euro. Hartz-IV-Leistungen für weitere Haushaltsangehörige orientieren sich ebenfalls am Eckregelsatz: Erwachsene und Kinder ab 15 Jahren bekommen 80 Prozent des Regelsatzes, jüngere Kinder 60 Prozent.Der Eckregelsatz wird anhand der Konsumausgaben des unteren Fünftels der Alleinstehenden ermittelt, wobei Sozialhilfe- oder Grundsicherungsempfänger vorher herausgerechnet werden. Als Datenbasis dient die alle fünf Jahre erhobene Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes, die letzte Erhebung war 2003. Für zehn verschiedene Ausgabenarten von "Nahrungsmittel" bis "Verkehr" werden die durchschnittlichen Aufwendungen der Referenzgruppe bestimmt - und anschließend nach unten korrigiert. Beispiel: Laut EVS geben die unteren 20 Prozent der Alleinstehenden etwa 18 Euro für Gesundheitspflege aus, "regelsatzrelevant" sind davon jedoch nur 71 Prozent, also rund 13 Euro. Die einzige Warengruppe, die zu 100 Prozent in die Berechnung eingeht, ist die Rubrik "Bekleidung und Schuhe". Dafür sind aktuell 34 Euro pro Monat angesetzt. Alle zehn Einzelpositionen addieren sich zum Eckregelsatz. Becker hat mehrere Einwände gegen die Berechnung:
Die Alleinstehenden sind keine geeignete Bezugsgruppe,
wenn es darum geht, den Bedarf von Familien zu ermitteln, schreibt sie. Typische Ausgaben für Kinder kommen in der Berechnung nicht ausdrücklich vor: Spielzeug, Schulbücher, Nachhilfe und vergleichsweise hohe Ausgaben für Kleidung, weil die Kleinen schnell aus ihren Sachen herauswachsen. Mit der Wahl der Alleinstehenden als Vergleichsgruppe legt der Gesetzgeber einen sehr niedrigen Maßstab an, denn das Armutsrisiko ist in diesem Teil der Bevölkerung besonders hoch. Das Gleiche gilt - zumindest für die Zeit vor Hartz IV - für den Anteil derer, die sich durchschlagen ohne ihre Sozialleistungsansprüche geltend zu machen. Sie werden bei der Regelsatz-Bestimmung nicht herausgerechnet, sondern ziehen den Durchschnitt nach unten. Zudem ist der Altenanteil bei den Alleinstehenden überdurchschnittlich. Die Konsumgewohnheiten dieser Gruppe lassen Becker zufolge aber kaum auf den Bedarf von Kindern und Eltern schließen. Sinnvoller wäre es, das Ausgabeverhalten von Familien als Maßstab zu nehmen oder zumindest ergänzend zu berücksichtigen, so die Forscherin.
Bildung ist für Bedürftige nicht vorgesehen.
Laut "Regelsatzverordnung" bleiben ausgerechnet die Bildungsausgaben der Referenzgruppe völlig außen vor. Sie fließen nicht in den Eckregelsatz ein. Dies bewertet Becker als besonders problematisch: "Um das in vielen Studien belegte Muster des schichtspezifischen Zugangs zu Bildungseinrichtungen aufzubrechen", sei eine individuelle Förderung der Kinder aus einkommensschwachen Familien nötig. Aus der EVS geht hervor, dass Jugendliche, die dem oberen Fünftel der Einkommensverteilung angehören, fast viermal so häufig Nachhilfe bekommen wie Gleichaltrige im unteren Fünftel. Becker schlägt vor, im Rahmen der Grundsicherung auch Kosten für Betreuungsleistungen oder Nachhilfe zu übernehmen.
Ich stelle mir da die Frage, wie sollen Kinder ohne Bildung aus HARTZ VI kommen wenn nicht einmal Geld für die Bildung ausgegeben wird?
Wie kommt es in einem reichen Land wie Deutschland zu Kinderarmut?
Die dümmlichste Antwort, die ich hierzu je gehört habe, ist, die Eltern würden ihre Kinder vernachlässigen. (Familienrichter/innen vertreten gelegentlich die Meinung, dass Kinder in Trennungsfamilien wegen der Weigerung der Väter, Unterhalt zu bezahlen, in die Armut rutschten!) Ebenso gut könnte man behaupten, diese Kinder würden einer Prüfung (oder Strafe?) Gottes unterzogen. Nein, mit primitiven Antworten wollen wir uns hier nicht abgeben.
Hier ist auch nicht der Ort, um sich über den Begriff von “Armut” zu streiten, um dann - je nach eigenem Gutdünken - Kinderarmut zu bestätigen oder zu leugnen. Arm und reich ist ein Begriffspaar, wo der eine Begriff nicht ohne den anderen zu denken ist. Wenn es Reichtum gibt, gibt es auch Armut. Gibt es keinen Reichtum, gibt es auch keine Armut; wir hätten nicht einmal diese Worte erfunden oder gelernt.
Kinderarmut ist kein Phänomen, dass losgelöst von Armut überhaupt in Erscheinung treten könnte. Kinderarmut ist nur dort zu vorzufinden, wo auch Erwachsene in Armut leben. Jedoch ist die Wahrnehmung der Armut von Erwachsenen eine andere (eine viel gedämpftere) als die Wahrnehmung von Kinderarmut. Man wirft einem Erwachsenen leicht vor, er sei an seiner Armut ja “selbst schuld”, und wendet den Blick ab. Bei Kindern ist man da - vorbehaltlich rassistischer Einstellungen - schon etwas sensibler. Dennoch ohne Armut im Allgemeinen gibt es auch keine Kinderarmut.
Quelle:
Hans-Böckler-Stiftung, bpb, Wikiped
Kinderarmut in Deutschland
Geschrieben von
jogi3
am 23.06.08
in Politische News
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Man muss euch kennzeichnen damit man uns auseinander hält.
Ich möchte nie mit einem Ossi verwechselt werden welch Schande.Habgierig,Faul,fordernd,nur auf
vorteile bedacht,im Kopf sowieso hohl.Ihr hättet doch eure eigene Familie verkauft für ein paar gute
Worte von der Stasi.Sofern mann selber keiner war aber leider war jeder 2 ein Volksspitzel
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1.Sehen sie einmalig dämlich aus
2.Wenn sie's Maul aufmachen kommt nur einmaliger Mist raus
3.Haben in Deutschland nur sie Brüder und Schwestern, zu denen sie gleichzeitig noch Papa oder Tante sagen.
Du siehst also, dich wird niemand mit einem Ossi oder auch Wessi verwechseln. Auf uns Menschen treffen diese drei Bedingungen nämlich nicht zu. Da muss man schon so eine niedrige Lebenbsform wie du sein.
Mi fa vomitare.
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Hast eben Nachholbedarf 40 Jahre wie ein Köter dahinvegetiert??
Ich verstehe dein Frust das man dich nicht freigekauft hat.
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Was denkt ihr?
jogi3
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Endlich Bürgergeld einführen!
Dann wird Arbeit auch wieder gut bezahlt!
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das Geld für nichtstun in den Arsch wie Deutschland.Die Armut wird nur vorgeschoben weil einige Schmarotzer das Geld für die Kinder für Stoff und Saufen brauchen.HartzVI reicht nicht für den täglichen
Durst da muss auf dem Rücken der Kinder noch was aus dem Staa rauszuholen sein.Verkauft eure Autos,Handys,PC, etc dann hat man auch in der Not was
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Wenn ich z.B. nach 20 Arbeitsjahren den Arbeitsplatz verliere habe ich ein Jahr und
dann bin ich auch ein Harzer, falls ich nichts mehr bekomme wo man menschenwürdig
bezahl wird. Gute Arbeit für gutes Geld gibts fast nicht mehr. Im Osten sowieso nicht!
Erspartes ist auch dank dem Euro längst aufgefressen! Also erst überlegen und dann
Schreiben! Schon mal was von Solidargemeinschaft gehört, oder gibt es nur noch egoistische
Hinterwaldfeenkapitalisten?
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