Politische Meinung
Ohne sozial staatliche Anstrengungen würde sich die Armutsrisikoquote verdoppeln.
Besonders bedrückend:
- die Zahl derjenigen,
- die trotz Arbeit
von Armut bedroht sind.
- Kinder werden immer ärmer
Das Bundeskabinett wird sich voraussichtlich Ende Juni / Juli mit einer zwischen den Ministerien abgestimmten Fassung des 3. Armuts- und Reichtumsbericht befassen und diesen der Öffentlichkeit vorlegen.
Der Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geht von einem Armutsrisiko von 13% im Jahr 2005 aus - das ist ein Prozent mehr als im Jahr 2004. Das heißt, 13% der Bevölkerung in Deutschland verfügen über ein Einkommen, welches geringer war als 60% des Durchschnittseinkommens. Insbesondere Arbeitslose, Beschäftigte im Niedriglohnbereich, Menschen ohne Berufsausbildung, Alleinerziehende sind Gruppen, die besonders von Armut betroffen sind.
Sozialstaatliche Transferleistungen wie das Arbeitslosengeld II, die Sozialhilfe oder die Grundsicherung für Ältere und Erwerbsgeminderte und familienpolitische Leistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag, das früherer Erziehungsgeld oder Wohngeld haben die Armutsrisikoquote 2005 halbiert, in der Kinderarmut gar auf fast ein Drittel gesenkt. Im europäischen Vergleich reduziert Deutschland Armut durch Sozialtransfers am wirksamsten, neben Ländern wie Schweden, Finnland oder den Niederlanden. Der Sozialstaat wirkt also armutsvermeidend.
Besorgniserregend ist die Ausweitung des Niedriglohnsektors.
Hier hilft die Einführung von Mindestlöhne
7,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland zu niedrigen Löhnen - oder sind es nur 3,3 Millionen?
Trotz völlig unterschiedlicher Berechnungsweisen der Forschungsinstitute schälen sich inzwischen allgemeingültige Entwicklungstrends heraus:
Der Niedriglohnsektor wächst nicht nur, er verfestigt sich.
Gibt es einen "gerechten Lohn"?
Eine Messlatte
für einen "gerechten Lohn" gibt es nicht, auch die Wissenschaft
liefert sie nicht. Offiziell existiert nur eine einzige verbindliche
Norm - an die sich aber niemand hält. Die Europäische
Sozialcharta (ESC) von 1961 legt fest, dass ein Lohn unter 60 Prozent
des nationalen Netto-Durchschnittslohns nicht angemessen ist. 2003
waren das nach Berechnungen des WSI 1.012 Euro, und 3,3 Millionen
Menschen in Deutschland verdienten weniger. (Brutto entspricht das in
etwa den 1.442 Euro, die das WSI als Grenze für den Armutslohn
ansetzt).
Gesetzliche Mindestlöhne gibt es in Deutschland
nicht. Die eigentliche Haltelinie nach unten ist im System der
Bundesrepublik immer noch der Tarifvertrag. Viele der untersten
Tariflöhne liegen mit 4, 5 und 6 Euro brutto aber inzwischen voll
im Niedriglohnbereich, vor allem, aber nicht nur in Ostdeutschland.
Hinzu kommt, dass durch die nachlassende Tarifbindung immer weniger
Menschen von Tarifverträgen profitieren.
"Armut trotz Arbeit"?
Niedriglöhne für Vollzeitarbeit bedeuten nicht
zwangsläufig ein Leben in Armut, insbesondere wenn noch andere
Einkünfte erzielt werden oder mehrere Einkommen in einem Haushalt
zusammenfließen. In den meisten Verteilungsstudien wird die
Einkommensarmut heute an den privaten Haushalten festgemacht, nicht am
Arbeitslohn für eine Person.
Der Armutsbericht der
Bundesregierung zeigt jedoch auf, wie sehr sich das Risiko, in Armut
abzurutschen, durch Niedriglöhne erhöht. Insbesondere, wenn
Aufstiegsmöglichkeiten versperrt sind und Betroffene zwischen
Arbeitslosigkeit und schlecht bezahlten Jobs hin- und her pendeln
Es kann nicht sein das Arbeiter 3 bis 6 € verdienen und davon leben müssen. Ich stelle mir die Frage wie soll es weitergehen?
Zu den Branchen mit geringer Vergütung zählt der Sicherheitssektor, in dem im Dezember vergangenen Jahres 424.308 Arbeiter beschäftigt waren. 4,33 Euro Stundenlohn bekommt ein Brandenburger Wachmann mindestens, wenn sein Arbeitgeber sich an Tarifverträge gebunden hat. Das sind bei einer Vierzigstundenwoche 770 Euro im Monat. In Hamburg bekommt er 6,10 Euro, weil die Löhne auch in dieser Branche im Westen höher liegen.
Auch Friseure gehören zu den Geringverdienenden. Die Vergütung, die in den tarifgebundenen Betrieben nicht unterschritten werden darf, beträgt in Brandenburg nur 2,75 Euro pro Stunde und damit 494 Euro im Monat, in Bremen liegt sie bei 6,28 Euro. Besonderen Bedarf für einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn sieht Ver.di-Sprecherin Gabriele Sterkel bei Friseuren und im Sicherheitsdienst, aber auch bei Arzthelferinnen und in Callcentern. Von den Niedriglöhnen sieht sie vor allem Frauen und Teilzeitbeschäftigte betroffen.
Ver.di fordert gesetzliche Mindestlöhne von zunächst 7,50 Euro flächendeckend und branchenübergreifend. Mit einem Mindestlohn von 7,50 Euro würde sich Deutschland damit im europäischen Vergleich etwa im Mittelfeld befinden. Die Ausweitung des Entsendegesetzes auf die Gebäudereinigung habe man sich bei Ver.di, meint Sterkel, "so nicht gewünscht". Sie sei aber "immerhin ein Schritt in die richtige Richtung".
Es sollte ein Mindestlohn kommen um wieder Menschenwürdig leben zu können
Quellen:DIW; BAMS, verdi,
Niedriglohn wächst in Deutschland rasant
Geschrieben von
jogi3
am 24.06.08
in Politische Meinung
Melden
Melden
Melden
Melden
Sie dir auch die Roten Verbrecher an Bisky will 800.-euro erhöhung.Einer der 40 Jahre gearbeitet hat, kommt vielleicht gerade mal dahin.Darum will der Osten die Linke.Ein Schlag ins Gesicht der Ehrlich arbeitenden
Westler.Mehr Geld für nichtstun genau die Lebensphilosophie des Ostens. Wie gehabt.
Melden
Nicht Wahlpropaganda! Wahrheit, Zukunft, Sicherheit, ein neues Deutschland. Aus, schluss vorbei mit den Grauen alten Schmarrn.
MUT HABEN JA zu sagen fuer einen neuen Versuch, nicht immer die aeltesten Unterhosen aus dem Schrank benutzen weil die anderen nun ein Loch haben, wie unser Geldbeutel...
Seit mir nicht boese. Ich liebe meine Deutschland, ich bin Ueberzeugt das wir Deutsche das beste Volk in Europa sind und ich kann es nicht mit ansehen wie senile das Deutschland meiner Vaeter kaputt machen, verkaufen und wir bald als Gastarbeiter nach Afghanistan muessen.
Ich kann einfach nicht mehr die tausendmal schon aufgewaehrme Erbsensuppe der CDU/CSU/SPD/FDP/Grauen Gruenen essen. Muss mal den Laden wechseln, denn e skann ja doch sein, das die was neues , was frisches haben. Risiko, ich weiss es, aber der Mensch muss Hoffnung haben und damit leben, sonst wird er zu einer EDV degeneriert und dass will ich und ich will das fuer meine Kinder nicht!
Deshalb. Also bitte nicht sauer sein, nicht denken ich mache hier auf Links, nein! Ich habe mich entschlossen es noch einmal NEU zu versuchen. Es muss sein, sonst landen wir bald wieder auf Kriegsfeldern wie mein Vater, meine Onkels, meine Mutter und Vater.
Denkt daran, das wir hier alle jeder einen Kopf hat, jeder seine Gedanken, das ist gut so. Aber eines haben wir zusammen. Wir sind Deutsch und 1945 wurde gesagt nie mehr wieder und was ist heute. Lasst uns alle zusammen wenigstens DEUTSCH sein, stolz darauf was unsere Gruendunsgvaeter in das Grundgesetz geschrieben haben und das es unantastbar ist.
Meinungen muessen verscheiden sein, aber eines nicht: Die Verantwortung fuer unser Deutschland zu tragen und mit zu veranwtorten.
Danke und bitte versteht mich. Es ist mein, euer , unser Deeutschland.
Melden
Die Aufgaben und Ziele zwischen dem Cottbuser Parteitag und dem Superwahljahr waren Thema der Klausurberatung des Parteivorstandes an diesem Wochenende. Ein Schwerpunkt war die Debatte zur Rentenpolitik der LINKEN mit der Verabschiedung eines 10-Punkte-Papiers für eine solidarische und sichere Rente.
"DIE LINKE fordert die sofortige Umsetzung dieser Punkte, weil diese gewährleisten, dass ein finanziell gestärktes gesetzliches System alle in die Rentenversicherung integriert und damit absichert", so der Parteivorsitzende Lothar Bisky. "Es werden höhere Renten für alle möglich, gleichzeitig wird benachteiligten Gruppen eine gezielte Höherbewertung ihrer Rentenpunkte garantiert."
Im Zentrum linker Rentenpolitik steht die Verteidigung der gesetzlichen Rente als Lebensstandard sicherndes Alterssicherungssystem. Die drei Komponenten – perspektivische Integration aller in die solidarische Erwerbstätigenversicherung, Wiedereinführung der Lebensstandardsicherung und Stärkung des Solidarausgleichs – sollen zusammen die gesetzliche Rentenversicherung strukturell zu einer armutsfesten Altersvorsorge machen. Die Rentenpolitik der LINKEN soll so das Rentenniveau für alle heben und gleichzeitig Altersarmut verhindern. Zukünftig soll die Grundsicherung im Alter innerhalb der Erwerbstätigenversicherung abgesichert werden. Das Ziel ist, dass nach Anrechnung von Einkommen und Vermögen keine Rentnerin und kein Rentner im Monat unter 800 Euro fallen dürfen.
DIE LINKE ist angetreten, Politik und Gesellschaft zu verändern, das Land sozialer und gerechter zu machen. Der Parteivorstand hob hervor, dass DIE LINKE die politische Agenda maßgeblich mitbestimmt habe. "Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen", so Lothar Bisky.
Melden
Der Betriebsratsvorsitzende der Saarbahn GmbH, Winfried Jung, hat heute in Saarbrücken dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Linken, Oskar Lafontaine über 220 Beitrittserklärungen von Bahn- und Busfahrern zur Linkspartei übergeben. Das sind zwei Drittel der Gesamtbelegschaft des städtischen Unternehmens. Lafontaine zeigte sich erfreut: "Das ist wie Weihnachten."
Angst vor Privatisierung und der damit verbundene mögliche Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommenseinbußen, Angst vor der Rente mit 67 wurden als Grund für den Masseneintritt bei den Linken angegeben.
Betriebsratsvorsitzender der Saarbahn-GmbH, Winfried Jung beklagte die physischen und psychischen Belastungen der Busfahrer, der Krankenstand sei immens hoch. Seiner Meinung nach könnte die Gewerkschaft Verdi "nur die Symptome lindern, die Politik könne aber die Ursachen beseitigen". Daher käme der Entschluss innerhalb der Belegschaft, der Linken beizutreten, um ein "Signal gegen den deutschlandweiten Privatisierungswahn zu setzen."
Rolf Linsler, Vorsitzender der Saar-Linken: "Immer wenn Privatisierung droht, hilft nur die Linke. Ich hoffe, dass andere Belegschaften diesem Beispiel folgen werden."
Parteichef Lafontaine zeigte sich optimistisch: "Aufgrund der jetzigen Entwicklung gehe ich davon aus, dass es einen Regierungswechsel an der Saar geben wird. Für diesen Fall kündigte er an, dass es einen Wechsel in der Industrie- und Energiepolitik im Saarland geben werde. Lafontaine weiter: "Die Rekommunalisierung wird zu einem zentralen Programmpunkt werden."
Die Linke.Saar hat mit den Neueintritten einen knapp zehnprozentigen Mitgliederschub erhalten, von knapp 2.280 auf nunmehr knapp 2.500. Sie hat damit ihre Stellung als drittstärkste Partei im Saarland massiv ausgebaut.
Melden
Masseneintritt bei der saarländischen Linken
Der Betriebsratsvorsitzende der Saarbahn GmbH, Winfried Jung, hat heute in Saarbrücken dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Linken, Oskar Lafontaine über 220 Beitrittserklärungen von Bahn- und Busfahrern zur Linkspartei übergeben. Das sind zwei Drittel der Gesamtbelegschaft des städtischen Unternehmens. Lafontaine zeigte sich erfreut: "Das ist wie Weihnachten
Melden
Was denkt ihr?
jogi3
Melden
Melden
"Ab 1. Juli erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Frankreich einen Mindestlohn von 8,71 Euro. Der Exportweltmeister Deutschland kann und muss sich denselben Mindestlohn wie Frankreich leisten", erklärt Oskar Lafontaine zu der Entscheidung der französischen Regierung.
Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE fordert gleichzeitig die Gewerkschaften und die Sozialdemokraten auf, ihre Mindestlohnforderung von 7,50 Euro anzuheben. "Die steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise machen eine Korrektur der bisherigen Forderung dringend notwendig. Bei immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stößt es auf Unverständnis, wenn Gewerkschaften und SPD einen Mindestlohn fordern, der um 1,21 Euro unter dem liegt, was der konservative Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Frankreich den Beschäftigten zugesteht."
Melden
Melden
Dass jemand soetwas vorhat, ist Irrsinn oder gezielte Volksverdummung. Ja. Typen wie Lafonaine halte ich für gefährliche Demagogen und ich nehme mir, auch ohne Deine Erlaubnis, die Freiheit, darauf hinzuweisen. Welche Schuhe Du dir anziehst, ist Deine Sache.
Melden
Melden
Du kannst sicher sein, dass ich die Linken nicht wähle. Dennoch ärgert mich eine solche Volksverdummung.
Vor allem, wenn ich an verscheidenen Stellen vom selben Absender dieselbe Beweihräucherung lese.
Die Vorschläge der Linken sind selbst der Horror, und ich nehme mir die Freiheit heraus, das deutlich zu machen - ob es die passt oder nicht.
Was Du Alter_Sack so alles kommentierst....
Melden
Melden
Die Frage der Finanzierung wird immer gestellt und muss auch gestellt werden.
Das was die Linken an Geld ausgeben wollen, sind unvorstellbare Summen. Die von der SPD genannten über 150 Mrd Euro po Jahr (!) wurden von den Linken NICHT dementiert. Noch nie hat in Deutschland (die DDR ausgenommen) eine Partei ein solches Veschuldungspogramm beabsichtig.
Wenn nur eine Legislaturperiode die Linken zu bestimmen hätten, würden Sie uns so verschulden, das - natürlich von anderen - mit einem Sparprogramm über Jahrzehnte wieder eingespart weden müsste, gegen das heutige Sparansätze ein Zuckerschlecken wären!
Die Summen sind so hoch, dass es eine Frage des Überlebens ist.
Melden
Melden
Wenn Ihr auf den reinfallt, ... der läuft doch wieder weg, wenn er Verantwortung übernehmen muss.
@duglenet
Du verbreitest überall Deine Linken-Wahlproaganda. Du übertreibst es.
Melden
Der Bundesrechnungshof rügte unlängst, dass allein zwischen 2004 und 2006 jährlich rund 100 Lobbyisten in den Bundesministerien Sacharbeit betrieben. Entlohnt von der deutschen Wirtschaft schrieben Sie dort an Gesetzentwürfen und Regierungsbeschlüssen. Sechs von Sieben Teilen eines Eisberges verbergen sich aber bekanntlich unter dem Wasser. DIE LINKE legte deshalb einen Antrag vor, der die völlige Öffentlichmachung jeder Lobbyarbeit auf Bundesebene bezweckt, um so erstmals die notwendige, breite und informierte Diskussion zum Thema zu ermöglichen. Wolfgang Neskovic erläuterte den Antrag in der 169. Sitzung der 16. Wahlperiode des Bundestages.
Melden
Der höhere Gewinn läst die aktien kräftig steigen und beim Monopoly können die Bänker zeigen wie sie Geld verrenen. Die Nieten in Nadelstreifen haben vergessen das Gewinne im Blaumann und nicht an der Börse erwirtschaft werden, dort wird nur gezockt. Aber ist es nicht schön die Meinungsfaschisten in den Medien und die Politiker verdummen die Leute und alle sind friedlich wie lange noch wie schlittern in eine Weltweite Krise und alle Idioten sehen Fußball EM das was die Spieler bisher für 4 mal 90 Minuten erhalten haben ( ca. 100.000,-€ ) dafür muss sich selbst ein hochbezahlter Arbeiter 3 Jahre arbeiten. Aber gleich wird Neiddebatte und Popublismus gezetert.
Melden
Melden
Melden
hier, wird es auch noch menschenwürdig fin
den,wenn Leute unter Brücken schlafen und Gras fressen,oder sich jeden Tag bei der Tafel anstellen. (die Reste müssen schliesslich verwertet werden)
Und jetzt kommt gleich ein Vergleich mit Afrika odrt ähnlichem!!
Melden
Melden
Dann lies mal hier:
http://www.webnews.de/kommentare/186178/0/Deutschland-ein-Paradies-fuer-Polen.html
Warum ist in Polen (und anderen Ländern) ein starker Aufschwung zu verzeichnen?







kommentieren (46)
versenden

bewerten