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Adoptionsrecht für homosexuelle Paare?

Adoptionsrecht für homosexuelle Paare?

Die Debatte um das Adoptionsrecht für homosexuelle Lebensgemeinschaften muss "als Debatte über die Rechte der Kinder geführt werden". Das fordert der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner in einem Beitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Samstag.


Kritik und Lob für Zypries' Vorschlag

Der Vorstoß von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), homosexuellen Paaren das volle Adoptionsrecht zu geben, war zuvor auch bei CDU und CSU auf heftigen Widerstand gestoßen. "Es geht bei dem Vorschlag allein um die Selbstverwirklichung von Lesben und Schwulen und nicht um das Wohl der Kinder", sagte etwa der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder.


Beim Adoptionsrecht gehe es nicht um die Rechte hetero- oder homosexueller Paare, sondern "ausschließlich um das Recht und das Wohl der betroffenen Kinder". Nun versuche man zudem, das Wohl dieser Kinder dem Wahlstimmenfang zu opfern.


Zypries beruft sich bei ihrer Forderungen auf eine Studie, nach der Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften genauso gut aufwachsen wie in heterosexuellen Beziehungen. Entscheidend sei, ob ein Kind geliebt werde. "Homosexuelle Paare sind keine schlechteren Eltern", sagte Zypries Ende Juli. Unterstützung erhält die Justizministerin von der FDP.

Wie Meisner in der F.A.Z. weiter schrieb, sei für Kinder die Verankerung in der Beziehung zur Mutter und zum Vater von zentraler Bedeutung. Darin bildeten sie auch ihre eigene geschlechtliche Identität aus. Selbst wenn heute eine solche Familienkonstellation in ihrer idealen Form oft nicht mehr vorliege, müsse man für Kinder, die zur Adoption freigegeben werden, dennoch die bestmögliche Konstellation suchen. Das Ideal im Sinne des Kindes bleibe die Familie als Beziehung zwischen Vater, Mutter und Kind.  

 

"Kindeswohl genauso gewährleistet"

Forscher der Universität Bamberg haben zwei Jahre lang die Lebenssituation von Kindern in "Regenbogen-Familien" untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Bamberger Studie äußerte Bundesjustizministerin Zypries gestern: "Das Kindeswohl ist in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Familienformen. Persönlichkeitsentwicklung, schulische und berufliche Entwicklung der betroffenen Kinder verlaufen positiv."

"Keine schlechteren Eltern"

Als Konsequenz aus der Studie hatte Zypries gestern das volle Adoptionsrecht für Paare gleichen Geschlechts gefordert. "Homosexuelle Paare sind keine schlechteren Eltern", sagte sie. "Kinder entwickeln sich bei zwei Müttern oder zwei Vätern genauso gut wie in anderen Familienformen." Unterstützung bekam Zypries von FDP und Grünen.

Gegenwind von CDU und CSU

Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) und Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) haben laut Tagesschau die Forderung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), Homosexuellen mehr Adoptionsrechte einzuräumen, scharf kritisiert. Man sei "nach wie vor der festen Überzeugung, dass Kinder am besten in einer Beziehung von Mann und Frau aufwachsen", so Bosbach in den "Ruhr Nachrichten".

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Sollen homosexuelle Partner, die in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft leben, heterosexuellen Partner gleichgestellt werden?

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