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STUDIE: Fast alle Hartz-IV-Empfänger wollen arbeiten
Fast alle Hartz-IV-Empfänger bemühen sich einer Studie zufolge ernsthaft um Arbeit. Von den Langzeitarbeitslosen unter 56 Jahre stünden 90 Prozent für eine Beschäftigung zur Verfügung, berichtet die „Frankfurter Rundschau“ unter Berufung auf eine noch unveröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Das Problem ist
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STUDIE: Fast alle Hartz-IV-Empfänger wollen arbeiten
von Pedegar 11/02/10
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Es ist grundsätzlich schon unmoralisch, dass es Kinder gibt, die nichts haben, während andere mehr haben als sie jemals brauchen könnten. Eigentlich werden wir ja alle nackt geboren.

Deshalb setze ich ganz provokativ noch einen drauf: unmoralische Privatvermögen über 1 Milliarde sollten zwangsenteignet und den Bedürftigen zugeführt werden. Es ist nicht einzusehen, wofür Bill Gates 40 Milliarden, oder die Aldi Brüder je 20 Milliarden brauchen sollen.
Selbst wenn sie Millionen davon jährlich für gute Zwecke spenden, geschieht das auf der Basis einer persönlichen Entscheidung und nicht auf Grundlage einer echten Einchätzung von Bedürftigkeit. Und selbst die Millionen-Spenden werden locker durch die Zinsen des Kapitals wieder reingeholt.
Der Staat sollte die Vermögen über 1 Milliarde einziehen und gerecht vereilen.
von lunapiena41 11/02/10
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Pedegar,

Diakonieexperten.. ja das sind die besten Experten schlichthin. Hier wird man um so bedürftiger, desto besser man jammert. Also lass es gut sein...
von Pedegar 11/02/10
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Na ja, redlich und ehrlich verdient - das ist eine grundsätzliche Frage, was man in der freien Wirtschaft unter "moralisch" verstehen mag.
Nur als Beispiel: die Aldi-Brüder verdienen ihre Milliarden an den Leuten, die sich nicht mehr als Aldi leisten können; da wird ziemlich gut deutlich, dass die richtig dicken Vermögen durch Umverteilung von ganz unten nach ganz oben zustande kommen.

Warum ist eine solche Forderung grenzwertig? Was macht man aus 50 Milliarden - man kann eigentlich nur 100 Milliarden daraus machen. Und unmoralisch sind solche Vermögen grundsätzlich per se, weil sie Kapital in einer Hand binden, das woanders dringend fehlt. Ist die Kapitalanhäufung in einer Größenordnung, die nicht mehr verbrauchbar ist, moralisch verantwortbar? Ich meine: eindeutig nein! Das ist Vermögen ohne Nutzbarkeit.

Ja, ich spreche den Leuten die Fähigkeit ab, entscheiden zu können, wo große Spenden benötigt werden, denn sie sind darin keine Experten. Es gibt aber Diakonie-Experten, die das besser und effizienter entscheiden können.
von lunapiena41 11/02/10
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siehst du..Pedgar und genau da ist es was nicht funktioniert...

Du sprichst also den Brüdern Albrecht als auch einen Bill Gates die Fähigkeit ab, entscheiden zu können wer von ihnen unterstützt wird. Alleine deine Aussage sie sollten enteignet werden ist grenzwertig.

Sag uns doch mal, mit welchem Recht du jemanden redlich und ehrlich verdientes Geld, mit dem sie auch noch zusätzlich viele Sozialprojekte unterstützen enteignen willst.
von Pedegar 10/02/10
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Ach übrigens: nur am Rande, bevor die Diskussion ausartet ;-)

Der Grabenkampf zwischen Mittelstand und Präkariat is sowas von für'n Allerwertesten, denn beide sind ja die Gelackmeierten und diese Auseinandersetzung kommt den Nutznießern zugute. Die lachen sich ins Fäustchen - dabei sollte es eine natürliche Solidariatät zwischen Mittelschicht und Unterschicht geben.

Warum?
Darum: das Bruttoinlandsprodukt der BRD ist ständig angewachsen und lag in der Regel deutlich über dem Inflationsniveau. Das bedeutet übersetzt, dass wir alle zusammen immer reicher werden.
Wenn aber trotz wachsenden Wohstandes - also trotz stetiger Kapitalvermehrung - die Armut anwächst, prekäre Beschäftigungen zunehmen und der Mittelstand wegbröselt, darf man sich fragen, wo das Wachstum - das zusätzlich erwirtschaftete Kapital - der wachsende Reichtum - hingegangen ist.
Zum Fiskus? Kaum, sonst wäre der nicht ganz so pleite.

Denkt mal nach, während Ackermann die nächsten 5 Milliarden verdient.
:))
von Pedegar 11/02/10
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Nee, meine Identität preisgeben möcht' ich nicht - hier muss man um seinen Job fürchten, wenn man linke Ansichten vertritt.

Aber ich kann dir trotzdem noch ein bisschen erzählen:
bei 2050,-- Haushaltseinkommen (netto) zahlen wir 800,-- Euro Miete, 120,-- Euro Strom/Wasser und ich habe Unterhaltspflichten von über 400,-- Euro. Von dem was übrig bleibt, leben wir.

Ich hätte vermutlich Anspruch auf Hartz-IV-Aufstockung, vermeide das aber, weil der Hartz-IV-Makel mir endgültig eine Laufbahn in meinem erlernten Beruf verbauen würde. Wer den Stempel "Hartz-IV" trägt, wird nie mehr in verantwortungsvolle Positionen berufen.

Ich habe mal 2600,-- Euro netto verdient und bin unverschuldet durch Klüngelei, Vetternwirtschaft und Mobbing in diese Lage geraten. Da kannst du dir ausrechnen, warum ich schlecht auf diese Gesellschaft zu sprechen bin.
von lunapiena41 11/02/10
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Sorry,

vielleicht bin ich nur zu blöd um solch gute billige Arbeitskräfte zu bekommen. Für mich jenseits gut und böse.

Noch was, sprichst du von Netto und in welcher Gegend wohnst du?.. Natürlich nur wenn du mir dies sagen willst.

Vielleicht ist Bayern ja tatsächlich auf dem Mond, oder Mars, keine Ahnung.
von Pedegar 11/02/10
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...und hier in WEST-Deutschland werden Löhne gezahlt: für 40 Wochenstunden 750,-- Euro. Mach mal die Augen auf!

Stichwort: Leiharbeit

Hartz-IV hat - wie an anderer Stelle gesagt wurde - zur gesellschaftlichen Schieflage geführt, weil nicht gleichzeitig ein Mindestlohn eingeführt wurde. Das hat zur Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse geführt.

Wir sind (ier in Westdeutschland!) ein Zwei-Personen-Haushalt. Ich verdiene in einem tariflichen Beschäftigungsverhältnis bei 30 Wochenstunden 1200,--, meine Frau verdient als Leiharbeiterin 750,-- bei 40 Wochenstunden; beide mit akademischem Abschluss.

Das IST die Realität (in Westdeutschland!)
von Pedegar 11/02/10
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@Luna:

ich bin kein Ossi, sondern ein Wessi...
von lunapiena41 11/02/10
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ich weiß nicht wie alt du bist, Pedegar. Ich weiß aber was und warum ich gelernt habe. Deine Erfahrungen sind kein Freiflug, meine auch nicht.

Was 1200 Euro netto anbetreffen für 40 Std Arbeit gebe ich dir zu 100% recht.

Nur sorry, was ihr Ossis immer nicht versteht ist, dass diese Löhne in unserer Gegend die Normalität sind. Abweichungen nach unten eher die Ausnahme. Du findest hier bei uns nicht mal einen Lagerarbeiter, der für unter 1200 Euro Netto arbeiten würde, geschweige denn einen Facharbeiter.

Meine Putzfrau verdient im Minijob 8 Euro netto, was eher schlecht bezahlt ist. Urlaub bekommt sie auch bezahlt.

Meine 30 Std Kraft verdient 1850 Euro brutto, mit Steuerklasse 5 seit dem 1. Januar um die 920 Euro, vorher 830 Euro netto.

Der Aussendienstler meines Mannes, 1800 Euro Grundlohn+ 2% Provision. Also ebenfalls über 2000 Euro brutto. Was soll man da noch drauflegen?
von Pedegar 11/02/10
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1. Sag mir nicht, was du alles gesellschaftlich gelernt hast und was ich noch lernen muss. Ich schätze, dass ich mindestens 10 Jahre mehr auf dem Buckel und im Erfahrungsschatz habe als du. Was ich hier schreibe, ist eine Folge von Erfahrung und "Gelerntem", kein idealistischer Freiflug.

2. ein gut bezahlter Job ist einer, der bei 40 Stunden qualifizierter Arbeit mehr als 1200 Euro bringt.
von lunapiena41 11/02/10
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pedegar

du suchst einen gut bezahlten Job? Was ist für dich ein gut bezahlter Job?
von lunapiena41 11/02/10
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Pedegar,

auch ich war früher so ähnlich wie du heute denkst. Aber ich habe gelernt.. sehr viel. Ich bin 3x beruflich in einen sehr tiefen Loch gewesen, zT aus Solidarität zT aus dem Gerechtigkeitskeitsinn heraus. Ich habe gelernt, dass du selbst dir am nächsten stehst, dann kommen andere. Ich helfe auch heute noch, aber ich entscheide wem, wann, in welcher Art. Geld steht bei der Hilfe immer hinten an.
von Pedegar 11/02/10
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"sagt zB. wenn ihr denn Maier rausschmeißt dann mich bitte gleich mit, denn ich bin solidarisch"

Liebe Luna, genau das war mein Problem und deswegen wurde ich arbeitslos. Ja, es gibt diese Leute. Die Mehrheit ist aber so wie du: "ich komme zuerst und alle anderen können mich mal".
Das nennt man übrigens nicht "Fantast", sondern "solidarisch" und was richtig ist, bleibt auch richtig, wenn alle anderen es falsch machen.

Ich kann nichts "Fantastisches" daran finden, wenn man die Welt wenigstens im Umkreis des eigenen Wirkens einigermaßen gerecht zu halten versucht, auch wenn man dabei mal über die Klinge springt.

Letztlich sind die "Fantasten" diejenigen, die die Welt für dich und mich erträglich machen und im Zweifelsfall wieder zurechtrücken. Zugegeben, es sind dann immer Leute wie du, die sich - bei positiven wie negativen - Veränderungen das größte Stück vom Kuchen sichern, während Unsereiner leer ausgeht. Ich suche noch einen gut bezahlten Job - gibst du mir einen? ;-)

Die Traumtänzer sind eigentlich nicht wir Idealisten, meine Liebe, sondern ihr, die ihr euch eure funktionale Traumwelt auf Kosten der Mehrheit bastelt. Das funktioniert, weil ihr Traumtänzer in der Mehrheit seid.

Wir Idealisten sind deshalb keine Traumtänzer, weil wir - ganz real und realistisch - das Ideal anzustreben versuchen, wohl wissend, dass wir es nie erreichen können. Aber allein der Versuch, die Welt zu verbessern, verbessert sie auch, während das Arrangieren mit dem Ist-Zustand eine reine Negation der eigenen und gesellschaftlichen Möglichkeiten ist.
Ihr seid arm, weil ihr gesellschaftlich und zivilisatorisch nicht weiterkommen wollt.
von lunapiena41 11/02/10
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noch ein Nachtrag

Nicht zum Fiskus sonst wäre er nicht pleite... das kann man so nicht sagen. Wenn ich monatlich sagen wir 1000 euro zur Verfügung habe und 2000 ausgebe, ist es eine Frage von sehr kurzer Zeit bis ich pleite bin.
von lunapiena41 11/02/10
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Pedegar

wie ich aus deinen Beiträgen immer wieder erkennen kann bist du ein Fantast. Leider.. aber es ist so.. Meinst du tatsächlich ein Mensch der noch Arbeit hat, stellt sich in seiner Firma hin, und sagt zB. wenn ihr denn Maier rausschmeißt dann mich bitte gleich mit, denn ich bin solidarisch?

Jeder ist sich in gewissen Notlagen der Nächste. Das war schon immer so und wird immer so sein. Dies ist auch in jedem Menschen eine Instiktreaktion... Leider nicht immer schön aber Realität.
von Alter_Sack 10/02/10
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Von den im Dezmeber 2009 offiziell benannten 3,423 Mio Arbeitlosen waren 0,916 Mio in der Altergruppe von 50-65 Jahren. Also 27 % aller Arbeitslosen sind über 50 Jahre alt. Die Gruppe 15-25 Jahre umfasst mit 0,377 Mio gerade einmal 11 %. 25-50 Jahre sind 2,13 Mio, also 62 %, wobei hier der größte Teil über 40 Jahre ist. Der Trend, eher auf jüngere Arbeitnehmer zu setzen, bleibt also, anders als behauptet, bestehen, auch wenn es Einzelfälle gibt, wo es anders praktiziert wird. Das sind aber die absoluten Ausnahmen. Und daraus lässt sich auch erklären, warum gerade bei den älteren Arbeitslosen der "Wille" zur Arbeitsaufnahme nachlässt. Das ist wohl auch weniger Wille, als viel mehr die Erkenntnis, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt zu sein. Wer daran Zweifel hat, soltte vielleicht mal bei der BA nachfragen. Die werden diese Tatsache mit Sicherheit bestätigen.
von Pedegar 10/02/10
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Übrigens, nur mal als randständige Hintergrundinformation:

- 10% der bundesdeutschen Bevölkerung (die Reichen) besitzen 70% des Kapitals

- 15% besitzen gar nichts und/oder haben Schulden

- 75% (der Rest) teilt sich die übrigen 30% des Kapitals

Diese Schere klafft seit Jahren immer weiter auseinander und das steht dem Sozialstaat-Gedanken und dem Vefassungsauftrag "Eigentum verpflichtet" entgegen.
von lunapiena41 10/02/10
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Eigentum verpflichtet gegenüber dem Finanzamt. Den Rest regelt unser Regierungsappart von ganz allein. Leider kann man in D nicht sagen, meine 50.000 Euro Steuern möchte ich wie folgt verteilt...

Soviel zur Verpflichtung.

Es gibt viele die mit viel Geld aus D wegziehen, vielleicht gerade deshalb weil sie nicht verpfllichtet werden wollen, sondern ihr Geld in Form von Zuwendungen und Spenden, lieber denen zukommen lassen, bei denen sie es für angemessen halten. (siehe M. Schumacher)

Ich halte Entwicklungshilfe für China nicht mehr angemessen und sie wird trotzdem von meinen Steuern bezahlt. Sind das die Dinge zu was Eigentum verpflichtet?
von Alter_Sack 10/02/10
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Für alle, die lesen und begreifen können:
Grundgesetz
I. Die Grundrechte
Artikel 14
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
von lunapiena41 10/02/10
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Eigentum verpflichtet? Gegenüber wem?
von Neleinlove 09/02/10
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Der Mensch ist ein Individuum, deshalb ist die Studie nicht glaubhaft. Es gibt Menschen, die einfach jedes Hinternis umrennen u. andere, ob jung oder alt, scheitern an jedem Hinternis. Man kann mit 20 schon körperlich so krank sein, dass man dem Dilemma der Arbeitssuche nicht mehr gewachsen ist. Also das ausgerechnet die Alten faul sein sollen ist für mich ein Witz, denn wir sind noch in einer Zeit arbeiten gegangen, wo Arbeit das Normalste der Welt war. Vielleicht war es auch nur im Osten so, dass kann ich nicht beurteilen.
von lunapiena41 10/02/10
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.
von lunapiena41 10/02/10
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Mr. Malwas

siehst du, deshalb haben wir immer noch ein geteiltes D.

In vielen anderen Regionen ist es nicht so. Somit kann man nicht alles gleichstellen. Genau das wird hier immer wieder verwechselt. Man kann München nicht mit Leipzig vergleichen oder umgekehrt.

Logisch dass es in einer Zone mit 14% AL zu anderen Problemen kommt als wenn man 4% hat.

Das an falschen Plätzen viel Geld reingepumpt wurde steht ausser Frage. Die Politik hat schlichweg versagt.

Was man nicht tun sollte, immer alles gleichstellen und gewisse Zonen im Osten grundsätzlich mit dem Westen vergleichen. Hier in unseren Regionen arbeitet keiner für 4 Euro, bei euch schon. (Leider)
von MrMalwas 10/02/10
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Hallo Luna,

das von Dir genannte Unternehmen ist nach meinen Erfahrungen, speziell hier in der Zone, eine, allerdings rühmliche, Ausnahme.
Die offizielle Arbeitslosigkeit in meiner Region liegt bei über 14%. Schöngerechnet, wie es sich versteht!
Der Altersdurchschnitt in meiner Region liegt, da innerhalb von 20 Jahren von fast 140.000 Einwohnern mehr als 40.000 abgewandert sind, bei ca. 47 Jahren.
Nun darfst Du raten, welche Altersgruppe die Masse der Langzeitarbeitslosen stellt.
Und das ist, da ich fast 20 Jahre im Außendienst herumgekommen bin, nach meiner Erfahrung zumindest im Osten die Regel.
Beipiele: Osterzgebirge, Lausitz, Mecklenburg-Vorpommern, Kyffhäuserkreis, Magdeburger Börde, Region Halle-Bitterfeld, Altenburger Land bzw. ganz Ostthüringen, Brandenburg/über Berlin hinaus.
Man kann die Aufzählung fortsetzen. Die Leute wollen arbeiten, können aber nicht, da diese Regionen "treuhänderisch" planiert und nicht wieder industriealisiert wurden.
Man hat zwar Milliarden hier reingepumpt, aber zum großen Teil in Prestigeobjekte, in die Mehrfachsanierung von Straßen und Autobahnen, in "Gewerbegebiete", die als beleuchtete Schafweiden vor sich hinvegetieren, in mehrfach überdimensionierte Klärwerke usw. Was speziell auf den drei letztgenannten Gebieten an ökonomischem Schwachsinn bis hin zur Geldvernichtung gemacht worden ist, sprengt jede Vorstellung.
Es soll nichts kleingeredet werden, schon gar nicht die Solileistung des Westens.
Nur, die Quittung für diese hirnrissige Art des Wirtschaftens der letzten zwei Jahrzehnte bekommen wir jetzt präsentiert. Und zwar sowohl hier als auch bei Euch!
von lunapiena41 09/02/10
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Nele

wer sagt denn das die alten faul sind. Ich sage das komplette Gegenteil. Soviel Aufopferung, Gewissenhaftigkeit und Leistung wie über 45- 55 jährige bringen gibt es in der jungen Generation nicht mehr.

Was wahr sein kann, das unverschuldete Arbeitlose über 55 sagen, ich mag eigentlich gar nicht mehr so wirklich. Nochmal was neues, nochmal etwas anderes, usw.

Sollen doch die jungen arbeiten. Dafür habe ich Verständnis, vor allem dann, wenn diese Leute gesundheitlich angeschlagen sind. Das ältere nicht mehr gewollt sind, stimmt so nicht ganz.

Ein riesengroßes Unternehmen hier in unserer Ecke(Möbelbranche) mit ca 1000 Mitarbeiter wurde sogar dafür ausgezeichnet, dass es vorzüglich Leute über 50 einstellt und zwar mit einem guten Gehalt. Seither hat er seine Umsätze nochmals angehoben.
von Neleinlove 09/02/10
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Aber das die Alten nicht mehr gewollt sind, dass könnte man wirklich sagen. Weil man sie für nicht mehr leistungsfähig hält. Auch das ist eine vorgefertigte Studie. Es gibt alte Menschen, der Leistungsfähigkeit u. Disziplin ist ungebrochen u. sie sind, das wäre noch wichtig, reich an Erfahrungen, auf die man heute schei... , was sich an den Auswirkungen aber zeigt.
von MrMalwas 09/02/10
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Hallo Lunapiena,

was heißt denn 1300,- Brutto sind für den Chef 2000,-?
1300,- Brutto sind für den Arbeitnehmer hierzulande 1300,- Brutto und nicht ein Cent mehr.
Dass ein ehem. Azubi nach der Lehre etwas weniger verdient als ein länger im Arbeitsprozess Stehender, ist normal.
Hier handelt es sich aber um Leute, welche die 40 überschritten und zum Teil mehr als 20 Arbeitsjahre hinter sich haben.
Und 1300,- € Brutto sind abzüglich Sozialbeiträge ca. 950,-bis max. 1000,- € Netto.
Dass der AN nicht Brutto gleich Netto hat, dafür sorgt schon der Staat.
Lohnbescheinigung kann übrigens nachgereicht werden!
von Pedegar 10/02/10
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"Pedegar

sorry du hast wirklich keine Ahnung."

Na gut...

;-)
von lunapiena41 10/02/10
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Pedegar

sorry du hast wirklich keine Ahnung. Ein Bekannter von mir, Spedition 2 LKW´s, 2 feste Mitarbeiter, beide in Kurzarbeit. Was soll er machen. Beiden kündigen? Kann er was dafür das die Banken Geld verzockt haben und der Umsatz bis 50% zurückgegangen? Er muß seine Leasingraten für seine LKW´s zahlen.. seine Löhne usw. Aber ich weiß, Unternehmerrisiko...

Unternehmerrisiko..??? Bei vielen geht es nicht mehr ums Risiko sondern uns blanke Überleben für sich und seine Mitarbeiter.

Weist du eigentlich wie viele Leute aus der Arbeitslosigkeit, in die Selbstständigkeit "gegangen worden sind". Weist du wie vielen von denen kratzen, schuften und alles erdenklich Mögliche tun, um zu überleben. Rede mal mit kleinen Handwerkern und frage wie die Zahlungsmoral ist... na ja Unternehmerrisiko ich weiß.

Im übrigen meine Mitarbeiter hatten tatsächlich Gewinnbeteilung, solange Gewinne da waren.
von Pedegar 10/02/10
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"Kann dein Chef sagen..."

Das ist das Unternehmerrisiko, dass u.a. dadurch vergolten wird, dass der Unternehmer ja auch den kompletten Überschuss mitnehmen darf, wenn es mal gut läuft. Oder verteilt ihr den auf die Angestellten?
von lunapiena41 10/02/10
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Tja Pedegar

wer macht die ganze Arbeit die je nach Branche bis zu 50% weniger ist`?

Kann dein Chef sagen, Mr... diesen Monat kann ich sie nicht bezahlen, weil meine Debitoren mich noch nicht bezahlt haben? Kann er sagen, deine KK zahle ich später wenn mein Kunde mich bezahlt hat? Kann er sagen deine Lohnsteuern verschieben wir auf nächsten Monat da läuft das Geschäft wieder besser?

Und zu guter Letzt, Junge diesen Monat gibts kein Geld weil das Finanzamt seine Vorauszahlung will, die absolut nicht gesenkt wird, obwohl die Umsätze um 50% gesunken sind?

NEIN KANN ER NICHT...

Frag mal kleinere und mittlere Unternehmer was passiert wenn sie ihren "Verpflichtungen" nicht nachkommen, beim Finanzamt oder den Sozialversicherungen.

Finanzamt kappt die Konten, (Kontopfändung der meist sowieso hoffnungslos überzogenen Konten) die KK der Mitarbeiter melden Zwangsinsolvenz für dich an.. Nett nicht??

Am Ende gehen Mitarbeiter und Chef gemeinsam zur ARGE. Tolles Deutschland!!
von Pedegar 10/02/10
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Lieber Vollmond41,

wir befinden uns ja auch in oder am Ende einer Weltwirtschaftskrise. Da haben Unternehmer Verluste. Aber nicht nur die! Auch die Arbeitnehmer haben Verluste, weil die Arbeitgeber die Lasten alzu gerne nach unten abwälzen. Das kann ich sogar verstehen! Der Staat wälzt seine Belastungen auch nach unten ab (Abgaben und Steuern).
Dumm nur, dass es immer das unterste Glied in der Hackordnung treffen muss.

Nur als Beispiel: Ich als Arbeitnehmer hatte 2006 erst 33%, 2007 nochmal 8% und 2010 erneut 14% Lohneinbußen zu verschmerzen. Ich bin kein Einzelfall. Welche Einkommenseinbußen hattet ihr Unternehmer im gleichen Zeitraum hinunehmen? Ich wette, es war weniger.

Das Problem ist doch, dass immer nur ein ganzer Kuchen zu verteilen ist. Aber der wird nicht prozentual verteilt, sondern so:
Staat und Unternehmer nehmen sich ihre Anteile - und was dann noch übrig bleibt, wird an die Arbeitnehmer verteilt. Wird der Kuchen kleinr (Wirtschaftskrise), versuchen Stat und Unternehmer, sich ihre "angestammten" Anteile zu sichern (man muss ja leben) und der zu verteilende Rest für Arbeitnehmer wird dann zwangsläufig kleiner (man muss ja nur funktionieren).

Muss das sein, dass ein "funktionierender" Arbeitnehmer bei gleicher Arbeitsleistung Jahr für Jahr Abstriche machen muss??? Wer macht denn schließlich die ganze Arbeit? Wird echt Zeit für einen Generalstreik!!! Und zwar so lange, dass es weh tut!
von lunapiena41 09/02/10
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Lieber Pedegar

vieles richtig, vieles falsch was du geschrieben hast.

Bist du wirklich der MEINUNG das jeder Unternehmer einfach nicht mehr bezahlen will?

Bist du der Meinung dass all diese Erhöhungen egal von welchen Seiten der Unternehmer so mir nix dir nix wegsteckt. (wir sprechen nicht von Konzernen)

Der Export ist innerhalb von 3 Monaten um 20-25% gesunken.
Der Import um 18-22% je nach Branchen.

Spediteuere haben ihre Fahrzeuge abgemeldet und ihre Leute in Kurzarbeit geschickt. Auf einem LKW fahren zur Zeit 2 Leute mit Kurzarbeit und so können wir weiter machen.

Jeder Angestellte und Arbeiter kann nur von dem bezahlt werden was ein Unternehmen erwirtschaftet und glaube mir eines, diese Zahlen werden uns noch sehr weh tun.
von Pedegar 09/02/10
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LOL...

ja, zero, dann hast du dich jahrelang abzocken lassen ;-)

1. Rentenversicherung; Beitrag Januar 2009: 19,9 Prozent paritätisch

2. Krankenversicherung; Beitrag Juli 2009: 14,0 Prozent paritätisch; 0,9 Prozent zusätzlich durch den Arbeitnehmer

3. Arbeitslosenversicherung; Beitrag Januar 2009: 2,8 Prozent paritätisch

4. Pflegeversicherung; Beitrag Januar 2009: 1,95 Prozent paritätisch; 0,25 Prozent zusätzlich durch kinderlose Arbeitnehmer über 23 Jahre

5.
Gesetzliche Unfallversicherung: Beitrag abhängig vom Unfallrisiko; wird ausschließlich vom Arbeitgeber getragen

Paritätisch bedeutet: zu gleichen Anteilen

Der Arbeitnehmer hat zusätzlich 0,9% für Krankenversicherung zu tragen und ggf. 0,25% Pflegeversicherung.

Dafür trägt der Arbeitgeber die betriebliche Unfallversicherung - er muss ja auch die Betriebssicherheit gewährleisten.

Was du meinst, ist was anderes: der Begriff "Lohnnebenkosten" ist ja kein geschützter Begriff und je nach Lust und Laune und nach Jammerstimmung werden von den Arbeitgebern da alle möglichen zusätzlichen Posten wie Personalverwaltung, Urlaubsgeld etc. einbezogen. Urlaubsgeld und diverse andere Posten sind aber Vereinbarungen zwischen den Tarifparteien. Das haben Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter miteinander vereinbart. Darüber solltet ihr euch dann auch nicht beschweren.

Aber vielleicht fragt ihr euch mal, was es bedeutet, wenn Arbeitgeber zukünftig weniger Lohnnebenkosten zahlen wollen.
Da ist der Kuchen des privat erwirtschafteten Kapitals zu verteilen. Drei Parteien haben Ansprüche:
1. Arbeitgeber wegen der Bereitstellung der Arbeitsmittel und wegen ihres Unternehmerrisikos
2. Arbeitnehmer wegen ihrer Arbeitsleisung
3. der Staat für die Bereitstellung und Gewährleistung der Rahmenbedingungen

Wer - glaubt ihr - wird verzichten müssen, wenn Arbeitgeber zukünftig mehr behalten wollen und der Staat nicht verzichten will? Kann ja nur den Arbeitnehmer treffen.
von zero1000 09/02/10
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Wie ist das mit den Lohnnebenkosten? Wer trägt die zur Hälfte? Der Arbeitgeber zahlt 50% der SV-Beiträge - na das ist ja was Neues. Da muss ich wohl seit Jahren meine Mitarbeiter immer falsch bezahlt haben! Ja und da müssen wohl seit Jahrzehnten alle Mitarbeiter falsch bezahlt worden sein! Was zahlt bitte der Arbeitgeber als Beitrag zur SV? Oder ist das Netto neu zu definieren? Der Arbeitnehmer bekommt die SV zu 100% abgezogen! und nicht zu 50!

Ausschließlich vom Arbeitgeber werden getragen
Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
Urlaubsentgelt nach BUrlG als Entgeltfortzahlung während des Urlaubs
Umlage für das Insolvenzgeld.
von Pedegar 09/02/10
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Zur Ergänzung:
in Deutschland liegen die Arbeitgeber bei den Lohnnebenkosten mit 32% noch deutlich unter dem EU-Durchschnitt (36%). Spitzenreiter sind Frankreich und Schweden mit 50% - zwei Länder, die man nun nicht unbedingt als völlig konkurrenzlos auf dem Weltmarkt bezeichnen möchte.
Die niedrigsten Lohnnebenkosten haben Länder wie
Malta (10%)
Slowenien (22%)
Polen (25%)
Bulgarien, Lettland (27%)...

Nach der Argumentation der apitalisten müssten das ja dann die Länder sein, die im globalen Existenzkampf ganz oben auf dem Treppchen stehen, weil sie so niedrige Personalkosten haben.

Hmmm...
...der Praxistest scheint das jedenfalls nicht zu bestätigen. Ups! Schon wieder ein Kapitalistendogma gekippt?
von Pedegar 09/02/10
2
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Arme Unternehmer! Müssen Lohnnebenkosten zahlen.

Ja, Lunapiena: das wurde in früheren Zeiten mal so verabredet, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich die Sozialversicherungskosten teilen müssen; die Hälfte zahlt der Arbeitnehmer in die Krankenversicherung ein, die andere Hälfte der Arbeitgeber. Im Zweifelsfall profitieren auch beide von den Beiträgen.

Wenn neoliberale Arbeitgeber heute allzu gerne über die hohen Lohnnebenkosten jammern, wird gerne verkannt, dass der Arbeitnehmer dieser AUCH zahlen muss; dort heißen sie nur anders. Und wenn neoliberale Arbeitgeber lautstark die Senkung der Lohnnebenkosten fordern, heißt das übersetzt nichts anderes als: "Nehmt uns aus der Solidarpflicht, wir wollen für die Sozialversicherungssysteme keinen Beitrag mehr leisten, das sollen die Arbeitnehmer alleine tun!"

Mit den sogenannten "Lohnnebenkosten" haben sich die Gründerväter durchaus was gedacht. Das war nicht nur Schikane gegen arme Kapitalisten.
von lunapiena41 09/02/10
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MrMalwas

was heiß für den Chef 2000? Bitte nimm dir mal die Lohnnebenkostenfibel zur Hand und rechne nach.

Und genau das, dass bei solchen niedrigen Einkommen der Staat nochmals kräftig absahnt, ist doch das Gemeine. Genau dies muß unbedingt geändert werden. Genau da liegt das Verbrechen.
von Zivilcourage 09/02/10
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PEDEGAR schreibt hier einen informativen Kommentar den ich zu 100 % bestätigen kann. Es ist ein Skandal das es überhaupt solche 1.00 € Jobs gibt, denn für die gleiche Arbeit die Menschen in diesem Ausbeuter System verrichten werden andere mit Normal-Löhnen bezahlt. Die Wirtschaftsbetriebe der Caritas die alleine in Baden Württemberg Hunderte oder sogar Tausende 1,- € Jobber beschäftigen üben so starken Druck und Zwang auf diese Menschen aus das die einfach Angst haben sich zu wehren. Wrr nicht spurt fliegt raus (es gibt ja genug Nachrücker) und wird von der ARGE-Sanktionsbehörde natürlich sofort sanktioniert. Angesetllte Redakteure der regionalen Presse in BaWü haben von ihren Verlagen (Holtzbrinck Gruppe Stuttgart) e0in Verbot erhalten darüber zu berichten, weil dies WSerbekunden verärgern könnte.
von lunapiena41 10/02/10
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zero

nicht?? Sorry deine Aussage wundert mich schon etwas. Wieso nichts?
von zero1000 09/02/10
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luna -

€2000,00 brutto - der MA erhält €1335,90 netto bei StKl.1.
Sozialabgaben: €409,50! WIEVIEL davon zahlt der Arbeitgeber - das möchte ich doch gerne mal wissen!

Ich kann Dir´s sagen: NICHTS!!!!!
von MrMalwas 09/02/10
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An die "Bundeszentrale für Politische Halb-Bildung", Herr Karlweber,

zwei Angebote aus dem Osten: Assistent/in mit Buchführungskenntnissen
40-Stunden Vollzeit, umfassende PC-Kenntnisse (u.a. Exel, Power Point, div. Buchhaltungsprogramme), vordem 14 Tage unbezahlte "Probezeit".
Angebot Nr. 1: 1200,- € brutto
Angebot Nr. 2: 1300,- € (Anforderungen analog 1)
Auf diese "Angebote" werden erfahrungsgemäß bis zu 200 Bewerbungen eingehen...
Sollte jetzt jemand mit der Behauptung kommen, im Osten wäre alles billiger als im Westen, deshalb das tolle Lohnniveau, dann lade ich ihn hierher ein.
Arbeit suchen und finden, mindestens 3 Jahre hier leben. Dann weiterreden.
Es gibt hierzulande hochqualifizierte Menschen über 50, die gern arbeiten möchten. Auch HartzIV-Bezieher. Aber wo nichts ist, da hat auch der Arbeitswilligste keine Chance!
So viel zu den Auslassungen des Herrn Dozenten Karlweber zum Umgang mit dem Grundschulabschluss im Bezug auf Arbeitswillen und der Möglichkeit, eine Arbeitsplatz zu finden.
Würde er seine Äußerungen mal hierzulande im Kreis 50+ zum Besten geben, könnte er froh sein, nur mit EINEM blauen Auge davon zu kommen!
von lunapiena41 09/02/10
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MrMalwas

Bewerber die nicht bezuschußt werden sind in der Regel die besseren Bewerber. Diese werden in vielen Firmen Hartz4 Empfängern vorgezogen, dass wurde uns zumindest immer wieder von vielen Betroffenen und auch Foristen hier bestätigt sowie natürlich auch mit Recht angeprangert.
von Alter_Sack 09/02/10
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MrMalwas, du hast vergessen, dass unter den Bewerbern dann noch die ausgesiebt werden, für die von der BA keine Förderung kassiert werden kann. Die haben in der Regel eh keine Chance, ganz gleich welchen Alters oder Qualifikation.
von lunapiena41 09/02/10
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Mr. Malwas

fast richtig. Was immer verkannt wird, 1300 Euro brutto heißt für den Chef, ca 2000.

Aber sobald etwas geändert werden soll, fallen alle über diejenigen her, die etwas an dieser Stelle ändern wollen.

Das 1300 Euro ein Lohn ist, der nicht gerade berauscht ist klar. Mein Sohn hat in den ersten 2 Jahren nach seiner Ausbildung zum Speditionskaufmann 1300 Euro brutto verdient über eine Zeitarbeit. Nach Übernahme 1600 euro brutto. Deshalb ist es nichts ungewöhnliches.

Ansetzen muß man, dass bei solchen Löhnen brutto gleich fast netto ist.
von zero1000 08/02/10
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Kann mir mal jemand erklären, welchen Aussagewert diese Studie hat? Als Bezieher der FR habe ich das heute morgen um 0500Uhr gelesen - aber bis jetzt noch nicht so ganz verstanden. Da steht nämlich auch der Satz: "Die Hartz-Reformen hätten anders als von der Politik erhofft nicht zu einer höheren Arbeitsbereitschaft geführt!" Und ... die Motivation war schon vor der Reform kaum steigerungsfähig!

Irgendwo ist ein Film abgelaufen, den ich wohl nicht gesehen habe.
von Pedegar 09/02/10
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Grundgesetz Artikel 12:

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig
von zero1000 08/02/10
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Alter_Sack - Du hast Recht - nur es ist müßig, das jemandem immer wieder zu sagen! Du hast es oft genug versucht, ich auch! Es hält sich das Lügengebäude und wird bewusst ausgenutzt zur Stimmungsmache! Das funktioniert auch, da sich keiner auskennt! Somit haben Lügner Hochkonjunktur!
(1€-Jobber in Firmen)
von ottiklein 08/02/10
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Rene-Pruefer,du hast mir aus dem Herzen gesprochen.
von zero1000 08/02/10
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RenePruefer - Dank sei Dir!
von RenePruefer 08/02/10
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zero, ich übersetze Dir das mal. H4 hat nicht zu einer höheren Arbeitsbereitschaft geführt heißt: das Fußvolk ist trotz gesteigertem Druck nicht gewillt, dauerhaft für 1€ pro Stunde im 4 Schichtsystem seinen Frohndienst zu leisten.

die Motivation war schon vor der Reform kaum steigerungsfähig heißt: Wir (Politiker) wissen ganz genau, dass es nicht genügend Arbeitsplätze für die Arbeitslosen gibt. Wenn wir (Politiker) jetzt aber so tun, als wären die meisten zu faul, können wir diese Menschen ganz legal drangsalieren.
von Pedegar 08/02/10
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Ich kann das aus meiner Arbeitspraxis (als ich noch Hartz-IV-Empfänger angeleitet habe) bestätigen: der größte Teil meiner Leute hat sich kräftig um eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt bemüht. Das ist zumeist an zwei Faktoren gescheitert:
1. Das Etikett "Hartz-IV" macht die Bewerber für viele Arbeitgeber minderwertig und unbrauchbar.
2. die Betrieb, die 1-Euro-Jobber (Hartz-IV) eingestellt hatten, waren nicht daran interessiert, diese billigen Sklaven wieder ehen zu lassen. Deshalb wurden ernstgemeinte Bewerbungen unterminiert und den Delinquenten stattdessen ein neuer 1-Euro-Job angeboten, mit dem Hinweis, es gebe nichts anderes. Diese Praxis kenne ich auch von den ARGEn.

Folge: viele Hartz-IV-1-Euro-Jobber resignieren; und so kommt es mit zunehmender Dauer dieser prekären Situation auch zu einer zunehmenden Arbeitsunlust.

Fazit: der Abstieg und Verbleib in Hartz-IV ist nicht die Folge von Arbeitsunwilligkeit, sondern die Aussichtlosigkeit der Situation führt zur Demotivation und letztlich zur Arbeitsverweigerung.

Das ist der Fehler im System, meine lieben, abgehobenen Politiker!
von lunapiena41 09/02/10
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ich habe leider kein Spargelfeld....
von lunapiena41 09/02/10
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Zero

ich schäme mich zutiefst. Ich wollte ja eigentlich auch nur deine "Fähigkeiten" testen... haha :-) Hätte ja sein können das du sowas kannst.

Nun bezgl. Spargelernte. Ich leider kein Spargelfeld, was kann man da machen? Und auch wenn das Arbeitaufkommen in Schrobenhausen wird meistens an Polen verteilt, da Deutsche nicht bereit sind die Arbeit zu machen.
von Alter_Sack 09/02/10
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Dann müsstest du dir mal die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien für den Einsatz von 1-Euro-Jobbern anschauen. Es ist ziemlich genau definiert, was die tun dürfen und was nicht. Zur Zeit ist Schneeräumen ziemlich aktuell, dürfen sie aber nicht, weil das Pflichtaufgaben der Kommunen sind. Gemeinnützigkeit spielt auch eine ganz große Rolle.
von Pedegar 09/02/10
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@AS: Betriebe im Eigentum der öffentlichen Hand stellen 1-€-Jobber ein. Jedenfalls ist das bei uns so.
von zero1000 08/02/10
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luna - das waren düstere Worte aus dem Ausland - Migrationshintergrund inbegriffen! Und Du Ausbeuterin willst billige Leute haben - schäm Dich! Warte bis zur Spargelernte - in Schrobenhausen gibts dann gute Stecher!
von lunapiena41 08/02/10
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zero

München gehört doch nicht zu Deutschland. Wenn es für Firmen 1Euro Jobber gibt, kannst du mir ein paar vermitteln.. :)) hahaha.. Wäre nett von dir. :)
von Alter_Sack 08/02/10
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Welche Betriebe stellen 1-Euro-Jobber ein? Das ist vom Gesetz her völlig unmöglich.
von zero1000 08/02/10
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Pedegar - kann denn München so anders sein? Auch ich tue u.a. Ähnliches wie Du - ich habe kaum Fälle von 1€-Job erlebt! Vielmehr bemühen sich die ARGEN, die Menschen in würdige Arbeit zu vermitteln!

Ich führe seit nunmehr 10 Jahren Seminare durch - im Auftrag damals des AA jetzt der ARGE: Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser - mit großem Erfolg.

Ist die Diskussion um die 1€-Jobs nicht stark übertrieben und wird als Vorwand gebraucht?
von karlweber 08/02/10
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Wohl ins Wespennest gestochen...
1. Teil der Meldung: 90 Prozent der unter 56jährigen der
für die Studie befragten Arbeitslosen wäre zur Arbeit bereit.
2. Teil der Meldung: 42 Prozent der für die Studie befragten
Arbeitslosen ist zur Arbeit nicht bereit.
Logischer Schluß aus beiden Teilen der Meldung:
"Fast alle Hartz-IV- Empfänger wollen arbeiten" ist eine
faktenwidrige und die Zahlen entstellende Überschrift.
Kommentiert habe ich mit keinem Wort.
Die beim Thema "Arbeitslose" schnell Übererregten nehmen
es bereits Zahlen übel, wenn sie nicht in ihr Welt-und
Selbstbild passen. Was die Suche nach Arbeit angeht, so
ist die Fähigkeit, mindestens auf Grundschul-Abschlußniveau
mit Zahlen umgehen zu können, der Umsetzung eigenen
Arbeitswillens auf einem Arbeitsplatz durchaus förderlich.
von Alter_Sack 08/02/10
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Niemand hat dir vorgeworfen, dass du einen Kommentar zu diesem Beitrag abgegeben hast. Es war lediglich die Rede davon, dass du dir etwas herausgepickt hast, was in dein weltbild passt. Zu einem wohl durchdachten Kommentar, darüber sind sich wohl die meisten hier einig, bist du vor lauter Vorurteilen doch garnicht fähig. Deswegen hast du auch nicht in ein Wespennest gestochen, wie du behauptest. Du hast nur den häßliche Eindruck, den viele User von dir haben, bestätigt. Und das auf denkbar primitive Art unhd Weise. Sag' das deinen Vordenkern mal, sie werden langsam einfallslos. Du solltest mal in andere Richtungen schießen. Aber dann müsstest du aufhören zu dienern, zu katzbuckeln, dich anzubiedern, den Knecht zu spielen, der Lakei zu sein. Und vor allem, du müsstest eigenständig denken und das wird dein größtest Problem sein.
von schlawiner2430 08/02/10
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Dieser Studie glaube ich nicht
von RenePruefer 08/02/10
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Wie wird diese Studie denn Typen wie Koch, Sarrazin, Westerwelle und Konsorten gefallen? Da bauen diese Heuchler seit Jahren das Feindbild des faulen H4 Empfängers auf, den es sicherlich auch gibt und nun sagt eine Studie etwas völlig anderes aus. Was nun? Wer ist denn nun am Desaster in diesem herrlichen Staat schuld?
von RenePruefer 08/02/10
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Alter Sack, aber eines mußt Du dem Weberknecht lassen. Er ist in seiner A...kriecherei dem Regime gegenüber verläßlich wie ein schweizer Uhrwerk.
von Alter_Sack 08/02/10
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Knechweber scheint sie wohl sehr zu gefallen, hat er sich doch prompt die aus seiner katzbuckelnden Sicht wichtigste Aussage rausgepickt. Vielleicht sollte er sich mal dafür interessieren warum dem so ist. Weil den meisten in dieser Altersgruppe die Lust auf Arbeit aus dem Grund vergangen ist, weil sie eh keiner mehr will. Soweit denkt ein knecht weber natürlich nicht, falls er überhaupt mal denkt. Denn das meiste, was er von sich gibt, scheint vorgepredigt und von ihm kritik- und vor allem gedankenlos übernommen und höchst peinlich weiterverbreitet.
von karlweber 08/02/10
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Arbeitsbereitschaft ab 56 Jahren: 42 Prozent.